190401 Kinderbuch

Zum Tag des Kinderbuchs: Bundesverband Kinderhospiz ermuntert zur Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben
 
„Was fĂŒr uns Erwachsene ein großes Tabuthema ist, das können Kinder meist ganz gut akzeptieren“, sagt Sabine Kraft. Es geht um etwas, an was keiner gerne denkt: um den Tod. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Kinderhospiz sieht hier eine große Aufgabe fĂŒr Eltern, Erzieher und Lehrer. „Kinder sind neugierig. Sie haben nicht automatisch Angst vor dem Thema Sterben. Diese Unbefangenheit fĂŒhrt dazu, dass sie viele Fragen haben. Es bietet sich an, schon mit kleinen Kindern durch den Einsatz von BilderbĂŒchern offen ĂŒber den Tod zu sprechen.“ Denn jedes Kind erlebt frĂŒher oder spĂ€ter, dass es Abschiede fĂŒr immer gibt – von Opa oder Oma, einem geliebtes Haustier, und auch Mamas oder Papas können sterben, oder ein anderes Kind. „Wenn Kinder erfahren, dass auch ĂŒber ‚Sterben‘ offen gesprochen werden darf, können sie besser damit umgehen, wenn bei ihnen selbst oder in ihrem Umfeld ein Trauerfall eintritt“, weiß Kraft.
Nicht nur das Sterben, auch das Kranksein ist ein Thema, das lĂ€ngst den Einzug in die Kinderliteratur gefunden hat. BĂŒcher wie „An der Leine“ von Anja Gumprecht oder „Was ist los mit Ben“, das von FachkrĂ€ften aus der Kinderpalliativ-Weiterbildung geschrieben wurde, haben schwerstkranke Kinder zum Thema. In Deutschland gibt es weit ĂŒber 40.000 Familien, die ein lebensverkĂŒrzend erkranktes Kind haben, und viele Tausende mehr, die um ein Kind trauern. Der Bundesverband Kinderhospiz unterstĂŒtzt LehrkrĂ€fte, Erzieherinnen und Erzieher durch Workshops und Beratung – und natĂŒrlich mit jeder Menge Literaturtipps.

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