Erweiterung des HOSPIZ STUTTGART

Eine zusätzliche Immobilie schafft die Voraussetzung für ein Stationäres Kinder- und Jugendhospiz

Am 23.09.2011 kauften der Förderverein HOSPIZ STUTTGART e.V. und die Träger des HOSPIZ STUTTGART die Villa des heutigen Institut Français. Damit kommen wir einen entscheidenden Schritt weiter zu unserem neuen stationären Kinderhospiz. Zusätzlich zur Stafflenbergstraße 22 wird in der nah gelegenen Diemershaldenstraße 11 Raum für Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen geschaffen.

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Kinderschutzpreis des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Rheinland-Pfalz geht an das Kinderhospiz Sterntaler

Im Rahmen einer Feierstunde in Schloss Waldthausen vergab der DKSB RLP e.V. den „Kinderschutzpreis“ in diesem Jahr an das Kinderhospiz Sterntaler e.V., Mitglied des Bundesverband Kinderhospiz e.V., in Dudenhofen. Die Einrichtung ist das erste und bisher einzige stationäre Kinderhospiz in Rheinland-Pfalz. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert, die der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz gestiftet hat.

"Der Kinderschutzbund freut sich, mit Sterntaler eine Einrichtung auszuzeichnen, deren Mitarbeiter mit hohem Einsatz Kindern und ihren Familien in einer existenziell bedrohlichen Situation intensiv beistehen", so Christian Zainhofer, 1. Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Kinderschutzbundes bei der Überreichung des Preises.

Als Schirmherr der Auszeichnung betonte Ministerpräsident Kurt Beck in seinem Grußwort: "Kaum etwas bewegt uns mehr als das Leiden und Sterben von Kindern. Die professionelle Begleitung der Familien durch die ambulanten Pflegedienste und die ehrenamtliche Hospizarbeit sind daher besonders wichtig. Sterntaler ist mit dem stationären Kinderhospiz, als Ergänzung zu ihrer häuslichen und ambulanten Pflege, für die schwerstkranken Kinder und ihre Familien, die eine Auszeit aus der täglichen Routine und Belastung brauchen, ein gutes Angebot." Mit einem sehr persönlichen Erlebnisbericht verdeutlichte der Ministerpräsident, wie wichtig es ist gerade an solchen Orten eine einfühlsame und würdevolle Atmosphäre zu erleben und lobte die Sterntaler für ihr diesbezügliches Engagement und gratulierte ihnen zu der erfolgreichen Umsetzung ihrer vielschichtigen Arbeit und dem dafür erhaltenen Preis.

"Sterntaler widmet sich einer Aufgabe, die viel Kraft und Ausdauer erfordert. Und Sterntaler zeigt, dass mit der Initiative einiger engagierter Menschen Großes bewegt werden kann", würdigte Beate Läsch-Weber, Präsidentin des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, den Preisträger.

Sterntalerbotschafter Laith Al Deen kam eigens angereist, um seine Sterntaler musikalisch zu unterstützen. Er unterstrich die Philosophie des Kinderhospizes mit seinem stimmungsvollen Song: "Sicher sein". Poet Al Deen kennt das Kinderhospiz und die Sterntalerfamilien von seinen Besuchen gut und wusste genau, wovon er sprach und wofür er sang. Es war nicht nur seine Darbietung unplugged, sondern auch die ganze Atmosphäre, die er erzeugte.

Daran fügte sich ebenso beseelt die Laudatio von Schauspieler und Sterntalerbotschafter Peter Schell. Auch er ging auf die Besonderheit von Dudenhofen und die dort herrschende Geborgenheit und das liebevolle Miteinander ein, schilderte seine Eindrücke und Berührtheit und würdigte seine Sterntaler für ihr wichtiges Engagement.

Christian Zainhofer vom Kinderschutzbund überreichte den Preis gemeinsam mit Ministerpräsident Kurt Beck und Präsidentin Beate Läsch-Weber im Rahmen der Feierstunde. In der Begründung für die Verleihung des Kinderschutzpreises an das Kinderhospiz Sterntaler heißt es: "Das stationäre 'Kinderhospiz Sterntaler' in Dudenhofen erhält den Kinderschutzpreis für seinen wichtigen Beitrag bei der Begleitung und Betreuung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien. Als Ort der Erholung, des Rückzugs sowie der Begegnung mit anderen Betroffenen kann es den Kindern und ihren Familien zu mehr Lebensqualität verhelfen, eine Auszeit vom Alltag schaffen und ihnen das Gefühl vermitteln, in einer schweren Lebensphase nicht allein gelassen zu sein." Ursula Demmer, Geschäftsführerin des Kindershospizes Sterntaler, dankte dem Kinderschutzbund, den Sparkassen und dem Land für diese Anerkennung. Sie nahm die Auszeichnung als Bestätigung und Aufforderung für alle stationären wie ambulanten Kinderhospize in ganz Deutschland an, diese wichtige Aufgabe mit unverminderter Kraft weiter zu erfüllen.

Hintergrundinformation: Seit 1968 ist der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. (DKSB RLP e. V.) die Lobby für Kinder in Rheinland-Pfalz: Über 1500 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und über 100 Menschen hauptamtlich in 23 Orts- und Kreisverbänden. Über 3000 Mitglieder helfen – unabhängig von weltanschaulichen, konfessionellen oder parteipolitischen Interessen – mit, dass die in der 1989 vereinbarten UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte von Kindern Realität werden.

Welthospiztag, 08. Oktober 2011

1988 veranstaltet das Princess Alice Hospiz in London vor seinen Toren ein Konzert, um in der Öffentlichkeit auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Aus dieser Veranstaltung hat sich inzwischen der jährliche Welthospiztag entwickelt, der immer am zweiten Samstag im Oktober stattfindet.

Anlässlich des Welthospiztag am 8. Oktober 2011 werden tausende Menschen in rund 80 Ländern bei mehr als 1.000 Veranstaltungen zusammenkommen, um zu feiern, zu unterstützen und über Hospizarbeit und Palliativpflege zu informieren.

Das Thema in diesem Jahr lautet: Viele Krankheiten, viele Stimmen...

Das internationale Netzwerk für palliative Pflege für Kinder ICPCN hat diesen Tag für die Veröffentlichung seines neues Buches ‘Touching Rainbows - Acknowledging the child’s voice in palliative care’ gewählt. Dieses Buch ist die große Chance, die Stimmen vieler Kinder zu hören, deren Leben – und das ihrer Familien – von lebensbedrohlichen Bedingungen beeinträchtigt und bestimmt wird. Mit ihrer Ehrlichkeit und Offenheit erzählen die Kinder ihre Geschichten in Form von Erzählungen, Gedichten und Bildern. Aus aller Welt teilen sie ihre Erfahrungen, wobei die Erzähler entweder die Kinder selbst oder, in den Fällen, in denen ihre eigenen Stimmen nicht zu hören sind, die sie liebenden Eltern oder Geschwister sind.

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Zur Pressemitteilung "ICPCN: Eine Stimme für Kinder in aller Welt. Am 08. Oktober ist Welthospiztag"

Mitglieder des Bundestages besuchen Kinderhospiz

Bundesverband Kinderhospiz e.V. drängt auf Verbesserung der finanziellen Situation

Am Mittwoch, dem 28. September 2011 besuchte die Kinderkommission des Deutschen Bundestages das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Niederschönhausen. Zu dem Termin eingeladen hatte der Bundesverband Kinderhospiz e.V. als Dachverband für Kinderhospize und ambulante Kinderhospizdienste. Einrichtungen wie das Hospiz Sonnenhof begleiten Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien auf ihrem schweren Weg. Sie sorgen für Unterstützung, Entlastung und Verständnis und helfen den Familien, den Alltag zu organisieren und eine neue Lebensperspektive entwickeln.

"Uns ist es wichtig, der Bundestagskommission die ganzheitliche Arbeit eines Kinderhospizes vorzustellen" so Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V.

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages befasst sich zurzeit schwerpunktmäßig mit dem Thema "Kinder und Trauer". Sie nimmt sich damit eines Themas an, das in der Öffentlichkeit wenig Beachtung findet und häufig tabuisiert wird. Ziel des Bundesverband Kinderhospiz e.V. ist es, dem Schweigen entgegen zu arbeiten und den Betroffenen mit ihren Problemen Gehör zu verschaffen. Den Bundestagsabgeordneten werden die Vertreter des Verbandes im Sonnenhof erläutern, wo sie dringenden Verbesserungsbedarf für die Rahmenbedingungen der Kinderhospizarbeit sehen: in der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen etwa muss ein bundesweit einheitliches Abrechnungsverfahren entwickelt werden, der Verband fordert zudem die Anerkennung der Palliativversorgung für Kinder, die noch Monate oder gar Jahre zu leben haben. Ebenso muss die Arbeit von Ärzten, Psychologen und Pädagogen im Kinderhospiz und in Hospizdiensten von den Krankenkassen anerkannt werden.  Dass die Kinderhospizarbeit neben öffentlichen Zuschüssen und Geld von Krankenkassen auch Eigenmittel - etwa aus Spenden - aufbringen muss, ist für den Bundesverband selbstverständlich. Eine grundlegende Verbesserung der Finanzierung von Kinder-hospizarbeit ist jedoch unumgänglich, denn Trauerbegleitung muss bezahlt werden. Im Bereich der Prävention – also der Betreuung von Eltern, Angehörigen und ganz besonders der Geschwister von betroffenen Kindern – sieht der Verband ebenso Nachholbedarf wie bei den Sachkosten im ambulanten Kinderhospizbereich oder der Unterstützung beim Aufbau von Hospizdiensten.

"Dieser Termin, so unsere Hoffnung, ist ein wichtiger Schritt, den Betroffenen in ihrer extremen Belastungssituation endlich zumindest einen Teil der finanziellen Sorgen abzunehmen", ergänzt Kraft weiter.

Zur Pressemitteilung auf www.bundesstiftung-kinderhospiz.de

Zum Artikel auf www.mitmischen.de

Weltkindertag 2011: Auch kranke Kinder haben eine Stimme!

Freiburg, 16.09.2011, Anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2011 erinnert der Bundesverband Kinderhospiz e.V. daran, die Rechte von lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken. Politik und Krankenkassen müssen stärker als bisher berücksichtigen, dass Kinderhospizarbeit in Deutschland dringend gefördert werden muss.

Kinderhospizarbeit ist noch immer auf Spenden angewiesen, nur rund 50 Prozent der laufenden Kosten werden von den Kostenträgern erstattet. Nach wie vor eine unbefriedigende Situation, weil es den Einrichtungen und der gesamten Bewegung auf Dauer schaden wird. In den Bundesländern gibt es auch mit der neuen Gesetzeslage keine einheitliche Kostenerstattung: je nach Land und Krankenkasse werden viele Aufenthalte nicht als Hospizaufenthalte bewilligt. "Auch kranke Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Wünschen und Vorstellungen, mit denen Sie zum großen Teil die Arbeit in den Hospizen beflügeln. Da sie aber leider aufgrund ihrer Krankheit sich nicht einmischen können, wollen wir dies gerne am Weltkindertag tun", so Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V.

Zum vollständigen Artikel auf www.lifepr.de