„Reste“ bringen 15.000 Euro

 

171219 RestCentAktion kr

Landesbank Baden-Württemberg sammelt mit „Rest-Cent-Aktion“ der Mitarbeiter für den Bundesverband Kinderhospiz

Es ist ein beliebtes deutsches Sprichwort: „Kleinvieh macht auch Mist“. Wie viel Wahrheit darin steckt, und wie viel zusammenkommen kann, wenn vermeintlich kleinste Beiträge gesammelt werden, zeigte sich so kurz vor Weihnachten bei einer Spendenübergabe in der Landesbank Baden-Württemberg: 15.000 Euro konnten dort an den Bundesverband Kinderhospiz übergeben werden!
Der Betrag kam zustande, weil die Beschäftigten der LBB das ganze Jahr über großzügig auf die Centbeträge auf ihren Lohnabrechnungen verzichtet hatten. Mit der so genannten „Rest-Cent-Aktion“ unterstützt die Landesbank nun im dritten Jahr soziale Projekte; diesmal soll das Geld dem OSKAR Sorgentelefon zu Gute kommen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen“, sagten Martin Kuon und Monika Sporer von der LBBW wie aus einem Munde. Um diese Bereitschaft zur Unterstützung zu honorieren, stockte die Landesbank die Spendensumme auf 15.000 Euro auf.
„Es ist sagenhaft, wenn man sieht, dass durch einen relativ kleinen Verzicht der Einzelnen dann eine solche Summe zustande kommen kann“, zeigte sich Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, beeindruckt. „Ich möchte mich ausdrücklich bei jedem einzelnen Spender bedanken. Sie hatten dieses Geld ganz wortwörtlich ‚verdient‘. Umso wundervoller, dass sie so großzügig und mitfühlend sind und damit unser OSKAR Sorgentelefon unterstützen. Damit haben Sie ganz direkt Menschen geholfen, die auch etwas verdient haben – nämlich unsere Hilfe. Danke, dass Sie dies möglich machen!“

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Hilfe auf vier Rädern

171204 PM Marbet

Agentur Marbet spendet 15.000 Euro an Familie mit unheilbar krankem Kind

„Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar wir sind!“ Isolde Wolfmüller ist sichtlich bewegt, als sie den Scheck entgegen nehmen darf. Einen Scheck, der der Familie aus Karlsruhe das Leben um so vieles leichter machen wird. 15.000 Euro spendet die Firma Marbet an die vierköpfige Familie, die vom Bundesverband Kinderhospiz betreut wird – denn ihre zehnjährige Tochter Antonia leidet an SMA, Muskelschwund, und sitzt wegen dieser unheilbaren Krankheit im Rollstuhl.

Für die Familie bedeutet das Leben mit der Krankheit ein ständiges Kämpfen. Für einen möglichst normalen Alltag, für eine möglichst unbeschwerte Kindheit, für gemeinsame, glückliche Momente, und gegen alle Ängste und Sorgen, auch die finanziellen. In Deutschland gibt es über 40.000 Familien, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. Nicht nur, dass diese Familien die Gewissheit aushalten müssen, dass ihr Kind nicht erwachsen werden wird. Sie geraten auch oft in ein soziales Abseits, weil ihr Umfeld nicht mit der Situation fertig wird. Dazu kommt oft auch noch eine finanziell sehr angespannte Lage. „Viele der Anschaffungen und Kosten, die eine unheilbare Krankheit mit sich bringt, werden nicht von den Krankenkassen bezahlt“, weiß Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz.  Antonias Familie ist ein gutes Beispiel: durch die Notwendigkeit, den Rollstuhl transportieren zu müssen, ist ihr normaler PKW zu klein geworden. „Antonia muss ins Auto hinein gesetzt werden, weil sie das nicht mehr alleine kann“, berichtet ihr Vater David. „Mit unserem alten Auto ist das kaum noch möglich, ohne Toni weh zu tun. Auch der Rollstuhl ist ja größer geworden – und passt beim besten Willen nicht mehr hinein!“

„Wir freuen uns sehr, dass wir der Familie Wolfmüller mit der Spende für ein neues Auto helfen können“, sagt Ingo Schwerdfeger von der Marbet Marion&Bettina Würth GmbH in Künzelsau. Die renommierte Agentur für Live-Kommunikation hat im Sommer ein Charity-Golfturnier veranstaltet, dessen Erlös nun an Antonias Familie geht.  Bei der Scheckübergabe bedankt sich auch Sabine Kraft herzlich: „Es ist wunderbar, diese tollen Menschen unterstützen zu können. Ich bewundere, wie sehr diese Familie glückliche Momente zu schätzen weiß. Umso schöner, dass wir ihnen heute einen solchen bescheren konnten!“

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Harte Klänge, weiches Herz

171211 PM Rocknacht

Rocknacht in Treis-Karden erbrachte 10.000 Euro für die Kinderhospizarbeit

Was die Rocknacht in Treis-Karden Anfang September ausmachte, war nicht die Lautstärke. Oder die gute Stimmung. Oder die Tatsache, dass gefeiert und getanzt wurde, obwohl es nach einem Sommergewitter empfindlich kalt geworden war. All das stimmt und war herausragend, doch am bemerkenswertesten war wohl der Zweck des Konzerts: Die Rocknacht fand zu Gunsten der Kinderhospizarbeit statt.

Organisatorin der ganzen Veranstaltung war Katja Gräf, die sich für einen guten Zweck einsetzen wollte. Sie hatte das Projekt ins Leben gerufen und über einen lokalen Radiosender beworben, übernahm die komplette  Organisation, sammelte jede Menge Spenden ein und band auch Freunde, Bekannte und ihren Mann Franz Peter Gräf in das Projekt mit ein. Auf dem von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellten Festplatz spielten die Bands „Kantholz“, die „Trash Drummer“ und die „Over 40 Boys“, die für den guten Zweck alle auf eine Gage verzichtet hatten. Höhepunkt der Veranstaltung war die Auslosung der Tombola, für die jeder Besucher zusammen mit seiner Eintrittskarte ein Los erhalten hatte. Viele schöne Preise waren auch von regionalen Unterstützern gestiftet worden, der Hauptgewinn war sogar eine zweitägige Reise ins Disney Land Paris!

Durch dieses außergewöhnliche Engagement kam auch eine außergewöhnliche Summe zusammen, die nun für die Kinderhospizarbeit verwendet wird: mit 10.000 Euro unterstützt die Veranstalterin den Bundesverband Kinderhospiz! Dieser gibt die Spendensumme zu je einem Drittel weiter an das OSKAR Sorgentelefon, an betroffene Familien und an den ambulanten Kinderhospizdienst Koblenz, der auch für Treis-Karden zuständig ist.

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Lichter für Josef

171208 PM Candle

Bundesverband Kinderhospiz erinnert zum „Worldwide Candle Lighting“ am 10. Dezember an verstorbene Kinder – OSKAR Sorgentelefon steht Trauernden bei

Josef war ein tapferer kleiner Kerl. Durch Komplikationen bei seiner Geburt, die er nur knapp überlebte, erlitt Josef eine Schädigung des Gehirns, war schwerst behindert und musste intensiv rund um die Uhr gepflegt werden. Der kleine Junge wurde keine zwei Jahre alt.

Es ist nun zwei Jahre her, dass Josef verstarb. Er war nur eines der 5000 Kinder, die jedes Jahr in Deutschland an unheilbaren Krankheiten sterben. Weltweit sind es Millionen.

„Es ist ein stiller Verlust. Millionen kleiner Lichter verlöschen, von der Öffentlichkeit meist unbemerkt, denn das Thema Kinder und Tod ist ein gesellschaftliches Tabu“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz und Vorsitzende des internationalen Kinderpalliativnetzwerks ICPCN.  Doch am 10. Dezember soll weltweit auf Kinder wie Josef aufmerksam gemacht werden: beim „Worldwide Candle Lighting“ wird dazu aufgerufen, abends eine Kerze in ein Fenster zu stellen. Damit soll Mitgefühl für die betroffenen Familien ausgedrückt und an die verstorbenen Kinder erinnert werden.

Seit 1996 wird am zweiten Sonntag im Dezember auf diese besonders anschauliche Weise weltweit an verstorbene Kinder gedacht. Der Bundesverband Kinderhospiz setzt ein Zeichen, indem er sich nicht mit einer Kerze begnügt  – „Wir erleuchten jedes Fenster unserer Geschäftsstelle und fordern alle Menschen in der Region, in ganz Deutschland auf, mitzumachen!“, sagt Sabine Kraft.  „Wer ein Kind verlieren musste, ist oft unerträglich einsam. Oft geraten diese Familien auch in ein soziales Abseits, weil ihr Umfeld einfach nicht weiß, wie es mit dieser Situation umgehen soll“, weiß sie. „Das Entzünden einer Kerze ist so eine kleine Geste, und doch bewirkt sie großen Trost.“

Anlässlich des besonderen Erinnerungs-Tags veröffentlicht der Bundesverband Kinderhospiz am Sonntagabend, 10.12.2017, außerdem einen Film über den kleinen Josef, der unter www.bundesverband-kinderhospiz.de  sowie auf Facebook zu sehen ist. „Auch dieser Film zeigt auf besondere Art, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen. Wie stark und wunderbar die Familien mit ihrer Situation umgehen. Es wäre schön, wenn diese gefilmte Erinnerung an Josef dazu beiträgt, die Hemmungen beim Thema Kinderhospizarbeit abzubauen“, wünscht sich Sabine Kraft.

In Deutschland gibt es über 40.000 Familien, die mit der Gewissheit leben müssen, dass ihr Kind in absehbarer Zeit an einer unheilbaren Krankheit sterben wird. Für diese Familien, auch für die des kleinen Josef, setzt sich der Bundesverband Kinderhospiz ein und hat für sie das OSKAR Sorgentelefon eingerichtet. Diese weltweit einzigartige Hotline ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich, kostenlos und anonym unter der Nummer 0800 8888 4711 zu erreichen.  „Egal, wie lange der Verlust des Kindes her ist, egal, wie alt das Kind war – unser OSKAR ist da. Sehr oft geraten Trauernde in die Lage, das nach einer gewissen Zeit einfach niemand mehr zuhören will und kann. OSKAR aber hört zu. Gerne und jederzeit. OSKAR macht schwere Stunden leichter“, so Kraft.

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Unverzichtbare Hilfe für kranke Kinder

171204 PM Ehrenamt

Zum Tag des Ehrenamts: Freiwillige Helfer in der Kinderhospizarbeit sind Stütze der Palliativversorgung in Deutschland

Irgendwie scheinen die Tage von Ute Kaiser mehr Stunden zu haben als die anderer Menschen. Die 57-Jährige lebt in einer kleinen Gemeinde bei Bad Krozingen, im äußersten Südwesten Deutschlands. Ihr Zuhause teilt sie derzeit mit Unmengen an Kartons und Kisten, die sich sogar bis in ihre Küche stapeln: denn Ute Kaiser setzt sich mit voller Energie ehrenamtlich für die Kinderhospizarbeit in Deutschland ein.
„Hier sortiere ich gerade Spiele, die dem Bundesverband Kinderhospiz gespendet wurden“, erklärt sie und räumt eifrig Schachteln hin und her. „Diese Sachspenden sollen Familien zu Gute kommen, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. Ich gebe sie gegen Spenden bei verschiedenen Adventsbasaren ab.“ Unermüdlich tritt Ute Kaiser für den BVKH in Erscheinung, macht auf die schwierige Lage der Betroffenen aufmerksam, wirbt für Unterstützung und Verständnis, sammelt Spenden.
Ohne Menschen wie Ute Kaiser wäre die Kinderhospizarbeit in Deutschland schlicht nicht zu leisten: die vielen Tausende Ehrenamtlichen, die sich in ambulanten Diensten oder stationären Einrichtungen oder eben auf Ebene des Dachverbands engagieren, tragen das System der palliativen Versorgung. Dabei gibt es natürlich leichtere Jobs. „Es macht mich oft traurig, sogar wütend, wenn ich mitbekomme, wie die Menschen wegschauen“, berichtet Ute Kaiser. Für den Bundesverband Kinderhospiz wird sie oft in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv. Sie ist bei Messeauftritten dabei und bei Infoständen – und kennt die Kommentare derjenigen, denen das Thema zu schwer ist. „Dabei kann es für jeden von uns so schnell anders sein.“ Betroffen macht sie, miterleben zu müssen, wie Familien mit einem unheilbar kranken Kind sozial ausgegrenzt werden. Um ganz direkt mit den Betroffenen in Kontakt zu sein, hat Ute Kaiser ein Praktikum bei dem stationären Kinderhospiz “Sterntaler“ in Dudenhofen gemacht. „Das hat mich sehr stark geprägt, die unglaubliche Liebe und Achtsamkeit, mit der das Personal nicht nur den kranken Kindern begegnet, sondern auch den Familien und untereinander“, sagt Kaiser. Deshalb hat sie nun auch noch die Zusatzqualifikation erworben, mit der sie als ehrenamtliche Betreuerin ambulante Kinder- und Jugendhospizarbeit leisten darf. Auf ihren ersten Einsatz bei einer Familie freut sie sich, gleichzeitig ist es sehr aufregend: „ich begegne den Betroffenen mit unwahrscheinlichem Respekt!“

„Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind eine Säule der Kinderhospizarbeit“, weiß auch Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Sie leisten unschätzbare Hilfe, für die wir alle sehr dankbar sind.“ Gerade in Zeiten, in denen es so hektisch zugehe und viele eben nicht mehr die ‚Oma‘ oder den ‚Opa‘ um die Ecke hätten, in denen die Arbeit immer größeren Raum einnehme und jeder mit sich selbst beschäftigt sei, seien Ehrenamtliche unverzichtbar, so Kraft: „Natürlich ersetzen wir damit keine Fachaufgaben, aber Anpacken, Zuhören, Aufmerksam machen, Spielen, Vorlesen… es gibt unzählige Möglichkeiten, sich einzusetzen. Beim Bundesverband wird beispielsweise das OSKAR Sorgentelefon überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen“, berichtet Kraft. Als Telefonberater wurden die Ehrenamtlichen professionell geschult, nun ist immer einer von ihnen, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, kostenlos und anonym unter der OSKAR-Nummer 0800 8888 4711 erreichbar. Auch die Weihnachtspaket-Aktion des BVKH, bei der Hunderte Familien und Kinderhospize mit wunderbaren Sachspenden beschert werden, ist nur mit Hilfe von Ehrenamtlichen zu stemmen. „Ihnen gebührt unsere größte Hochachtung und Wertschätzung“, so Kraft.

Ute Kaiser belädt derweil das Auto ihrer Tochter. Sie ist „ein bisschen stolz“, den Sinn für soziale Verantwortung offenbar an ihre Kinder weiter gegeben zu haben: ihre Familie unterstützt ihren Einsatz für die Kinderhospizarbeit voll und ganz. „Mir macht das einfach richtig Spaß!“, lacht sie. Durch ihren Beruf ist Kaiser zu dem Thema Sterbebegleitung gekommen: als Krankenschwester ist sie als Wohnbereichsleitung in der Altenpflege tätig. Doch privat und ehrenamtlich, an ihren freien Tagen, setzt sie sich für junge Patienten ein. „Hospizarbeit für Erwachsene ist ganz anders als die mit Kindern“, berichtet sie, „es werden ja nicht nur die Kranken, sondern auch die Angehörigen betreut. Ich möchte einfach denen helfen, die Hilfe brauchen“, fasst Kaiser zusammen.

Am 5. Dezember ist Tag des Ehrenamts. Zumindest für diesen einen Tag wünscht sich Ute Kaiser: „Helfen kann und sollte jeder. Aber noch wichtiger ist: nicht wegschauen!“

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