Verleihung des ersten Kinderhospizsiegels in Deutschland - Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe ist von TÜV Rheinland geprüft

Balthasar tuev artikel

v.l.n.r.: Gero Gieseler (QMB, Balthasar), Sabine Kraft (Geschäftsführung Bundesverband Kinderhospiz e.V.), Rüdiger Barth (Hospizleitung Balthasar), Olaf Seiche (TÜV Rheinland), Nicole Bracht-Bendt (MdB und Mitglied der Kinderkommission des Deutschen Bundestages)

Erstmals in Deutschland wird einem Kinderhospiz ein eigens entwickeltes Zertifikat für verlässliche Qualitätsstandards verliehen. Dafür wurde das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe von einer Prüferin des TÜV Rheinland auf Herz und Nieren begutachtet. Die Schirmherrschaft über das Kinderhospizsiegel hat die FDP-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende (bis April 2012) der interfraktionellen Kinderkommission des Deutschen Bundestages Nicole Bracht-Bendt übernommen.

Kinderhospize und ambulante Kinderhospizdienste begleiten Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien auf ihrem schweren Weg. Sie sorgen für Unterstützung, Entlastung und Verständnis und helfen den Familien, den Alltag zu organisieren und eine neue Lebensperspektive entwickeln.

Bereits im Jahr 2006 hatten sich Kinderhospize mit der Frage beschäftigt, wie einheitliche Qualitätsstandards für ihre komplexe und schwierige Arbeit formuliert werden könnten. Ein Arbeitskreis erfasste die Strukturdaten eines Kinderhospizes: mindestens acht Betten, pädiatrische Palliativ-Fachkräfte, Abschiedsbereich, umfassende Trauerbegleitung, Qualifizierung und fachliche Begleitung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind einige Beispiele.

Um verlässliche und transparente Qualität in der Kinderhospizarbeit sicherzustellen entstand die Idee, ein eigenes Siegel zu entwickeln. Mithilfe eines Beratungsunternehmens wurde gemeinsam ein Handbuch entwickelt, das als Muster für alle Kinderhospize dienen sollte. Es wurde im Jahr 2011 fertiggestellt und enthält die Beschreibung aller Abläufe in einem Kinderhospiz. Die Umsetzung dieser Prozesse entspricht einer DIN ISO Zertifizierung. "Das war uns aber nicht genug - wir wollten ein spezifischeres Siegel entwickeln", sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V.. Also wurden gemeinsam definierte Strukturdaten in die Zertifizierung aufgenommen. "Wenn nun ein Kinderhospiz alle Prozesse des Handbuchs auf seine eigenen Prozesse übertragen hat, kann es eine Zertifizierung beantragen", erklärt Kraft weiter. Durchgeführt wird die Zertifizierung von TÜV Rheinland, Siegelverleiher ist der Bundesverband Kinderhospiz e.V.. Das Kinderhospizsiegel gilt für drei Jahre.

Eine speziell für den Pflegebereich qualifizierte Prüferin von TÜV Rheinland hat die Umsetzung der Anforderungen nun im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe überprüft. Zusätzlich wurde Balthasar selbst mit den Räumlichkeiten, den Angeboten und der Struktur des Hauses, sowie der personellen Ausstattung auf der Grundlage eines Fragebogens des Bundesverband Kinderhospiz e.V. beurteilt; die Einrichtung erhält jetzt als erstes Kinderhospiz das Siegel des Verbandes. Balthasar-Leiter Rüdiger Barth: "Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir als erstes deutsches Kinderhospiz nun auch das erste sind, das dieses Qualitätssiegel erhält. Es ist eine Bestätigung unserer Arbeit und gibt unseren Familien noch mehr Sicherheit, hier gut aufgehoben zu sein."

"Mit dem Zertifikat gibt der Bundesverband zukünftig den Familien erkrankter Kinder eine wichtige Orientierung zur Auswahl einer geeigneten Einrichtung", fasst Sabine Kraft den Nutzen des Siegels zusammen.

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Presseecho:

 

Einladung Pressetermin

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. lädt zu einem Pressetermin am

16. Mai 2012 um 10.30 Uhr im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar,
Maria-Theresia-Str. 30a - 30b, 57462 Olpe ein.


Anlass ist die Vergabe des ersten geprüften Kinderhospizsiegels (TÜV) an ein Kinderhospiz in Deutschland. Die Schirmherrschaft über das Kinderhospizsiegel hat die FDP-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende (bis April 2012) der interfraktionellen Kinderkommission des Deutschen Bundestages Nicole Bracht-Bendt übernommen.

Kinderhospize und ambulante Kinderhospizdienste begleiten Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien auf ihrem schweren Weg. Sie sorgen für Unterstützung, Entlastung und Verständnis und helfen den Familien, den Alltag zu organisieren und eine neue Lebensperspektive entwickeln.

Seit dem Jahr 2006 haben sich Kinderhospize in Deutschland über einen einheitlichen Qualitätsstandard für ihre komplexe und schwierige Arbeit Gedanken gemacht. So entstand ein Handbuch, das nunmehr alle Prozesse in einem Kinderhospiz dokumentiert.

Der TÜV Rheinland hat die Umsetzung dieser Prozesse im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe überprüft, es wird nun als erstes Kinderhospiz durch den Bundesverband Kinderhospiz e.V. zertifiziert. Mit dem Zertifikat gibt der Bundesverband zukünftig den Familien erkrankter Kinder eine transparente Orientierungsmöglichkeit zum Standard der Einrichtungen in Deutschland.

Pressekontakt: Rainer Rettinger, Mobil 0160 90389798

Benefizkonzert mit Kim Sanders und Elen Wendt am 2. Juni 2012

Elen-Kim



Kim Sanders und Elen Wendt, Botschafterinnen der Bundesstiftung Kinderhospiz, sind am 2. Juni dabei! Im Rahmen eines Benefizkonzertes für die Bundesstiftung Kinderhospiz gestalten sie ab 19.30 Uhr ein besonderes Konzert in der Essener Weststadthalle.

!SING – DAY OF SONG schafft neue Verbindungen und setzt Impulse. So ist das „Benefizkonzert für die Bundesstiftung Kinderhospiz“ in Kooperation mit der Folkwang Musikschule am 2. Juni ein Beispiel für ein zukunftsweisendes Angebot, Spaß zu haben, zu singen und gleichzeitig zu helfen. Kinder helfen hier Kindern, Profis unterstützen durch ihr Engagement und alle erleben gemeinsam, wie erfüllend es sein kann, zu Singen und Gutes zu tun! Die Karten kosten 15,00 € und sind telefonisch zu bestellen unter 01805 18 16 50 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42€/Min. aus dem Mobilfunk).

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„116 117“ - Notdienstnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst startet

Die Sicherstellung einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und möglichst wohnortnahen medizinischen Versorgung ist ein zentrales gesundheitspolitisches Anliegen. Dazu gehört, dass für Patientinnen und Patienten auch außerhalb der normalen Sprechstunden ein Ansprechpartner in medizinischen Fragen zur Verfügung steht.

Das Bundesministerium für Gesundheit begrüßt den Start für eine bundesweit einheitliche und kostenlose Notdienstnummer „116 117“. Ab dem 16. April 2012 wird diese Nummer in fast allen Bundesländern verfügbar sein. Sie ermöglicht jedem Bürger, den ärztlichen Bereitschaftsdienst vor Ort auf einfache Art und Weise zu erreichen. Eine aufwändige Suche nach regional unterschiedlichen Nummern entfällt.

Der unter der 116 117 angebotene Dienst wird die Anrufer in dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen, vor allem auch außerhalb der normalen Dienst-zeiten, am Wochenende und an Feiertagen, zu medizinischen Diensten weiterleiten. Betroffene können so in Krankheitsfällen auch ohne Notarzt medizinische Hilfe erhalten. Der Anrufer wird dabei mit ausgebildetem Personal einer Anrufzentrale oder direkt mit einem qualifizierten praktischen oder klinischen Arzt verbunden.

Weitere Informationen zur neuen Notdienstnummer und zur aktuellen Verfügbarkeit finden Sie im Internet unter http://www.116117info.de

Vorakündigung Fachkongress PALLIATIVE CARE, SPIRITUAL CARE, STERBEBEGLEITUNG und TRAUERFORSCHUNG

Der 3. FACHKONGRESS zu PALLIATIVE CARE, SPIRITUAL CARE, STERBEBEGLEITUNG und TRAUERFORSCHUNG findet am 10 - 11. Mai 2012 in der Messe Bremen statt.