Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. macht zum internationalen Tag der Kinderrechte auf die Situation unheilbar kranker Kinder aufmerksam
Der internationale Tag der Kinderrechte gibt verschiedensten Organisationen immer wieder Anlass, die Stärkung von Kindern in ihren Rechten zu fordern. Bildung, Schutz vor Missbrauch, Ernährung und Gesundheitsversorgung sollen Kindern weltweit ein glückliches chancenreiches Leben ermöglichen. In 54 Artikeln hat die UN-Kinderrechtskonvention diese Rechte verbrieft.
„Wir beim Bundesverband Kinderhospiz arbeiten auch daran, dass Kinder zu ihrem Recht kommen. Zu einem Recht, an das kaum jemand denkt, wenn es um Kinderrechte geht: zu ihrem Recht, in Würde zu sterben“, sagte Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V., anlässlich des Kinderrechtstages. Ein würdiger Sterbeprozess wird Kindern in Deutschland immer wieder versagt. Etwa 23.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind lebensverkürzend erkrankt, rund 5.000 von ihnen sterben jedes Jahr. Nur etwa 250 dieser vielen Tausend schwerstkranken Kinder können jährlich in einem Kinderhospiz betreut werden – mehr Kapazitäten gibt es nicht. In Deutschland arbeiten heute zwölf solcher Einrichtungen, dazu kommen noch etwa 100 ambulante Kinderhospizdienste.
Kinderhospize arbeiten ganzheitlich, sie integrieren Familie und Umfeld der Erkrankten in die Versorgung. Den ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitern geht es neben der medizinischen Betreuung und Hilfe mit finanziellen und sozialen Angelegenheiten um Stärkung und Zuwendung, um Lebensqualität und darum, die noch vorhandenen Möglichkeiten des Kindes zu nutzen. Nebenbei gewährleisten sie den Austausch und die Vernetzung von Betroffenen und Helfenden.

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