Kurz vor knapp das richtige Geschenk

201208 last minute Geschenke

Mit einer Fördermitgliedschaft des Bundesverbands Kinderhospiz macht man unter dem Tannenbaum alles richtig

FĂŒr diese Geschenkidee muss nicht einmal das Haus verlassen werden, und nicht nur dem Beschenkten tut sie Gutes: Der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) bietet mit dem Verschenken einer Fördermitgliedschaft die Möglichkeit fĂŒr sinn- und wertvolle PrĂ€sente bis zur letzten Minute.

„Wie oft fĂ€llt uns kurz vor knapp ein, dass wir noch ein Geschenk brauchen“, sagt Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Dachverbands der deutschen Kinder- und Jugendhospize, „und manchmal ist es sogar richtig stressig, alles zu besorgen. Dann ist vielleicht eine Fördermitgliedschaft genau das Richtige. Heutzutage haben die Geschwister, Eltern, Tanten und Großeltern oft schon alles, was man sich vorstellen kann. Oder aber man hat das GefĂŒhl, nichts passt so richtig. Mit der Fördermitgliedschaft verschenkt man das gute GefĂŒhl, etwas von Herzen fĂŒr die zu tun, die Hilfe nötig haben. Die Beschenkten bekommen mit aktuellen Informationen aus der Kinderhospizarbeit einen Überblick, was wir auch in ihrem Namen bewirken.“

Eine Fördermitgliedschaft, auch befristet fĂŒr verschiedene Laufzeiten wĂ€hlbar, ist bereits ab 5 Euro im Monat erhĂ€ltlich. Die Abwicklung erfolgt unkompliziert per Bankeinzug oder Überweisung. Der Schenkende erhĂ€lt umgehend eine Mitgliedschaftsurkunde zum Download, die auch noch in allerletzter Minute unter den Weihnachtsbaum gelegt werden kann und die Fördermitgliedschaft ist als Spende absetzbar.

„Das vergangene Jahr war fĂŒr die ganze Welt besonders belastend“, sagt Sabine Kraft. „Familien, deren Kind zur Hochrisikogruppe gehört, stehen besonders viele Ängste aus. Viele von ihnen leben in finanziell sehr schwierigen VerhĂ€ltnissen, und wir sind froh, dass wir in solchen FĂ€llen schnell und unkompliziert helfen können. Die Einnahmen aus den Fördermitgliedschaften kommen zu 100% der Kinderhospizarbeit zugute!“
Alle Informationen zum Verschenken der Fördermitgliedschaft gibt es auf der Homepage des BVKH www.bundesverband-kinderhospiz.de/last-minute

Die Fördermitgliedschaft ist auch ĂŒber den Shop des BVKH bestellbar: https://shop.bundesverband-kinderhospiz.de/produkt/foerdermitgliedschaft/

Zum Download der Pressemitteilung
Zum Download des Pressebilds

 

Wichtige Hilfe im Ausnahmezustand

201203 Ehrenamt

Ehrenamtliche aus ambulanten Kinderhospizen unterstĂŒtzen Familien mit schwerkranken Kindern, die absehbar sterben werden / Tag des Ehrenamts

Drei Stunden verbringt Nadin Lorenz jede Woche mit einem unheilbar kranken, kleinen Jungen – ehrenamtlich. „In Zeiten von Corona sind wir vor allem draußen unterwegs, um die Ansteckungsgefahr in geschlossenen RĂ€umen fĂŒr mein Hospizkind zu vermeiden“, erzĂ€hlt sie. „Der kleine Junge ist fĂŒnf und liebt Rollenspiele. Deshalb habe ich immer PĂŒppchen oder Hubschrauber beispielsweise dabei – und wir setzen uns dann einfach hin und spielen miteinander.“ Was Lorenz tut, klingt so banal – und ist doch so wichtig fĂŒr den Jungen und seine Familie. Seit fast zehn Jahren schon ist die 39-jĂ€hrige Nadin Lorenz ehrenamtliche Familienbegleiterin beim ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Halle. Wie Lorenz engagieren sich ĂŒberall in Deutschland Tausende Menschen ehrenamtlich in der Kinderhospizarbeit. Sie alle bringen ein wenig NormalitĂ€t in Familien, die wegen der lebensverkĂŒrzenden Erkrankung ihres Kindes in einem permanenten Ausnahmezustand leben.

„Die wenigsten Menschen wissen, dass es ehrenamtliche Familienbegleiter ĂŒberhaupt gibt – und wie wichtig deren UnterstĂŒtzung fĂŒr Familien mit schwerst kranken Töchtern oder Söhnen tatsĂ€chlich ist“, sagt Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH), anlĂ€sslich des Internationalen Tags des Ehrenamts am 5. Dezember. „Den Kindern verschaffen die Familienbegleiter Abwechslung und gute Momente – und den Eltern Entlastung. Kleine Zeitinseln, die unglaublich wichtig sind, um dringende Dinge zu erledigen oder einfach einmal durchzuatmen. Das hilft den Familien, ihren herausfordernden Alltag mit einem schwerstkranken Kind ĂŒberhaupt zu bewĂ€ltigen. Das Engagement der ehrenamtlichen Familienbegleiter ist so wertvoll, dass es breite gesellschaftliche Anerkennung verdient – und zwar an jedem Tag des Jahres.“

Der ĂŒberwiegende Teil der Ehrenamtlichen engagiert sich – wie Nadin Lorenz – in einem der rund 200 ambulanten Kinderhospizdiensten in Deutschland; einige aber auch in den 17 stationĂ€ren Kinderhospizen. FĂŒr alle gibt es spezielle Schulungen, die sie auf ihr Ehrenamt vorbereiten. Hierzulande haben rund 50 000 Familien eine Tochter oder einen Sohn, die an einer unheilbaren Krankheit absehbar sterben werden – und all diese Familien haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, UnterstĂŒtzung in ambulanten und stationĂ€ren Kinderhospizen zu bekommen. „Ohne die Ehrenamtlichen wĂ€re die Kinderhospizarbeit in ihrer heutigen Form schlicht unmöglich“, so BVKH-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Kraft. „Oft begleiten die Ehrenamtlichen eine Familie ĂŒber viele Monate, teils Jahre. Dabei entwickeln sich eine Beziehung und Vertrauen. FĂŒr viele Betroffene ist ihr Familienbegleiter ein wichtiger sozialer Kontakt – gerade dann, wenn Freunde und Bekannte das schwere Schicksal eines lebensverkĂŒrzend erkrankten Kindes nicht mittragen können und sich abwenden.“

Gibt es eigentlich einen typischen Ehrenamtlichen in der Kinderhospizarbeit? „Nein.“ Bettina Werneburg, BVKH-Vorstandsmitglied und Leiterin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizes Halle, schĂŒttelt den Kopf. Es seien Menschen jeden Alters und mit den verschiedensten Berufen darunter. „Es ist eine bunte Truppe. Das einzig Typische: Es sind fast ausschließlich Frauen.“ Ihr Dienst habe derzeit 78 Familienbegleiter, erzĂ€hlt Werneburg – davon gerade mal acht MĂ€nner. Und in praktisch allen ambulanten Kinderhospizen der Republik sieht es Ă€hnlich aus.
Dabei sind in bestimmten Situationen gerade MĂ€nner gefragt: Dann nĂ€mlich, wenn in einer Familie mit lebensverkĂŒrzend erkranktem Kind der Vater fehlt. Und das ist ziemlich oft der Fall: „Viele betroffene Eltern-Paare zerbrechen an ihrer herausfordernden Lebenssituation. Nach einer Trennung kĂŒmmert sich dann meist die Mutter um das erkrankte Kind und dessen Geschwister“, erlĂ€utert Werneburg. „Viele dieser alleinerziehenden MĂŒtter wĂŒnschen sich einen mĂ€nnlichen Familienbegleiter als Bezugsperson fĂŒr ihre Kinder – gerade fĂŒr ihre Söhne.“ Nur: Wegen des MĂ€nnermangels können die ambulanten Kinderhospizdienste diesen Wunsch eben oft nicht erfĂŒllen. „Es wĂ€re daher großartig, wenn sich in Zukunft mehr MĂ€nner als bisher zu Familienbegleitern ausbilden ließen“, sagt Bettina Werneburg.

Viele Menschen engagierten sich deshalb ehrenamtlich fĂŒr schwerstkranke Kinder und ihre Angehörigen, erzĂ€hlt Werneburg, „weil sie etwas zurĂŒckgeben wollen. Gerade Ă€ltere Ehrenamtliche sagen oft: Ich habe gesunde Kinder, mir ist’s immer gut gegangen – und jetzt möchte ich Familien unterstĂŒtzen, die nicht so viel GlĂŒck haben wie ich.“ Bei Nadin Lorenz war die Motivation Ă€hnlich: Seit der Geburt ihrer beiden gesunden Kinder, sagt sie, „habe ich eine so große Dankbarkeit gegenĂŒber dem Leben und gegenĂŒber Gott, dass ich einfach etwas tun muss.“ Und dabei sei es lĂ€ngst nicht so, dass sie in ihrem Ehrenamt nur gebe – ganz im Gegenteil. Sie bekomme viel zurĂŒck: „Ich begleite die Familien nicht nur, sondern ich bin auch in der Rolle der Lernenden, der Staunenden. Ich habe große Hochachtung vor den Eltern, die ihr Kind haben sterben sehen. Davor, wie sie mit dem Verlust und dem Schmerz umgegangen sind und wie sie mit Demut und ohne Verbitterung weiterleben. Eine solche Großmut des Herzens habe ich sonst noch nie erlebt. Das ist mir ein großes Vorbild.“ Und das, was sie in ihren knapp zehn Jahren als Familienbegleiterin miterlebt hat, habe sie selbst als Menschen geprĂ€gt, sagt sie noch – und zwar im besten Sinne: „Man bekommt einen Blick fĂŒr das Wesentliche im Leben.“

Tipp: Wer sich zum ehrenamtlichen Familienbegleiter ausbilden lassen möchte, kann die Kontaktdaten des nÀchstgelegenen Kinder- und Jugendhospizes bei OSKAR erfragen, dem kostenlosen Infotelefon der Kinderhospizarbeit. Telefon: 0800 / 8888 4711.

Zum Download der Pressemitteilung
Zum Download des Pressebilds

 

Mehr Akzeptanz fĂŒr Kinder mit Behinderungen: Bundesverband Kinderhospiz lĂ€sst Familien nicht allein

201201 Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Forderung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen: Betroffene Kinder in die Mitte der Gesellschaft holen

In Antonias Leben ist vieles nicht selbstverstĂ€ndlich. Eine Runde im Wald spazieren zu gehen, bei einem Einkaufsbummel in der Stadt barrierefrei in alle GeschĂ€fte zu gelangen oder ohne großen Aufwand ins Kino oder Theater zu gehen, stellt die 13-JĂ€hrige und ihre Familie immer wieder vor Herausforderungen. Antonia wurde mit spinaler Muskelatrophie geboren und sitzt seit ihrem achten Lebensjahr dauerhaft im Rollstuhl. Auf Kinder wie sie, die wegen einer lebensverkĂŒrzenden Erkrankung mit starken Behinderungen leben mĂŒssen, macht der Bundesverband Kinderhospiz (BHKV) zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember besonders aufmerksam.

„Diese Kinder und ihre Familien dĂŒrfen nicht allein gelassen werden mit den Problemen, die im Alltag immer wieder kehren. Sie mĂŒssen in der Mitte unserer Gesellschaft leben dĂŒrfen, ohne ausgegrenzt und in ihrer Entwicklung behindert zu werden“, sagt BVKH-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Sabine Kraft. „Wir als Gesellschaft mĂŒssen fĂŒr diese Familien und ihre Schwierigkeiten sensibler werden, aufmerksamer. DafĂŒr setzt sich der Bundesverband Kinderhospiz ein.“ Und zwar beispielsweise durch Lobbyarbeit gegenĂŒber der Politik, aber auch durch Öffentlichkeitsarbeit: So machen erkrankte Jugendliche mit körperlichen Behinderungen in einer großen BVKH-Plakatkampagne auf ihre Probleme und Ausgrenzung im Alltag aufmerksam. Eines der Plakate zeigt beispielsweise Felix, der sich auf seinen Rollstuhl stĂŒtzt und den Mittelfinger in die Kamera streckt: „Wenn du glotzt, glotze ich zurĂŒck“. Außerdem hilft der BVKH betroffenen Familien ganz praktisch: etwa durch finanzielle ZuschĂŒsse zu Anschaffungen, die wegen der Erkrankung des Kindes nötig werden. Und solche Anschaffungen gibt es oft: Antonias Familie beispielsweise brauchte ein neues, großes Auto mit Rampe fĂŒr den Elektrorollstuhl; zudem musste die Familie in eine Wohnung mit Fahrstuhl umziehen und darauf achten, dass beispielsweise die Dusche ebenerdig gebaut ist.

„Barrierefrei in einen Bus oder eine Bahn zu kommen, ist nicht mehr so oft das Problem“, erzĂ€hlt Antonia von ihrem Leben im Rollstuhl, „aber in den StĂ€dten sind immer noch viel zu wenige Bordsteine abgesenkt oder werden von Autos zugeparkt, so dass ich da mit meinem Rolli auch nicht vernĂŒnftig unterwegs seinkann.“ Isolde WolfmĂŒller, Antonias Mutter, sagt: „Alles, was kulturell spannend ist, ist immer schwierig zu erreichen fĂŒr uns und unsere Tochter. Es ist einfach traurig, dass Antonia von so vielen Dingen ausgeschlossen ist, nur weil sie nicht laufen kann. Die Erfahrung haben wir schon bei Kino- oder Theaterbesuchen oder auch bei einer Schlossbesichtigung auf RĂŒgen gemacht. Eine Flugreise mit einem Kind im Rollstuhl ist auch so eine Sache: Da mĂŒssen wir vorab alles bis ins Detail durchplanen. Sonst ist es beispielsweise schon extrem schwierig, vom Zielflughafen zum Hotel in dem jeweiligen Urlaubsland zu kommen.“ Einige Hilfsmittel wie beispielsweise extra dicke Reifen, die an Antonias Rollstuhl an einer speziellen Achse montiert werden, wĂŒrden den Alltag mit einem Kind mit Behinderungen deutlich einfacher machen, seien aber meist auch sehr teuer, sagt Isolde WolfmĂŒller. Dabei ist gerade in Familien mit lebensverkĂŒrzend erkrankten Kindern das Geld oft knapp, weil ein Elternteil hĂ€ufig nicht oder nur wenig arbeiten gehen kann, sondern stattdessen das Kind versorgen muss.

„Und wir sind noch immer auf der Suche nach einem zuverlĂ€ssigen Pflegedienst mit gut ausgebildetem Personal, der Antonia bei uns zu Hause versorgt“, erzĂ€hlt Isolde WolfmĂŒller. Wie den WolfmĂŒllers geht es zahlreichen Familien in Deutschland: Vielerorts fehlen die PflegefachkrĂ€fte. Was wiederum dazu fĂŒhrt, dass viele erkrankte Jungen und MĂ€dchen nicht die Pflege bekommen, die ihnen von der Krankenkasse bewilligt worden ist. Und das bedeutet fĂŒr die Eltern: Sie mĂŒssen die Pflege und Versorgung ihrer Kinder oft alleine stemmen – bis ĂŒber ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus. „Es wĂŒrde in unserem Leben tatsĂ€chlich so vieles einfacher machen, wenn die Krankenkassen mehr Therapien bezahlen wĂŒrden und wenn es dann sogar möglich wĂ€re, dass die Therapeuten auch zu uns nach Hause kommen. Dann mĂŒssten Antonia und wir als Eltern nicht jedes Mal die Anstrengungen auf uns nehmen, mit Rollstuhl in eine Praxis zu kommen. Das wĂ€re etwas, das wirklich guttun wĂŒrde.“

„Mit der Diagnose einer lebensverkĂŒrzenden Erkrankung kommt auf viele Familien eine enorme Belastung zu – emotional natĂŒrlich, aber eben auch organisatorisch und finanziell“, sagt Sabine Kraft. „Wir machen uns dafĂŒr stark, dass Kinder wie Antonia trotz ihrer Behinderungen und BeeintrĂ€chtigungen in vollem Umfang und vor allem gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Und wir werden nicht aufhören, immer wieder auf die Belange dieser Kinder und ihrer Familien aufmerksam zu machen.“ Deshalb sammelt der Bundesverband stetig Spendengelder, die dann der Kinderhospizarbeit deutschlandweit zugutekommen und eingesetzt werden, um betroffenen Familien den Alltag zu erleichtern. 

Zum Download der Pressemitteilung
Zum Download des Pressebilds

 

Hilfe ist nur einen Klick entfernt

201125 OSKAR Sorgenmail

Bundesverband Kinderhospiz richtet mit „OSKAR Sorgenmail“ ein zusĂ€tzliches Hilfsangebot fĂŒr Familien mit schwerstkranken Kindern und Trauernde ein

In Deutschland gibt es rund 50.000 Kinder und Jugendliche, die eine lebensbedrohliche oder lebensbegrenzende Erkrankung haben. Sie und ihre Familien sind oft wahre Meister darin, nur im Moment zu leben, nicht zu weit in die beĂ€ngstigende Zukunft zu schauen, sich darauf zu konzentrieren, weiterzumachen. Einfach immer weitermachen. Aber manchmal geht das nicht. Manchmal sind die Ängste zu groß, eine Krise zu bedrohlich, alles zu viel – und keiner da, dem man das anvertrauen kann oder möchte. FĂŒr solche Momente gibt es seit 2015 das „OSKAR Sorgentelefon“ des Bundesverbands Kinderhospiz. Nun hat der Dachverband der deutschen Kinderhospize sein Angebot ausgeweitet: „OSKAR Sorgenmail“, die Online-Beratung des Bundesverbands Kinderhospiz geht an den Start und das auch dank der großzĂŒgigen UnterstĂŒtzung von der Deutschen Fernsehlotterie.

„Bei OSKAR Sorgenmail kann man sich seine Gedanken und Sorgen einfach mal von der Seele schreiben“, sagt Pia Heinreich, OSKAR Leiterin beim Bundesverband Kinderhospiz. „Unser OSKAR Sorgentelefon wurde schon sehr gut angenommen, aber wir wissen, dass es oft schwer ist, ĂŒber angstbesetzte Themen wie Tod und Sterben zu sprechen. DarĂŒber schreiben fĂ€llt vielen etwas leichter.“ Das Beratungsteam von OSKAR ist ab sofort ĂŒber die Plattform www.frag-oskar.de/mail zu erreichen. „Wir beantworten Fragen und geben Informationen“, so Heinreich. Das OSKAR Sorgenmail-Team kann dazu auf eine eigene Datenbank zurĂŒckgreifen. Tausende Hilfsadressen sind dort gelistet, die den Hilfesuchenden passend zu ihrem Bedarf und ihrer Region weitergegeben werden können.

„Egal worum es geht: Unsere Online-Berater und -Beraterinnen nehmen sich Zeit, lesen aufmerksam und beantworten jede Mail mit Achtsamkeit und MitgefĂŒhl“, verspricht Pia Heinreich. Die Mitarbeitenden der OSKAR Sorgenmail sind FachkrĂ€fte aus dem Kinder- und Jugendhospizbereich und deshalb besonders erfahren, wenn es um UnterstĂŒtzung und VerstĂ€ndnis fĂŒr Betroffene geht.

„Wir haben viele Schweigeanrufer bei unserem OSKAR Sorgentelefon, und wir vermuten, dass es deshalb sehr wichtig ist, mit der Online-Beratung eine weitere Beratungsart zu bieten, die flexibel und niederschwellig ist“, sagt Sabine Kraft. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz ist stolz, dass durch eine Förderung des Bundesfamilienministeriums seit diesem Sommer ĂŒber die Hilfsplattform Frag-Oskar.de auch regelmĂ€ĂŸige Live-Chatangebote und eineSprechstunde zu sozialrechtlichen Fragen ermöglicht werden konnte. „Mit der OSKAR Sorgenmail geben wir nun allen, die sich an uns wenden wollen, die Freiheit, das ganz nach ihrem BedĂŒrfnis zu tun!“ Kraft weiß, dass allein das Niederschreiben von Gedanken eine Erleichterung sein kann. Außerdem könne Geschriebenes immer wieder nachgelesen werden. „OSKAR kann komplett anonym und kostenfrei genutzt werden“, erklĂ€rt sie.

Das OSKAR Sorgenmail-Team sichert eine Antwort innerhalb von 48 Stunden zu. Die Hilfesuchenden entscheiden mit den Beratenden gemeinsam, ob sich ein lĂ€ngerer individueller Beratungsprozess anschließt. „Auch Abschied und Trauer sind wichtige Themen, denen wir den gebĂŒhrenden Raum geben“, sagt Pia Heinreich. „Wir freuen uns sehr, dass es OSKAR nun auch als Online-Beratung gibt“, sagt Sabine Kraft. „Damit können wir kĂŒnftig bedarfsgerecht auf allen KanĂ€len noch mehr Menschen helfen!“

Zum Download der Pressemitteilung
Zum Download des Pressebilds

 

Trotz Corona wird gewichtelt

201118 Weihnachtspakete

Bundesverband Kinderhospiz veranstaltet jĂ€hrliche Weihnachtspaketeaktion mit strengen Hygienemaßnahmen

Die Herausforderungen dieses besonderen Jahres erfordern gute Nerven – und gute Planung. Lange war nicht klar, ob der Bundesverband Kinderhospiz auch in diesem Jahr wieder Hunderte Weihnachtspakete auf den Weg bringen wird, die an Familien mit einem lebensverkĂŒrzend erkrankten Kind verschickt werden sollen. „FĂŒr uns war klar: wir tun alles Menschenmögliche, um das zu schaffen“, sagt Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Dachverbands der deutschen Kinderhospize. „Viele der von uns betreuten Familien leben in finanziell schwierigen VerhĂ€ltnissen, weil erkrankte Kinder oft zeitlich intensiv betreut werden mĂŒssen. So fĂ€llt oft ein Verdienst aus, und das fĂŒhrt dazu, dass manchmal sogar Weihnachtsgeschenke ein fast unerreichbarer Luxus werden“. Seit Jahren trommelt der Verband in Lenzkirch, dem Sitz seiner GeschĂ€ftsstelle, Dutzende Helfende zusammen, die sich auch nach stundenlanger Packarbeit immer wieder begeistert schon fĂŒrs darauffolgende Jahr zur ehrenamtlichen Hilfe anmelden. „Ohne die große UnterstĂŒtzung vor Ort wĂ€re das nicht zu machen“, berichtet Kraft dankbar.

Normalerweise werden die rund 500 großen Pakete – es werden jĂ€hrlich mehr – in zwei Tagen befĂŒllt. Spiele, BĂŒcher, Kleidung, Lebensmittel und Kosmetik – der Bundesverband Kinderhospiz hat treue Partnerfirmen, die regelmĂ€ĂŸig große Lieferungen an Sachspenden in das kleine Örtchen im Schwarzwald schicken. In diesem Jahr allerdings muss die Flut der Helfenden drastisch reduziert, die Packstationen anders organisiert und sichergestellt werden, dass alles nach strengsten Hygienevorschriften ablĂ€uft. Schließlich gehören die EmpfĂ€nger der Pakete zur Hochrisikogruppe, die keinesfalls an COVID19 erkranken dĂŒrfen. „Wir schĂŒtzen unsere Mitarbeiter und Helfer maximal und haben dafĂŒr die Aktion auf eine ganze Woche ausgeweitet“, sagt Sabine Kraft.

Trotz aller Vorsicht und aller Vorschriften sind die Helfenden mit Feuereifer dabei. „Gerade dieses Jahr ist das doch besonders wichtig!“, ruft eine Ă€ltere Dame hinter ihrer Maske hervor. Wie gut, dass man sich auf Weihnachtswichtel auch in Pandemiezeiten verlassen kann.

Zum Download der Pressemitteilung
Zum Download des Pressebilds