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Im Rahmen des Freiburger Kontaktstudiengangs „Palliative Care Pädiatrie“ ist in diesem Jahr eine ganz besondere Abschlussarbeit entstanden. Das Buch „Was ist los mit Ben“ soll auf ein Thema aufmerksam machen, das mehrheitlich ausgeblendet wird.

Lenzkirch/Himmelreich 23. April
Es war ein Tag der Freude, der am vergangenen Samstag im Gasthaus Himmelreich zelebriert wurde. Gleich 14 Absolventinnen und Absolventen des Kontaktstudiengangs „Palliative Care Pädiatrie“, der in Zusammenarbeit mit der evangelischen Hochschule und der Uniklinik Freiburg vom  Bundesverband Kinderhospiz angeboten wird, konnten sich über ein Abschlusszertifikat freuen, das durch Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V.  überreicht wurde. „Sie haben bemerkenswerte Arbeiten abgeliefert, ich bin stolz, Ihnen heute Ihr Zertifikat überreichen zu dürfen“, so Supervisorin und Kursbegleiterin Marieluise Schindler. Der Kontaktstudiengang richtet sich an pädiatrische Pflegekräfte, an Fachkräfte aus den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, Psychologie, Medizin, Theologie und Pädagogik in pädiatrischen Arbeitsfeldern und der Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche und vertieft das Arbeitsfeld der Palliativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

Der feierliche Anlass diente auch als Plattform für eine ganz besondere Präsentation. In gemeinschaftlicher Arbeit haben die Absolventen ein Buch als Abschlussarbeit entstehen lassen, das aus der Perspektive eines Geschwisterkindes auf die Geschichte des lebensverkürzend erkrankten Bens aufmerksam machen soll. In Kooperation mit dem Rheinfeldener Künstler Willi Raiber, ist so ein gleichermaßen einzigartiges wie außergewöhnliches Buch entstanden, das durch den Bundesverband Kinderhospiz gedruckt worden ist und nun vertrieben wird. Für Willi Raiber gestaltet sich dieses Projekt als Herausforderung: „Im ersten Moment wusste ich so gar nicht, was ich mit dieser Anfrage anfangen soll. Das Thema ist ja nicht alltäglich – aber mit den Gedanken zum Projekt wuchsen auch die Ideen“, so der Künstler. Ideen, die auf kindliche Art verdeutlichen, wie schwierig eine solche Situation für ein gesundes Geschwisterkind ist und wie unabdingbar die Hilfe von außen in solch einer Lebensphase sein kann. „Sie können stolz sein auf diese Leistung“, betonte Sabine Kraft und erklärte weiterhin, dass man nun alles in Bewegung setzen werde, um einen Sponsor für das Buch zu finden, damit dieses deutschlandweit vertrieben werden kann.

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Im Zuge des feierlichen Anlasses wurde Willi Raiber auch zum Botschafter des Bundesverband Kinderhospiz e.V. ernannt. „Wir freuen uns, dass wir mit ihnen so einen außergewöhnlichen Menschen an Bord holen können“, betonte Sabine Kraft und überreichte Willi Raiber einen Botschafterengel. Willi Raiber wird sich fortan für die Belange des Dachverbandes der deutschen Kinderhospize einsetzen. Der Bundesverband Kinderhospiz vertritt zahlreiche stationäre und ambulante Kinderhospizeinrichtungen in Deutschland. Er setzt sich gesellschaftlich dafür ein, eine Öffentlichkeit für das Tabuthema „Kinder und Tod“ zu schaffen und betroffene Kinder und Familien aus dem sozialen Abseits zu holen. Nach aktuellen Zahlen sterben jährlich etwa 5000 der rund 40 000 lebensverkürzend erkrankten Kinder in Deutschland. Das rein spendenfinanzierte Sorgentelefon OSKAR ist für alle betroffenen Familien, Trauernde und Fachleute rund um die Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 8888 4711 erreichbar.  Im Anschluss an den formellen Teil wurde gefeiert.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Geschäftsführerin, Sabine Kraft, unter 0171 727 3350 oder per Email an kraft@bundesverband-kinderhospiz.de

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