MĂ€ngel in der Versorgung

Schwerstkranke Kinder, die nur noch begrenzte Zeit zu leben haben, und ihre Familien werden in Deutschland nicht immer optimal versorgt.

Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbands Kinderhospiz, die die Versorgungssituation in den Regionen Ostwestfalen, Berlin und Stuttgart analysiert. Die Untersuchung des Instituts „AGP Sozialforschung“ an der Evangelischen Hochschule Freiburg zeigt beispielsweise MĂ€ngel in der ambulanten Kinderkrankenpflege auf: So wurde etwa deutlich, dass in Berlin und Stuttgart vielfach geeignete PflegekrĂ€fte fehlen und  die FlexibilitĂ€t der Dienste erhöht werden mĂŒsste. Kurze EinsĂ€tze, um einem schwerstkranken Kind eine Spritze zu geben, sind hĂ€ufig unmöglich.  Die Nachfrage nach Kinderkrankenpflege ĂŒbersteigt oft die KapazitĂ€ten der Anbieter, so dass sie betroffene Familien abweisen mĂŒssen. Hinzu kommt: Nicht alle jungen Patienten, die ambulant von einem Kinderschmerztherapeuten versorgt werden mĂŒssten, bekommen diese UnterstĂŒtzung – schlicht deshalb, weil es einen solchen Experten in ihrer Heimatregion nicht gibt. Besonders ungĂŒnstig wirkt sich das Fehlen der so genannten  SAPPV-VertrĂ€ge aus, deren Abschluss seit Jahren verzögert wird. Dabei geht es um die spezialisierte ambulante pĂ€diatrische Palliativversorgung.

Zur vollstÀndigen Pressemitteilung

Schwer kranke Kinder sind auf Spenden angewiesen - Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. kÀmpft um mehr Aufmerksamkeit

Die aktuelle Hochwasserkatastrophe hat wieder einmal gezeigt, dass die Deutschen in der Not mit Spenden nicht geizen. Sie ist aber auch ein Beispiel dafĂŒr, wie sehr das Spendenaufkommen an MedienprĂ€senz und an dramatische Bilder geknĂŒpft ist. Überflutete HĂ€user, Familien in den TrĂŒmmern ihrer Existenz – das sind Szenen die sich, in jeder Nachrichtensendung wiederholt, einprĂ€gen.

Dauerhafte Not und kontinuierlicher Bedarf an Hilfe sind ĂŒber die Medien weitaus schwerer zu transportieren. So etwa das Schicksal lebensbegrenzend erkrankter Kinder. In Deutschland leben etwa 23.000 Kinder und Jugendliche mit derartigen Erkrankungen, jĂ€hrlich sterben rund 5000 von ihnen. Die Situation dieser Kinder und ihrer Familien ist nicht weniger dramatisch und mitunter existenzbedrohend und deshalb verdienen auch sie Menschen, die fĂŒr Aufmerksamkeit und finanzielle UnterstĂŒtzung sorgen. Das tut etwa der Bundesverband Kinderhospiz e.V., der im Jahr 2002 auf Initiative von ambulanten und stationĂ€ren Kinderhospizen gegrĂŒndet wurde. Der anerkannte gemeinnĂŒtzige Verein agiert als Dachverband der Kinderhospize in Deutschland, er ist Ansprechpartner fĂŒr Politik, Wissenschaft, Ärzte, Kliniken, KostentrĂ€ger, Spender und Förderer. Der Verband informiert und berĂ€t Betroffene, Interessierte, FachkrĂ€fte, Initiativen und Einrichtungen, damit sterbenskranken Kindern ein Leben mit fröhlichen Momenten, mit Spaß und mit WĂŒrde ermöglicht wird ‐ auch wenn es viel zu kurz ist.

Zur vollstÀndigen Pressemitteilung