201125 OSKAR Sorgenmail

Bundesverband Kinderhospiz richtet mit „OSKAR Sorgenmail“ ein zusätzliches Hilfsangebot für Familien mit schwerstkranken Kindern und Trauernde ein

In Deutschland gibt es rund 50.000 Kinder und Jugendliche, die eine lebensbedrohliche oder lebensbegrenzende Erkrankung haben. Sie und ihre Familien sind oft wahre Meister darin, nur im Moment zu leben, nicht zu weit in die beängstigende Zukunft zu schauen, sich darauf zu konzentrieren, weiterzumachen. Einfach immer weitermachen. Aber manchmal geht das nicht. Manchmal sind die Ängste zu groß, eine Krise zu bedrohlich, alles zu viel – und keiner da, dem man das anvertrauen kann oder möchte. Für solche Momente gibt es seit 2015 das „OSKAR Sorgentelefon“ des Bundesverbands Kinderhospiz. Nun hat der Dachverband der deutschen Kinderhospize sein Angebot ausgeweitet: „OSKAR Sorgenmail“, die Online-Beratung des Bundesverbands Kinderhospiz geht an den Start und das auch dank der großzügigen Unterstützung von der Deutschen Fernsehlotterie.

„Bei OSKAR Sorgenmail kann man sich seine Gedanken und Sorgen einfach mal von der Seele schreiben“, sagt Pia Heinreich, OSKAR Leiterin beim Bundesverband Kinderhospiz. „Unser OSKAR Sorgentelefon wurde schon sehr gut angenommen, aber wir wissen, dass es oft schwer ist, über angstbesetzte Themen wie Tod und Sterben zu sprechen. Darüber schreiben fällt vielen etwas leichter.“ Das Beratungsteam von OSKAR ist ab sofort über die Plattform www.frag-oskar.de/mail zu erreichen. „Wir beantworten Fragen und geben Informationen“, so Heinreich. Das OSKAR Sorgenmail-Team kann dazu auf eine eigene Datenbank zurückgreifen. Tausende Hilfsadressen sind dort gelistet, die den Hilfesuchenden passend zu ihrem Bedarf und ihrer Region weitergegeben werden können.

„Egal worum es geht: Unsere Online-Berater und -Beraterinnen nehmen sich Zeit, lesen aufmerksam und beantworten jede Mail mit Achtsamkeit und Mitgefühl“, verspricht Pia Heinreich. Die Mitarbeitenden der OSKAR Sorgenmail sind Fachkräfte aus dem Kinder- und Jugendhospizbereich und deshalb besonders erfahren, wenn es um Unterstützung und Verständnis für Betroffene geht.

„Wir haben viele Schweigeanrufer bei unserem OSKAR Sorgentelefon, und wir vermuten, dass es deshalb sehr wichtig ist, mit der Online-Beratung eine weitere Beratungsart zu bieten, die flexibel und niederschwellig ist“, sagt Sabine Kraft. Die Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz ist stolz, dass durch eine Förderung des Bundesfamilienministeriums seit diesem Sommer über die Hilfsplattform Frag-Oskar.de auch regelmäßige Live-Chatangebote und eineSprechstunde zu sozialrechtlichen Fragen ermöglicht werden konnte. „Mit der OSKAR Sorgenmail geben wir nun allen, die sich an uns wenden wollen, die Freiheit, das ganz nach ihrem Bedürfnis zu tun!“ Kraft weiß, dass allein das Niederschreiben von Gedanken eine Erleichterung sein kann. Außerdem könne Geschriebenes immer wieder nachgelesen werden. „OSKAR kann komplett anonym und kostenfrei genutzt werden“, erklärt sie.

Das OSKAR Sorgenmail-Team sichert eine Antwort innerhalb von 48 Stunden zu. Die Hilfesuchenden entscheiden mit den Beratenden gemeinsam, ob sich ein längerer individueller Beratungsprozess anschließt. „Auch Abschied und Trauer sind wichtige Themen, denen wir den gebührenden Raum geben“, sagt Pia Heinreich. „Wir freuen uns sehr, dass es OSKAR nun auch als Online-Beratung gibt“, sagt Sabine Kraft. „Damit können wir künftig bedarfsgerecht auf allen Kanälen noch mehr Menschen helfen!“

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