Mehr als 100 Interessierte informieren sich im Schloss Wurzen ĂŒber verschiedene Aspekte zum Thema „Kinder und Tod“

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Petra Hohn hat ihren Sohn verloren, als er ein Teenager war. Heute ist sie Vorsitzende des Bundesverbands „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland“. Jedes Jahr an Weihnachten fährt sie an die Ostsee, schreibt ihrem verstorbenen Sohn eine Flaschenpost und wirft diese ins offene Meer. Von diesem für sie und ihre Familie wichtigen Ritual erzählte sie den mehr als 100 Interessierten, die unter dem Titel „Aus der Trauer wächst die Kraft“ an der Info-Veranstaltung im Schloss Wurzen bei Leipzig teilnahmen, zu der der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) und die Griesheimer FriedWald GmbH eingeladen hatten.
In mehreren Vorträgen wurde das Publikum über die verschiedenen Aspekte zum Thema „Kinder und Tod“ informiert. Die Kasseler Ethnologin Dr. Bettina Volk-Kopplin beispielsweise referierte darüber, wie die Gesellschaft mit der Trauer um Kinder umgeht. Petra Hohn erzählte von den Aufgaben eines Trauerbegleiters: Sie machte deutlich, dass nur derjenige eine um ein frühzeitig verstorbenes Kind trauernde Familie betreuen und begleiten kann, der selbst frei von Problemen ist. „Trauer braucht Raum und Zeit“, erklärte sie.
Sylvia Heumann als Leiterin des Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg erzählte, welche Möglichkeiten Familien mit einem unheilbar kranken Kind mit einem stationären Aufenthalt in einem Kinder- und Jugendhospiz haben.
„Ein solches Hospiz ist ein Ort, den man nicht sucht, aber finden möchte, wenn man ihn braucht“, machte Horst Döring den Teilnehmern deutlich. Mit seinem Vortrag und mit dem Vortrag von Bernd Seitz wurde die Veranstaltung sehr persönlich. Denn beide Männer erzählten als betroffene Väter. Bernd Seitz‘ Sohn Jean-Paul ist noch sehr jung und unheilbar krank und wird wie möglicherweise viele andere der rund 40.000 schwerstkranken Kinder in Deutschland nie erwachsen werden. Auch Horst Dörings Tochter war schwerkrank: Angelina starb vor zwei Jahren.

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Die Geschichten der beiden Väter bewegten das Publikum: „Sie haben das widergespiegelt, was die gesamte Veranstaltung ausgemacht hat: Es geht um ein Thema, das in jeder Hinsicht sehr viel Mitgefühl erzeugt und zu Tränen rührt – weil es sowohl viele schöne, fröhliche Momente gibt als auch sehr viele ernsthafte und traurige Momente“, resümierte BVKH-Geschäftsführerin Sabine Kraft, die die Teilnehmer über das weltweit erste Kinderhospiz-Sorgen- und Infotelefon „OSKAR“ informierte, das der Bundesverband im Sommer 2015 an den Start gebracht hatte.

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Nicola Lüke von der FriedWald GmbH sagte, dass sich das Unternehmen und der Bundesverband miteinander verbunden fühlten: „So wie FriedWald ein Pionier in der Naturbestattung ist, so ist der Bundesverband Kinderhospiz ein Pionier dafür, das oftmals tabuisierte Thema ,Kinder und Tod‘ in die Mitte der Gesellschaft zu bringen und konkrete Hilfe anzubieten.“ Um Interessierten Einblick in das Konzept der FriedWald-Beisetzungen zu geben, wurden im Anschluss an die Vorträge Führungen im nahegelegenen FriedWald Planitzwald angeboten.
„Aus der Trauer wächst die Kraft“: Im Publikum zu dieser Info-Veranstaltung saßen betroffene ebenso wie verwaiste Eltern und diejenigen, die eine Fachausbildung haben und schwerkranke kleine Patienten betreuen oder mit ihnen arbeiten – darüber hinaus aber auch Bestatter und eine Friedwald-Försterin.
Eva Luise Köhler, die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten, hatte dem Bundesverband vorab ein Grußwort für die Veranstaltung geschickt: Darin machte sie deutlich, wie wichtig die Hospizarbeit und damit auch die Trauerarbeit ist. Sie freue sich, dass der Bundesverband dazu beitrage, das Bewusstsein für das Thema in der Bevölkerung hochzuhalten und betroffenen Eltern zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.
Der Bundesverband Kinderhospiz und die Friedwald GmbH werden auch in Zukunft weitere Veranstaltungen zu den Themen „Kinder, Tod und Trauer“ anbieten – an wechselnden Standorten in Deutschland. „Es ist wichtig, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen“, sind Sabine Kraft und Nicola Lüke überzeugt. Weitere Veranstaltungen werden der Bundesverband und die FriedWald GmbH rechtzeitig auf ihren Internetseiten und über die Medien bekanntgeben.


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2016 Umschlag Koehler 

Unmittelbar vor der Veranstaltung erreichte uns dieser Brief von Eva Luise Köhler, Gattin des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler, mit den folgenden Grußworten:

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Sabine Kraft zu Gast im Schloss Bellevue beim Neujahrsempfang von Daniela Schadt

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Dank und Ermutigung für die Arbeit Engagierter, die Gutes in der Gesellschaft bewirken

Berlin, 13.01.2016

Daniela Schadt hat am 13. Januar Vertreter und Vertreterinnen von sozialen Organisationen im Schloß Bellevue begrüßt, denen sie im Laufe des Jahres 2015 begegnet war.

Als Sternstunden des Jahres 2015 bezeichnete Daniela Schadt diese Termine in ihrer Rede vor den Gästen. Im Februar 2015 besuchte Daniela Schadt erstmals auf Einladung von Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V., ein Kinderhospiz. Nach ihrem Besuch im „Bärenherz“ in Wiesbaden ist Daniela Schadt überzeugt davon, wie unglaublich wichtig die Aufgabe ist, Kinder bestmöglich zu begleiten, die nur noch eine begrenzte Zeit bei uns sein können. Die Kinderhospizarbeit verdiene ein besonderes Maß an öffentlicher Anerkennung und Wertschätzung.

Den Menschen vieler Organisationen dankte Daniela Schadt für Ihren persönlichen Einsatz, den sie für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft leisten. Mit den treffenden Worten, Zusammenhalt und Gemeinsinn seien keine Girlande oder ein Beiwerk, sondern ein Beitrag dazu, dass unser Land lebenswerter und schöner wird, zitierte sie den Bundespräsidenten. Eines sei sicher, unabhängig von dem, was die Zukunft bringe, dass dieser Einsatz weiterhin nötig ist, ermutigte sie die Engagierten.

„Es ist berührend, dass die Arbeit des Bundesverbandes Kinderhospiz in dieser Form gewürdigt wird“, so Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz, nach dem Empfang. „Tatsächlich ist die Begleitung und Versorgung sterbender Kinder noch viel zu häufig ein Tabuthema. Soziale Ausgrenzung der betroffenen Familien ist immer noch ein Problem. Daher nehme ich die Ermutigung für unsere Arbeit gerne mit!“

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Stars zum Anfassen: Musik fĂŒr den guten Zweck

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Stars und Sternchen feiern seit 10 Jahren in Groß-Gerau gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zur Unterstützung des Bundesverband Kinderhospiz.

Groß-Gerau, 11. Januar 2016
Stolze zehn Jahre ist es her, dass das erste Kinderhospiz Charity-Event in Groß-Gerau stattgefunden hat. Zehn Jahre, in denen das musizieren für den guten Zweck unlängst zu einer Kultveranstaltung geworden ist, die weit über die Grenzen Hessens bekannt ist. Auch in diesem Jahr, in dem das Event erstmals über drei Tage gefeiert wurde, präsentierte sich Groß-Gerau im Glanze der Prominenten. Ein Glanz, der durch Organisator Marcus Reichel seit 2006 ermöglicht wird: „Unsere Veranstaltung hat sich mittlerweile sowohl bei Fans als auch Künstlern etabliert. Jedes Jahr fiebern alle dem Kinderhospiz-Charity-Event entgegen. Ich bin stolz, mit einem professionellen Team zusammenarbeiten zu können, viele Menschen glücklich zu machen und etwas Gutes zu tun.” Glücklich zeigten sich nicht nur die über 1200 Fans, die dem Ruf ihrer Idole gefolgt waren, sondern auch Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, die dem Konzert als Ehrengäste beiwohnen durften. Im Vordergrund stand vor allem die Musik: Zum Auftakt am Freitagnachmittag – nach einer Autogrammstunde in der Groß-Gerauer Medimax-Filiale – waren Daniel Schuhmacher, Gewinner von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), Youtuber Eren Can Bektas und die DSDS-Stars Daniele Negroni, Robin Eichinger, Dominik Büchele oder Benny Kieckhäben bei einem Akustikkonzert im Best Western-Hotel hautnah zu erleben.

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Der Samstag überzeugte die Fans mit zahlreichen musikalischen Auftritten von DSDS-Star Daniele Negroni, „Supertalent“-Finalist Alessio Greco, den Künstlern Emory, Patric Q und Mykel Johnson von „US5“, Evy oder Azittakt & Alessio. Als Special Guest war Rapper Kay One nach Groß-Gerau gereist und bewies dort ein großes Herz für Kinder: „Ich habe auch schon viel in meinem Leben mitgemacht, Höhen und Tiefen. Aber Kinder sind die Zukunft und das Wichtigste auf unserer Welt, deswegen hat dieser Auftritt noch viel mehr Spaß gemacht!“. Zum großen Abschluss hatte die Band „Crazy Schülers“ um Sängerin Sina Wolf ihren großen Auftritt auf der Bühne. Die 14-Jährige ist selbst unheilbar krank und sitzt im Rollstuhl. Sie sagt: „Musik ist wirklich wichtig für mich, und es gibt keinen Tag, an dem ich mal keine Musik höre.“


Am Sonntag standen sich beim No. 1-Cup des Menschen-Kicker-Turniers in der Groß-Gerauer Stadthalle unter anderem RTL-„Dschungelcamp“-König Joey Heindle, „Let’s Dance“-Star Joelina Drews, Mama-„Wollny“ Silvia, Benny Kieckhäben, die „Queensberry“-Sängerinnen Leo Bartsch und Gabby Rinne, die Jungs der Ex-Boyband „US5“ – Mykel Johnson, Jay Khan und Izzy Gallegos und viele mehr gegenüber. Den Sieg holte das Team A mit Torschützenkönig Eren Can Bektas, Joey Heindle, Daniel Schuhmacher und Evy. Der Star am Sonntag Luca Hänni, Gewinner von DSDS, begeisterte mit brandneuen Songs bei einem Special-Tourkonzert in der Stadthalle und sorgte für großen Kreischalarm.

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Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH), war bewegt von so viel Publikum und Herzlichkeit, die ihr in Groß-Gerau begegneten. „Es ist immer wieder schön, strahlende Kinderaugen zu sehen – ganz besonders bei den Kindern, die unheilbar krank sind und für die so eine Veranstaltung ein absolutes Highlight ist.“


Auch für 2017 ist eine weitere Auflage des Charity-Events geplant, sodass man heute schon gespannt sein darf, welche Prominenten im kommenden Jahr den guten Zweck unterstützen.
 

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Weitere Fotos gerne auf Anfrage, ebenso die Fotos 2 und 3 hochauflösend an 0171/7273350

Spenden fĂŒr die Kinder- und Jugendhospizarbeit als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar

Jeder freut sich über Tricks und Kniffe, mit denen sich in Deutschland Steuern sparen lassen. Eine Möglichkeit ist, Geld an eine gemeinnützige Organisation wie den Bundesverband Kinderhospiz zu spenden. „Der Staat fördert spendenwillige Steuerzahler: Sie können ihre Spenden direkt als Sonderausgaben von der Steuer absetzen“, weiß Sabine Kraft, die Geschäftsführerin des Bundesverbands. Dieser finanziert sich als Dachverband der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhospizarbeit in Deutschland fast ausschließlich über Spenden – ebenso sein weltweit einzigartiges Sorgen- und Infotelefon „OSKAR“, das im Juni an den Start gegangen ist.

Jede Spendenquittung macht sich am Ende im Portmonee des Steuerzahlers bemerkbar, denn Sonderausgaben mindern das zu versteuernde Einkommen. Für Spenden bis zu 200 Euro gelten vereinfachte Nachweispflichten.

„Eine gute Gelegenheit, vor dem Jahreswechsel noch etwas für den eigenen Geldbeutel zu tun und gleichzeitig Familien mit unheilbar kranken Kindern zu helfen“, sagt Sabine Kraft. Denn der Bundesverband Kinderhospiz unterstützt die Kinder- und Jugendhospizarbeit deutschlandweit.

Spendenkonto:
IBAN DE03 4625 0049 0000 0290 33
BIC WELADED1OPE

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OSKAR-Sorgentelefon ist auch zum Jahreswechsel rund um die Uhr erreichbar

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Wenn die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in Stress und Streit ausartet: OSKAR-Sorgentelefon ist auch zum Jahreswechsel rund um die Uhr erreichbar

Es sind die Tage rund um den Jahreswechsel und Neujahr, an die viele Menschen ähnlich wie zu Weihnachten oder Ostern hohe und vielleicht sogar zu hohe Erwartungen haben. Für einen gemütlichen oder krachenden Silvesterabend und den besten Start in ein neues Jahr soll und muss alles perfekt sein: das Festmenü gut vorbereitet, die Wohnung geputzt, der Schreibtisch aufgeräumt, der Wäscheberg verschwunden. Und dann passiert es: Der Zwang zum Perfektionismus bricht der Besinnlichkeit direkt am Esstisch das Genick. Wenn es in der Familie noch nicht zu Weihnachten gekracht hat, dann häufig zum lang herbeigesehnten Jahreswechsel.

Besonders schwer haben es Familien, deren Alltag nicht nur zu den Feierlichkeiten Ende Dezember, sondern an 365 Tagen im Jahr auf die Probe gestellt wird: Weil sie ein schwerkrankes Kind zu Hause haben, das sie pflegen, betreuen und rund um die Uhr medizinisch versorgen müssen. Auch bei ihnen sollen die Tage zwischen Weihnachten und Silvester besinnlich und ruhig verlaufen – und vielleicht mal für ein paar Stunden schwerwiegende Themen wie Sorgen, Frust, Fassungslosigkeit und Trauer vollkommen ausblenden. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Mit „OSKAR“ hat der Bundesverband Kinderhospiz vor sechs Monaten ein weltweit erstes und einzigartiges Sorgen- und Infotelefon eingerichtet, das Familien mit unheilbar kranken Kindern 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung steht und ihnen bei allen Fragen und Anliegen schnelle Hilfe garantiert. Die „OSKAR“-Hotline ist unter der Telefonnummer 0800/88 88 47 11 erreichbar: Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos.
„Das Sorgen- und Infotelefon ist ein Meilenstein in der Kinderpalliativversorgung weltweit“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, stolz, verweist aber zugleich darauf, dass sich das Sorgen- und Infotelefon bislang ausschließlich über Spenden finanzieren muss.

„Bei OSKAR finden betroffene Familien genau das, was sie brauchen“, wissen Cordula Harberding und Heike Steinich aus ihrer nunmehr sechsmonatigen „OSKAR“-Erfahrung; sie sind zwei der ehrenamtlichen Projekt-Mitarbeiterinnen, die das Sorgentelefon des Bundesverbands betreuen und koordinieren.

Besonders schwer sind Feste wie Silvester und der Jahreswechsel für Familien, die ihr Kind verloren haben. Sie sind bewegt von Trauer und vielen Momenten der Erinnerung. OSKAR richtet sich seit seinem Start vor sechs Monaten auch an sie sowie an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus der Kinderhospizarbeit. 

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