Geldspenden für Extremlauf gesucht - Steil bergauf für Kinderhospizarbeit

Auch wenn viele Laufenthusiasten in den vergangenen Jahren für einen Boom der Stadtmarathons gesorgt haben – für die meisten Menschen ist es immer noch ein Rätsel, wie und warum jemand 42 Kilometer am Stück rennen sollte. Prof. Dr. Christian Loffing, Vorstandsmitglied des Bundesverband Kinderhospiz e.V. und Thomas Edel, Vorstandsmitglied des Fördervereins Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf, haben einen guten Grund: sie wollen Geld für die Kinderhospizarbeit sammeln. Und die beiden haben sich dazu keinen normalen Marathon ausgesucht. Sie werden beim Interlakener Jungfrau-Bergmarathon am 10. September 2011 an den Start gehen. Der Lauf vom schweizerischen Interlaken über Wengen bis hinauf zur Kleinen Scheidegg überwindet auf der Distanz von 42,195 Kilometern 1829 Höhenmeter. Zum Vergleich: das Profil des München-Marathons bringt es gerade einmal auf 50 Höhenmeter.

"Wir wollen, dass jeder von uns gelaufene Kilometer und jeder erklommene Höhenmeter der Bundesstiftung Kinderhospiz sowie dem Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf und damit vor allem den betroffenen Kindern und ihren Familien zugute kommt", erklärte Christian Loffing. Sein Anliegen ist es, dass möglichst viele Menschen das Engagement der beiden mit einer Geldspende unterstützen. "Egal, ob Sie einen Euro für jeden absolvierten Kilometer, einen Cent für jeden erklommenen Höhenmeter oder eine kleinere oder größere Summe spenden – jeder Euro hilft, die Situation lebensverkürzt erkrankter Kinder und deren Familien wirksam zu verbessern", so Loffing. Die Bundesstiftung Kinderhospiz ist als mildtätige Stiftung anerkannt, Zuwendungen sind deshalb steuerlich absetzbar.

Mehr als ein halbes Jahr intensiver sportlicher Vorbereitung wird sich am 10. September 2011 hoffentlich bezahlt machen. In der Vorbereitung wurden die beiden Athleten bereits mit Material der Firma Mizuno unterstützt, außerdem hat Air Berlin eine großzügige Spende angekündigt. „Nun hoffen wir, dass unser Engagement auch von weiteren Partnern gewürdigt wird. Wir sind uns sicher, dass uns jeder gespendete Euro mehr ordentlich motivieren wird“, sind die beiden kurz vor dem Wettkampf optimistisch.

Informationen:

Spendenzweck: Benefizlauf Christian und Thomas

Spendenkonto 14 27 008 - BLZ 680 300 00 - Bankhaus Mayer, Freiburg

www.jungfrau-marathon.ch

www.kinderhospiz-regenbogenland.de

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Bayer und DFB unterstützen Kinderhospiz Löwenherz: König Fußball stand im Mittelpunkt der Geschwister-Sommertage

Syke, 8. August 2011 - Das Syker Kinderhospiz Löwenherz veranstaltete wie in jedem Jahr seine beliebten Geschwister-Sommertage. Die Bayer AG und der Deutsche Fußball-Bund nahmen dies für einen Besuch und die Unterstützung der nahe Bremen liegenden Einrichtung zum Anlass. Neben einer "Kinderträume"-Torwand konnten sich die Hospizvertreter dabei über eine Zuwendung von 3.000 Euro für die Ausrichtung der Geschwister-Sommertage freuen.

Bei den Geschwister-Sommertagen, die diesmal unter dem Motto "Siegen ist schön - Freunde haben ist schöner" standen, treffen sich Schwestern und Brüder lebensbegrenzt erkrankter Kinder, die im "Löwenherz" zu Gast sind oder waren. Das Interesse an dem Camp war enorm: 26 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 15 Jahren kamen zusammen, um bei vielfältigen Freizeitaktivitäten wie Schwimmen, eigene Fußbälle herstellen oder Basteln mitzumachen.

"Die Geschwister unserer schwerstkranken Kinder müssen sehr oft Rücksicht nehmen und fühlen sich im Alltag manchmal im Abseits. In unserem Sommer-Camp kommen die Kinder mit anderen zusammen, die das Familienleben mit einem schwerkranken Bruder oder einer schwerkranken Schwester teilen. Neben Spaß und spannenden Erlebnissen entsteht hier ein Gemeinschaftsgefühl, dass die Kinder stärkt - das ist uns wichtig", erklärt Gaby Letzing, Leiterin des Kinderhospiz Löwenherz. "Über die Unterstützung von Bayer und DFB zum diesjährigen, im Zeichen von König Fußball stehenden Sommercamp freuen wir uns sehr", so Letzing weiter.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Geschwister-Sommertage lag im Thema Fußball. Die Veranstalter hatten einen großen Fußball-Parcours mit zahlreichen Betätigungsmöglichkeiten aufgebaut. Da passte es umso besser, dass DFB und Bayer dem Kinderhospiz und seinen kleinen Gästen - neben einem Zuschuss von 3.000 Euro für die Veranstaltungsdurchführung - zahlreiche Fußball-Merchandising-Artikel und eine echte Torwand für den dauerhaften Spiel und Spaß-Einsatz mitbrachten.

Die Fußball-Torwand trägt den bunten Schriftzug der DFB-Kampagne "Kinderträume". "Im Rahmen dieser Initiative engagieren sich Bayer und DFB gemeinsam für deutsche Kinderhospize und Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Oft mit einem Tabu belegt, wollen die Partner das Thema durch die Strahlkraft des Fußballs einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Dabei soll auch deutlich werden: Ein Kinderhospiz ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern vor allem ein Ort des Lebens", erläutert Jürgen Beckmann, Sportkoordinator der Bayer AG, die Idee hinter dem gemeinsamen Engagement.

Schwerkranke Kinder und Jugendliche kommen seit der Eröffnung des Kinderhospizes im Jahr 2003 mit ihren Eltern und Geschwistern in das am Standrand von Syke liegende Löwenherz. Die erkrankten Kinder werden hier fürsorglich von erfahrenen und engagierten Pflegekräften und Ärzten umsorgt. Die Familien können sich während des Aufenthaltes ein wenig entspannen. Sie tanken Kraft und kehren gestärkt mit ihren Kindern nach Hause zurück. Manche Familien kommen auch ins Löwenherz, um dort die letzten Tage oder Wochen mit ihrem Kind zu verbringen und Abschied zu nehmen. Das sterbende Kind bekommt alles, um möglichst schmerzfrei zu sein. Die Eltern und Geschwister werden in der Trauerarbeit unterstützt. Das Leben in einem Kinderhospiz kommt einer Dorfgemeinschaft sehr nahe - verbunden in Freude und in Leid. Die Kosten für das Kinderhospiz werden zu etwa 65% durch Spenden und zu rund 35% über die Krankenkassen finanziert.

Interkulturelle Öffnung in der Kinderhospizarbeit

Der Bundesverband Kinderhospiz bietet ein 1,5-tägiges Grundlagenseminar zum Thema "Interkulturelle Verständigung", eine Qualifizierung für Mitarbeitende und Kinderhospizen und Kinderhospizdiensten, an. Das Seminar findet vom 21.11. bis 22.11.2011 in München statt.

Die Betreuung und Begleitung von Familien unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft sind Alltag für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller stationären und ambulanten Kinderhospizdienste.

Manchmal passiert es, dass ein Handdruck verweigert wird, oder dass ein Gespräch nicht so geführt werden kann, wie man es erwartet und vielleicht als angemessen empfunden hätte. Der Umgang mit Krankheit, Sterben und Trauer ist ein anderer… - Vertraute Verhaltens-, Lebens- und Denkweisen werden dabei als „normal“ empfunden – Unterschiede fallen auf, und es können Missverständnisse entstehen.

Die Fortbildung hat das Ziel, unterschiedliche Wahrnehmungsmuster im kulturellen Kontext bewusst zu machen, den Begriff „Kultur“ zu klären und die Bedeutung von kulturellen Unterschieden im Arbeitsalltag zu beleuchten. Mit vielfältigen Methoden wird u. a. auf die Themen verbale und nonverbale Kommunikation, personenbezogene und sachbezogene Orientierung eingegangen; gesellschaftliche und persönliche Werte werden benannt.

Zur vollständigen Ausschreibung

Für Mitglieder des Bundesverband Kinderhospiz ist die Teilnahme kostenlos. Für Nichtmitglieder wird ein Kostenbeitrag von 50 Euro berechnet.

Ab sofort am Kiosk: Der farbenfrohe Bulli

In der Ausgabe "Gute Fahrt" 7/11 auf Seite 32 berichtet die Journalistin Magdalena Weinle über den farbenfrohen Bulli der Bundesstiftung Kinderhospiz. Das Magazin gehört zu den allerersten Autotiteln und zugleich zu den allerersten special-Interest-Zeitschriften auf dem deutschen Markt überhaupt. Auflage: 100.000 Exemplare. Kompetenz und Glaubwürdigkeit sind in über 50 Jahren zum Markenzeichen von GUTE FAHRT geworden.

Im Dezember 2010 übergab Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt in Wolfsburg, einen von Volkswagen Nutzfahrzeuge gesponserten Transporter des Typ T2b, Baujahr 1978, an die Bundesstiftung. Seitdem ist er auf Deutschlands Straßen unterwegs und demnächst auch erhältlich als Modell im Maßstab 1:87 für den Schreibtisch.

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Erfolgreicher Abschluss des Aufbaumoduls Palliative Care Pädiatrie

Vom 06.06.-10.06.2011 führte der Bundesverband Kinderhospiz in Kooperation mit dem Institut für Weiterbildung an der Evangelischen Hochschule e.V. und dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Freiburg das Aufbaumodul Palliative Care Pädiatrie durch. Die Weiterbildung fand im Margarete Ruckmich-Haus in Freiburg statt und wurde von 12 Teilnehmern besucht, welche der Veranstaltung ein durchweg positives Urteil ausstellten. Zustimmung gab es auch für die Referenten und den Veranstaltungsort.

Während der Gesamtstundenzahl von 50 Unterichtseinheiten wurden die folgenden Themenkomplexe behandelt:

  • Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen

  • Das Kind, der Jugendliche aus entwicklungspsychologischer Sicht

  • Psychosoziale und spirituelle Aspekte in der pädiatrischen Palliativversorgung

  • Das Bezugssystem (Familie, Peers)

  • Physische Aspekte der Erkrankung, Behandlung und Pflege

  • Das multiprofessionelle Team in der pädiatrischen Palliativversorgung

  • Der professionelle Helfer in der pädiatrischen Palliativversorgung

  • Ethische und rechtliche Grundlagen der pädiatrischen Palliativversorgung

  • Organisatorische Aspekte
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    Der Bundesverband Kinderhospiz plant für das kommende Jahr ein weiteres Aufbaumodul Palliative Care.