Ein Fest für die Fackel

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Der Kinder-Lebens-Lauf erreicht Lenzkirch und den Bundesverband Kinderhospiz - Großes Familienfest im Kurpark

Noch vier Wochen dauert es, dann erreicht der Kinder-Lebens-Lauf des Bundesverbands Kinderhospiz sozusagen seinen Geburtsort. In der Geschäftsstelle in Lenzkirch hat Geschäftsführerin Sabine Kraft mit ihrem Team die Idee entwickelt, eine Pilgerreise durch ganz Deutschland zu veranstalten, als Zeichen der Solidarität mit den über 40.000 Familien in Deutschland, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. Seit dem 4. Juni ist der Kinder-Lebens- Lauf unterwegs. Von Berlin einmal rund um Deutschland führt die über 6000 Kilometer lange Strecke, von Kinderhospiz zu Kinderhospiz. „Wir wollen damit auf das starke und verlässliche Netzwerk der Kinderpalliativversorgung in Deutschland aufmerksam machen, und auf alle Menschen, die darin so wunderbare Hilfe für Betroffene leisten“, erklärt Sabine Kraft. Denn Kinderhospizarbeit ist kein populäres Thema, viele Menschen schauen lieber weg, wenn es um Kinder geht, die bald sterben müssen. „Dabei haben diese Kinder und ihre Familien wirklich jede Hilfe und jeden kleinen Glücksmoment verdient“, so Kraft. Deshalb hat der Bundesverband auch eine eigene Betroffenenförderung, mit der er Familien schnell und unkompliziert unterstützt.
Seit Anfang Juni geht das Wahrzeichen des Kinder-Lebens-Laufs, eine engelsförmige Fackel, in Deutschland von Hand zu Hand. Sie wurde bereits zu Fuß, per Fahrrad, im Rollstuhl, mit einer Kutsche oder auf einem Trecker transportiert, von historischen Fahrzeugen chauffiert, von Schnullerkindern und Politikern getragen. Am 17. August wird Sabine Kraft sie überreicht bekommen – von den Vertretern des Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienstes Malteser e.V. aus dem Landkreis Lörrach/Hochrhein. Mit einem großen Familienfest wird die Ankunft des Kinder-Lebens-Laufs in Lenzkirch gefeiert. Ab 11 Uhr gibt es im Kurpark zahlreiche Stände, an denen nicht nur Getränke und leckere Speisen angeboten werden, sondern auch Kunsthandwerk, eine Tombola und Spiele für Groß und Klein. Damit die Fackel nicht nur durch Lenzkirch hindurch getragen wird – das Team des Bundesverbands wird sie nach Rottweil zum Verein „Unter dem Regenbogen – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“ bringen – hat sich Sabine Kraft etwas Besonderes einfallen lassen: „Im Kurpark in Lenzkirch wird es eine kleine Laufrunde geben, auf der die Fackel den ganzen Nachmittag lang unterwegs sein wird“, verrät sie. Wer also etwas Gutes tun möchte, kann gegen ein freiwilliges Startgeld von einem Euro die Kinder-Lebens-Lauf-Fackel selbst ein kleines Stück weit tragen und damit ein großes Zeichen der Solidarität setzen. Die Laufstrecke ist auch Bestandteil des Spieleparcours für Kinder, die auf einer Stempelkarte Punkte sammeln können, um an einer Verlosung teilzunehmen: als Gewinn winkt ein Familieneintritt in den Europa-Park. Die Schwarzwald-Brass-Band um Lenzkirchs scheidenden Bürgermeister Reinhard Feser wird beim Kinder-Lebens-Lauf-Fest ein Konzert geben genau wie Sängerin Ela Querfeldt, die auch Botschafterin für den Bundesverband ist. Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel wird auf der Bühne stehen, ebenso Sänger Cristobal Galvez Moreno, der mit dem offiziellen Kinder-Lebens-Lauf-Song „Loca“ für Sommerlaune sorgt.
„Wir sind sehr dankbar, dass uns schon einige regionale Unternehmen und Vereine ihre Hilfe zugesagt haben“, so Sabine Kraft. Das Team des Bundesverbands Kinderhospiz freut sich über Sachspenden und Unterstützung aller Art. (Kontakt: projekte@bundesverband-kinderhospiz.de, Telefon 07653/826 40 82)

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Die Möglichmacher

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Wie die Firma Streck Engel auf Reisen schickte – große Unterstützung für den Kinder-Lebens-Lauf

Es war wie so oft bei guten Ideen: Als der Bundesverband Kinderhospiz das Konzept für den Kinder-Lebens-Lauf entwickelte, der als internationale Kampagne in Südafrika beginnen und mit einer bundesweiten Pilgerreise durch Deutschland weitergehen sollte, ahnte noch keiner, welche Hindernisse sich auf dem Weg zur Umsetzung auftun würden. Von der engelsförmigen Fackel waren alle begeistert, und schnell war klar, dass sämtliche Staaten, die beim Kongress des internationalen Netzwerkes für die Palliativversorgung von Kindern ICPCN dabei sein würden, eine eigene Fackel bekommen sollten. So weit, so einfach.
Mit welchen Ausfuhr-, Zoll- und Transportbestimmungen man sich aber auskennen muss, um metallene und beleuchtbare Fackeln nach Südafrika zu befördern, nahm ungeahnte Ausmaße an. „Wir haben Hilfe von Profis gebraucht“, berichtet Sabine Kraft, die als Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz und Vorsitzende von ICPCN die Ideengeberin der Kinder-Lebens- Lauf-Kampagne war, „und dabei hatten wir riesiges Glück: Es bedurfte nur eines einzigen Anrufs beim Transportunternehmen Streck in Freiburg, und wir hatten die beruhigende Aussage: ‚Das machen wir für Euch‘!“, erinnert sich Kraft. „Ich kann immer noch kaum glauben, welchen Aufwand und welche Kosten die Firma Streck ohne zu Zögern für die Kinderhospizarbeit gespendet hat, damit die Fackeln rechtzeitig von mir übergeben werden konnten.“
Zwei Paletten der von der Firma Kopp metall aus Emmendingen gefertigten Fackeln traten Ende Mai die Reise an – per Lastwagen und Flugzeug, bis direkt zum Tagungsort. „Ich kann mich gar nicht genug für diese Leistung bedanken“, sagt Sabine Kraft. Zuletzt machte es der südafrikanische Zoll noch etwas spannend, aber schließlich nahmen Vertreter von Kinderhospizeinrichtungen aus allen Kontinenten strahlend ihr eigenes Wahrzeichen für weltweite Kinder- Lebens-Läufe entgegen. „Das war für mich ein unglaublich bewegender Moment“, berichtet Kraft, „der nur durch diese tolle Hilfe möglich wurde! Ich freue mich riesig, nun verfolgen zu können, wie die Idee des Kinder-Lebens-Laufs international umgesetzt wird, bis sich ICPCN 2020 wieder trifft!“
Die Experten bei Streck halten ihren Einsatz für selbstverständlich. „Wir machen so etwas jeden Tag, und eine so wichtige Sache wie Kinderhospizarbeit unterstützen wir gerne“, sagt Alex Witzigmann, der den Bereich Luftfracht der Niederlassung Freiburg leitet und seit über 30 Jahren für Streck Transporte tätig ist. Gemeinsam mit Sigrid Mamouni und Thomas Werbelow nahm er das Projekt „Angel-Fackel“ in die Hand. Streck ist seit den 60er Jahren als internationale Spedition tätig und kümmert sich um Logistik und Transporte zu weltweiten Destinationen. Am Standort Freiburg sind 600 Mitarbeiter beschäftigt, rund 60 kümmern sich darum, südbadische Industrieprodukte per Schiff und Flugzeug zu sämtlichen Kontinenten der Erde zu schicken. „Von Kleinstteilen mit wenigen Gramm bis zu mehreren Hundert Tonnen schweren Lieferungen, wir bringen alles auf den Weg“, lacht Witzigmann, „aber das war das erste Mal, das wir Engel fliegen ließen!“
Weltweit sind seit dem 4. Juni mehr als hundert Fackeln unterwegs. In Deutschland wird das Wahrzeichen des Kinder-Lebens-Laufs über 6000 Kilometer weit von Kinderhospiz zu Kinderhospiz getragen.

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So klingt der Sommer

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Ein voller Erfolg: Das Sommer Open Air im Helvetia Parc zugunsten der Kinderhospizarbeit

Sonne pur und beste Stimmung herrschten am vergangenen Samstag, 7. Juli, in Groß-Gerau. Beim großen Sommer Open Air jubelten Tausende von Besuchern den Top-Acts wie Kay One, Überraschungsgast Pietro Lombardi, Vanessa Mai oder Mike Singer zu und feierten bis spät in die Nacht im Helvetia Parc. Das Charity-Konzert findet jedes Jahr zugunsten des Bundesverbands Kinderhospiz e.V. statt.
„Diesmal war die Atmosphäre beim Sommer Open Air besonders schön“, sagt Sabine Kraft. Die Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz freut sich sehr, dass in Groß-Gerau jedes Jahr Träume wahr und Herzenswünsche erfüllt werden. So konnte sie diesmal den Kontakt zwischen Kay One und einer betroffenen Familie vermitteln, die den Star-Rapper unbedingt einmal persönlich kennenlernen wollte. „Bei den Konzerten im Helvetia Parc werden die Betroffenen so selbstverständlich integriert, das ist sehr schön zu erleben“, so Kraft. So durften sich Kinder und Jugendliche im Rollstuhl wieder über die ganz besonders gute Sicht auf die Showbühne freuen – aus der ersten Reihe. Im VIPBereich und für alle Fans auch bei Autogrammstunden waren die Idole aus nächster Nähe zu erleben.
Neben dem großen Staraufgebot und dem spektakulären Bühnenprogramm konnten sich die kleinen und großen Gäste mit Hüpfburgen, Torwand schießen, Tombola und an den vielen Ständen im Helvetia Parc vergnügen. Am Abend feierten rund 3.000 Zuschauer die Auftritte von Vanessa Mai und Kay One. „Wir sind allen Unterstützern so dankbar“, so Sabine Kraft. „Das Sommer Open Air ist weit mehr als ein gelungenes Konzert. Es ist eine Feier der Lebensfreude und eine wunderbare Hilfe für unsere Arbeit!“

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Werner wandert wieder

180626 Werner Kramer Social Media

In seinem Atelier bei Köln stehen Dinge, die man in einem Atelier erwartet: Staffeleien, Leinwände, Farbtöpfe… und ein paar Wanderschuhe. Der Künstler Werner Kramer wird ab dem 2. Juli seine Pinsel gegen eine Wanderausrüstung tauschen und von der Zugspitze nach Köln laufen – für die Kinderhospizarbeit. Seit Jahren setzt sich der engagierte „Wandervogel“ für den Bundesverband Kinderhospiz als Botschafter ein.

Herr Kramer, Sie stehen in den Startlöchern für einen gewaltigen Fußmarsch. Warum tun Sie das?
„Ehrlich gesagt ist das wirklich kein Spaziergang. Ich habe das schon mehrfach gemacht, vor zwei Jahren bin ich für den Bundesverband von Berlin nach Köln gelaufen, also weiß ich, was auf mich zu kommt. Das kann man keinem wirklich empfehlen, das muss man wollen. Ich will, weil es mir ein dringendes Anliegen ist, mich für unheilbar kranke Kinder einzusetzen.“

Wie weit ist es denn von der Zugspitze zurück nach Köln?
„Ich werde 750 Kilometer laufen und rechne damit, es in 28 Tagen zu schaffen. Das bedeutet aber auch, dass ich keine Pausen mache; ich werde einen Schnitt von fast 30 Kilometern am Tag laufen. Wenn dann irgendwo ein Schild auf eine schöne Aussicht verweist, die noch 200 Metern entfernt ist, lasse ich die
Aussicht Aussicht sein und laufe vorbei.“

Inwiefern hilft Ihre Wanderung der Kinderhospizarbeit?
„Ich habe ein Plakat an meinem Rucksack, dass darüber aufklärt, warum ich unterwegs bin, und jedem Menschen, der darüber etwas hören will, erzähle ich etwas über die wichtige Arbeit des Bundesverbands Kinderhospiz. Natürlich sammle ich bei der Gelegenheit auch Spenden. Ich freue mich schon wieder auf viele spannende Begegnungen!“

Was ist die größte Herausforderung bei Ihrem Vorhaben?
„Das ist ganz klar die eigene Psyche. Es wird gute Tage geben und schlechte. Wenn das Wetter ganz mies ist und ich an einem Tag so gar nichts für die Kinderhospizarbeit erreichen konnte, das ist schwierig für mich. Gut ist aber, dass man bei so einer Tour mit der Zeit einen ‚Pilgerblick‘ entwickelt, man schaltet total ab.“

Wie machen Sie auf Ihren Einsatz aufmerksam?
Ich poste jeden Tag mehrfach auf Facebook, wo ich gerade bin und wie es läuft und freue mich über Menschen, die das verfolgen und mich unterstützen! Auch auf der Seite des Bundesverbands Kinderhospiz wird man sehen können, wo ich gerade bin. Der Verband hat ja mit dem Kinder-Lebens-Lauf gerade selbst eine große Pilgerkampagne am Start. Meine Strecke läuft dem Kinder-Lebens-Lauf entgegen, und wir sind schon in der Planung, wie wir unsere Begegnung gebührend begehen.

Was nehmen Sie auf ihre Reise mit?
Ich habe einen sehr minimalistischen Ansatz – es ist erstaunlich, mit wie wenig man auskommen kann. Mein Gepäck wiegt acht Kilo, darin finden sich neben ein paar Klamotten und zwei Wäscheklammern vor allem viel Pflaster für meine Füße.

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Die ersten tausend Kilometer sind geschafft

Kinder-Lebens-Lauf in Deutschlands Norden unterwegs – Überwältigende Unterstützung in vier Bundesländern

Gerade einmal zehn Tage ist der Kinder-Lebens-Lauf unterwegs, schon sind es über tausend Kilometer, die sein Wahrzeichen, die Angel-Fackel, zurückgelegt hat. Seit der gelungenen Auftaktveranstaltung in Berlin, bei der Elke Büdenbender, die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die Fackel zur Eröffnung an die fünfjährige Mila übergab, hat der Kinder-Lebens-Lauf an Fahrt aufgenommen - und mit Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern, Niedersachen und Hamburg bereits vier Bundesländer durchquert!

Ob durch zwei hoch motivierte Wanderinnen in Neubrandenburg, durch viele, viele Läuferhände auf der Insel Usedom oder wie zuletzt durch eine Radfahrergruppe, die das Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Faßberg stellte: Die Fackel haben außergewöhnliche Menschen getragen und dadurch außergewöhnliche Begegnungen ermöglicht. Vom Kindergartenkind bis zum Oberst, von der Rollstuhlfahrerin bis zum Landesgesundheitsminister, durch viele hundert Hände ist das Wahrzeichen des Kinder-Lebens-Laufs nun schon gegangen.

„Wir sind überwältigt von dem Engagement und der Solidarität für die Kinderhospizarbeit!“ Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz, ist begeistert. Es war ihre Idee, eine deutschlandweite Pilgerreise zu veranstalten, die von Kinderhospiz zu Kinderhospiz führt und auf die vielen Menschen aufmerksam macht, die in Deutschland in der Kinderhospizarbeit tätig sind. „Mit dem Kinder-Lebens-Lauf setzen die Mitwirkenden ein starkes Zeichen der Solidarität mit betroffenen Familien“, so Kraft. Der große Bruder eines Rollstuhlkindes, der mit hoch erhobener Fackel durch Berlin stürmt, ein hochgewachsener Oberst der Luftwaffe, der neben einem dreijährigen Schnullerkind kniet und die Fackel entgegen nimmt, eine Schülerhorde, die „Kinder-Lebens-Lauf!“-rufend durch den Wald von Usedom rennt, ein polnischer Stadtpräsident, der begeistert mit einer eigenen Fackel für Polen bis zum äußersten Ende seines Amtsgebiets läuft und dort am Leuchtturm vor Freude in die Höhe springt – beim Kinder-Lebens-Lauf reiht sich ein Gänsehautmoment an den nächsten.

Dank eines GPS-Signals kann auf der Seite www.kinder-lebens-lauf.de der aktuelle Standort der Fackel jederzeit eingesehen werden; auf der Webseite findet sich auch der weitere Streckenverlauf mit allen Stationen. Sabine Kraft freut sich, bald persönlich mit dem roten Peugeot-Tourbus unterwegs zu sein, der den Kinder-Lebens-Lauf begleitet. Im Wechsel sind die Mitarbeiter des Bundesverbands Kinderhospiz dabei, wenn die Fackel durch Deutschland zieht. Am 13. Oktober, dem Welthospiztag, wird der Kinder-Lebens-Lauf wieder in Berlin enden. „Wir freuen uns bei jedem Streckenabschnitt über Neugierige und Freiwillige, über Mitläufer und Unterstützer“, sagt Sabine Kraft. „Wir hoffen auf viele Menschen, die sich von uns zeigen lassen, dass Kinderhospizarbeit nicht traurig ist. Beim Kinder-Lebens-Lauf kann man spüren, dass es um Glücksmomente geht, für Menschen, die diese so sehr verdient haben!“

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