190905 Stefan Herbst

Das Laufband bebt. Stefan Herbst läuft und läuft und läuft. Es geht ihm nicht darum, seine Fitness zu verbessern, Kalorien zu verbrennen oder einen Trainingsplan zu erfüllen. Eigentlich läuft Stefan Herbst mehr mit dem Herzen als mit den Füßen. Denn er läuft für den guten Zweck. Nicht nur am heutigen Tag der Wohltätigkeit – innerhalb der nächsten Wochen will er 1000 Kilometer für die Kinderhospizarbeit in Deutschland zurücklegen!

Stefan Herbst ist begeisterter Sportler, und seit er im vergangenen Jahr vollständig erblindete, trat er schon bei vielen Läufen und Sportevents rund um seine Heimatstadt Flensburg zusammen mit sehenden Partnern an (www.sportwithguides.com). Die anstehende Herausforderung allerdings meistert er alleine: die 1000 Kilometer für die Kinderhospizarbeit wird er auf seinem Laufband im heimischen Wohnzimmer zurücklegen. Über die sozialen Medien sucht er nach Spendern, die seinen Benefizlauf unterstützen. Der Hashtag #1000kmfürdenbvkh verbreitet sich eifrig, und Herbst bekommt positive Rückmeldungen aus ganz Deutschland. „Es tut einfach gut, sich für andere einzusetzen“, begründet er sein Engagement. Natürlich auch durch das eigene Handicap bedingt ist es ihm besonders wichtig, ein Zeichen zu setzen. „Ich kann nicht mehr sehen – aber ich kann echt gut laufen“, sagt er schmunzelnd. Für lebensverkürzend erkrankte Kinder wird er bis zum 30. November fast täglich auf das Laufband steigen und Gas geben. „Diese Idee ist so wunderbar wie ungewöhnlich“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. „Der Einsatzwille von Stefan Herbst berührt uns sehr. Sein Spendenlauf ist ein toller Beweis dafür, dass es unzählige individuelle Möglichkeiten gibt, sich für die Kinderhospizarbeit stark zu machen, die in Deutschland leider immer noch in weiten Teilen durch Spendengelder finanziert werden muss!“

Am heutigen Tag der Wohltätigkeit ist der 27-jährige Sportler besonders motiviert. „Heute erreiche ich sicher noch Kilometer 75“, schnauft er, und hat eigentlich keine Zeit für weitere Gespräche. Das Laufband bebt. Stefan ist unterwegs.

 

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