Sorgentelefon OSKAR hilft Betroffenen – gerade an Gedenk- und Feiertagen, wenn der Tod eines Kindes besonders schmerzt

OSKAR, das Sorgen- und Infotelefon des Bundesverbands Kinderhospiz, unterstützt auch Eltern, die um ein bereits verstorbenes Kind trauern. Darauf weist der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) anlässlich des übermorgigen katholischen Feiertags Allerseelen (2.11.) hin, an dem traditionell der Verstorbenen gedacht wird. „OSKAR versteht sich nicht nur als Anlaufstelle für Eltern mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind, sondern ausdrücklich auch als Ansprechpartner für Mütter und Väter, deren Kind bereits verstorben ist und die in ihrer Trauer Unterstützung benötigen“, sagt Sabine Kraft, BVKH-Geschäftsführerin.

Jeder Mensch trauere auf seine eigene Weise, so Kraft weiter. Manche kämen völlig ohne Unterstützung aus, andere bräuchten auch lange nach dem Tod eines Kinds noch Hilfe. Nicht immer reagiert das Umfeld mit Verständnis, wenn der Verlust auch Jahre nach dem Abschied von Sohn oder Tochter noch furchtbar weh tut, das berichten betroffene Eltern immer wieder. „Unsere Erfahrung zeigt: Gerade an religiösen Gedenktagen oder an Feiertagen wie Weihnachten, die traditionell im Kreis der Familie verbracht werden, verspüren manche verwaisten Eltern die Trauer um ihr Kind unvermittelt wieder stärker. Einfach, weil dann so schmerzhaft deutlich wird: In unserer Familie fehlt ein kleiner Mensch“, erläutert Sabine Kraft. „In solchen Krisensituationen darf sich jeder gerne an OSKAR wenden.“ Und zwar egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit: OSKAR ist unter der aus dem Festnetz kostenlosen Telefonnummer 0800-8888 4711 rund um die Uhr erreichbar, auch an Feiertagen – und damit in der Kinderhospizarbeit weltweit einzigartig.

Die Unterstützung auch nach dem Todestag eines Kindes – sie gehört zum Selbstverständnis der Kinderhospizarbeit in Deutschland. „Wir lassen Angehörige nicht mit ihrer Trauer alleine, sondern bieten ihnen auch weiterhin Unterstützung an – in ambulanten wie stationären Kinderhospizen, aber eben auch mit OSKAR“, sagt Sabine Kraft. „Ob das verstorbene Kind an einer unheilbaren Krankheit litt oder beispielsweise bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, spielt für das OSKAR-Team keine Rolle: Die Beraterinnen sind für alle trauernden Angehörige da – auch für Geschwister oder Großeltern etwa. Oft brauchen die Anrufer einfach ein offenes Ohr und jemanden, der ihre Trauer aushalten und mittragen kann.“

Die Mitarbeiterinnen im OSKAR-Team haben allesamt Erfahrung in der Kinderhospizarbeit – etwa als Koordinatorinnen ambulanter Kinderhospizdienste, Trauerbegleiterinnen oder als Psychologin. Außerdem haben sie eine spezielle Schulung zur Telefonberatung absolviert. Sie verweisen betroffene Eltern bei Bedarf auch an Hilfsangebote in ihrer jeweiligen Umgebung. Dafür greifen sie auf eine eigens für OSKAR aufgebaute Datenbank mit Tausenden Adressen von Fachleuten zur Kinderhospizarbeit in ganz Deutschland zurück.

Zum Hintergrund:
OSKAR ist unter der Schirmherrschaft des Schauspielers Dieter Hallervorden Mitte 2015 in seine Pilotphase gestartet und hat nach einem Jahr seinen Regelbetrieb aufgenommen – auch dank der finanziellen Förderung durch die Fernsehlotterie. Das Sorgen- und Infotelefon erhält keinerlei öffentliche Zuschüsse und ist daher nach wie vor auf Spenden angewiesen.

OSKAR-Spendenkonto:
IBAN DE39 6805 1004 0004 7744 44
BIC SOLADES1HSW

Weitere Informationen auf www.oskar-sorgentelefon.deZur vollständigen Pressemitteilung