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Sie sind große Schwestern und kleine BrĂŒder, geliebte Kinder, Enkel und SpielgefĂ€hrten in Kita und Schule: Rund 2.500 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren erkranken in Deutschland jĂ€hrlich an Krebs (Quelle: Robert-Koch-Institut), fast 1100 von ihnen an LeukĂ€mie oder einer anderen Erkrankung des blutbildenden Systems. In der Altersgruppe unter 15 Jahren ist Krebs besonders bösartig: Die Tumorzellen vervielfachen sich rasend schnell. Am hĂ€ufigsten werden LeukĂ€mien (Blutkrebs), Tumoren des Gehirns und des RĂŒckenmarks sowie Lymphknotenkrebs diagnostiziert.

„Eine solche Diagnose kommt fĂŒr Familien meist aus heiterem Himmel“, weiß Sabine Kraft, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverband Kinderhospiz, „und mit ihr gerĂ€t das Leben der ganzen Familie aus den Fugen“. Der Dachverband der deutschen Kinderhospizeinrichtungen bietet mit seinen Mitgliedern Hilfe und UnterstĂŒtzung fĂŒr Betroffene, ab der Diagnose bis in die Phase der Trauer. „Von einem Tag auf den anderen Ă€ndert sich das ganze Leben. In dieser Situation muss rund um die Uhr Hilfe und Beratung verfĂŒgbar sein, um den Familien Halt zu geben.“ Krebs hat niemand allein. Die ganze Familie ist von dieser Erkrankung betroffen. Deshalb hat der Bundesverband Kinderhospiz das OSKAR Sorgentelefon ins Leben gerufen. Unter der Nummer 0800 8888 4711 ist die Hilfs-Hotline 365 Tage im Jahr durchgehend, kostenfrei und anonym zu erreichen. Die professionell geschulten Telefonberaterinnen und Telefonberater stehen fĂŒr Fragen rund um lebensverkĂŒrzende Erkrankungen zur VerfĂŒgung, vermitteln hilfreiche Adressen oder hören auch einfach nur zu.

Neben einem offenen Ohr gibt der Bundesverband Kinderhospiz den Kindern und jungen Erwachsenen darĂŒber hinaus auch ein Gesicht. Der Tod und lebensverkĂŒrzende Erkrankungen dĂŒrfen nicht lĂ€nger tabuisiert werden, sondern mĂŒssen zentrales Thema unseres gesellschaftlichen Diskurses werden. So gab es 2020 weltweit 40 % weniger Krebsdiagnosen. Nicht, weil Menschen seltener an Krebs erkranken, sondern weil schlicht weniger Untersuchungen zur FrĂŒherkennung durchgefĂŒhrt wurden. Der Fokus der medialen Berichterstattung lag auf der Pandemie und Kampagnen zur Teilnahme an FrĂŒherkennungsprogrammen rĂŒckten in den Hintergrund. Dabei wissen wir: Je frĂŒher Krebs erkannt wird, desto besser ist er behandelbar und umso eher heilbar. Kam die Diagnose LeukĂ€mie bei einem Kind noch vor etwa vier Jahrzehnten einem Todesurteil gleich, ĂŒberleben heute vier von fĂŒnf der jungen Patientinnen und Patienten ihre Erkrankung bei frĂŒhzeitiger Erkennung und Behandlung. Helfen Sie uns bei unserer Arbeit und reden Sie ĂŒber dieses Thema. Schenken sie den an Krebs erkrankten Kindern die Aufmerksamkeit, die sie verdienen und geben Sie damit dem Thema eine gesellschaftliche Stellung!

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