Berlin (ALfA) - Anlaesslich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages eine schnelle Umsetzung der verbesserten Gesetze fuer Kinderhospize gefordert. Mit der Gesundheitsreform seien die gesetzlichen Rahmenbedingungen fuer die Palliativversorgung von Kindern zwar verbessert worden. So mussten bislang Kinderhospize zehn Prozent ihrer Kosten durch Spenden und ehrenamtliches Engagement selbst aufbringen. Seit April 2007 betraegt der Eigenanteil nur noch fuenf Prozent. Auch wurde festgelegt, dass in der stationaeren und ambulanten Hospizarbeit die besonderen Belange von Kindern zu beruecksichtigen sind. Fuer diese Aenderung hatte sich die Kinderkommission besonders eingesetzt. In der Praxis seien die gesetzlichen Vorgaben jedoch noch nicht angekommen, so das Gremium. Die Kinderkommission habe deswegen bereits beim Bundesministerium fuer Gesundheit nachgefragt, wie dieser Zustand behoben werden kann. "Ein Kind ist nicht bloss ein kleiner Erwachsener. Kinder haben besondere Beduerfnisse in der palliativen Pflege und Betreuung", erklaerte die Vorsitzende der Kinderkommission, Ekin Deligoez, in einer Pressemitteilung vom 9. Februar. "Die gesetzlichen Vorgaben muessen schnellstmoeglich umgesetzt werden, damit die Lebensqualitaet von sterbenden Kindern und ihrer Familien verbessert wird", so Deligoez.

Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mahnte Verbesserungen an.
"Schwerstkranke sterbende Kinder und ihre Familien brauchen Anteilnahme und Hilfe. Sie benoetigen nicht nur Mitgefuehl, sondern auch Engagement und Unterstuetzung. Ich fordere die Kassen auf, die Finanzierung der Hospizarbeit zu verbessern. Sterbenskranke Menschen sollen auf eigenen Wunsch hin auch zu Hause betreut werden koennen, ohne auf eine gute Palliativversorgung verzichten zu muessen", erklaerte Schmidt in einer Pressemitteilung. Der Rechtsanspruch auf diese ambulante Palliativversorgung bestehe seit fast zwei Jahren und doch gebe es noch kaum Vertraege zwischen den Kassen und den so genannten Palliativ-Care-Teams. Die ambulante Versorgung sterbenskranker Menschen muesse jetzt zuegig umgesetzt werden, forderte die Ministerin.