Kinderkommission

Kinder sind in unserer Gesellschaft besonders schwache und schutzwürdige Mitglieder. Sie können sich weder organisieren noch sonst ihre Bedürfnisse zur Geltung bringen. Sie sind vielmehr darauf angewiesen, dass Eltern und die politischen Gremien ihre Interessen berücksichtigen.

Informationen zur Kinderkommission

Die Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (Kinderkommission, KiKo) gibt es seit 1988. Sie ist ein Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das bedeutet, sie ist kleiner als der Ausschuss selbst und hat eine ganz spezielle Aufgabe: die Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche.

Alle ordentlichen Mitglieder der Kinderkommission gehören auch dem Ausschuss an. Damit können sie die Interessen der Kinder auch dort vertreten und haben einen Zugang zum parlamentarischen Aktionsfeld, den nur ein Ausschuss bieten kann.

Warum gibt es die Kinderkommission?

Vor der Einrichtung der KiKo wurde von vielen Seiten gefordert, einen Kinderbeauftragten des Deutschen Bundestages einzusetzen. Im Laufe der Zeit benannte jede im Bundestag vertretene Fraktion einen Kinderbeauftragten.

Der Ältestenrat des Deutschen Bundestages beschloss am 21. April und 5. Mai 1988, die Kinderbeauftragten der Fraktionen gemeinsam als Kinderkommission einzusetzen.

Dies ist in der deutschen Parlamentsgeschichte ein einmaliger Vorgang und soll unterstreichen, dass der Bundestag die Kinder in besonderer Weise in die Fürsorge und Obhut eines parlamentarischen Gremiums nehmen will. Sie soll unter anderem ein Wächteramt im Interesse der Kinder ausüben.

Quelle: Homepage des deutschen Bundestages

Pressemitteilung der Kinderkommission des Bundestages zum "Tag der Kinderhospizarbeit"

2016 02 10 PM zum Kinderhospiztag

Die Kinderkommission möchte auch in diesem Jahr den Kinderhospizen für ihre wertvolle Arbeit ihre Anerkennung aussprechen. Unheilbar schwer erkrankte Kinder und deren Familien stehen vor emotionalen, aber auch organisatorischen Problemen, die kaum zu bewältigen sind. Die Kinderhospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die Begleitung dieser Kinder sowie der gesamten Familie bis zum Tode des erkrankten Kindes zu sorgen. Sie bieten den kranken Kindern und ihren Familien Unterstützung, Entlastung und Verständnis auf ihrem gemeinsamen Weg. Den vielen, auch ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt unser Dank für ihren engagierten Einsatz für die vom Schicksal so hart Getroffenen...

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Pressemitteilung der Kinderkommission des Bundestages zum "Tag der Kinderhospizarbeit"

Über 22.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von einer lebensverkürzenden Krankheit betroffen. Verbunden mit dem Schicksal des schwerstkranken Kindes und dem absehbaren Tod, ist die gesamte Familie mit betroffen. Das Leben der Familie ändert sich radikal. Einerseits steht sie vor der schweren Aufgabe, das Unbegreifliche zu begreifen, andererseits muss sie neue Lebensperspektiven entwickeln und den Lebensalltag neu organisieren. Von den Umwälzungen im Familienleben sind auch die Geschwisterkinder betroffen. Sie wachsen angesichts dieser Situation in einem Spannungsfeld des Behütetseins und des Auf-sich-gestellt-Seins auf. Die Kinderhospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, für die Begleitung der gesamten Familie bis zum Tode des erkrankten Kindes zu sorgen. Sie bieten den kranken Kindern und ihren Familien Unterstützung, Entlastung und Verständnis auf ihrem gemeinsamen Weg.

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Kinderkommission veröffentlicht Stellungnahme zum Themenkomplex "Kinder und Gesundheit"

Nach Artikel 24 der UN - Kinderrechtskonvention haben alle Kinder „ein Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit“. Mit diesem Kinderrecht hat sich die Kinderkommission schwerpunktmäßig seit Beginn dieser Legislaturperiode befasst und sich in sechs Expertengesprächen die Expertise von Sachverständigen eingeholt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse haben zu einem umfassendenForderungskatalog geführt, der in einer Stellungnahme zusammengefasst wurde. Diese kann unter folgendem Linkabgerufen werden:

 

Kinderkommission zum Weltkindertag am 20. September 2014: „Jedes Kind hat Rechte!“

Seit 25 Jahren wird am 20. September der Weltkindertag gefeiert.
In diesem Jahr steht er ganz im Licht des 25. Geburtstages der UN-Kinderrechtskonvention und macht mit seinem Motto „Jedes Kind hat Rechte!“ darauf aufmerksam, dass auch die Kleinsten umfassende Rechte genießen. Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt und das Recht auf Beteiligung und viele mehr – ganz unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion.
Obwohl die UN-Kinderrechtskonvention seit 1992 auch in Deutschland gilt, besteht heute noch Handlungsbedarf bei der Verwirklichung der Kinderrechte.
Dies stellte zuletzt im Januar 2014 auch der UN-Kinderrechtsausschuss fest, der Deutschland empfiehlt, den Kinderrechten mehr politisches Gewicht zu verleihen.

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Pressemitteilung der Kinderkommission zum Internationalen Kindertag

Der 1. Juni wurde im Jahr 1949 in der DDR zum Kindertag ausgerufen, der für die Kinder jedes Jahr ein besonderes Ereignis darstellte. In der Bundesrepublik wurde seit 1954 mit der Erklärung der Rechte des Kindes der Vereinten Nationen der Weltkindertag am 20. September begangen. Beide Tage hatten und haben zum Ziel, die Kinderrechte stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Aus Sicht der Kinderkommission kann dies nicht oft genug geschehen.

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Pressemitteilung der Kinderkommission zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2011

Seit 1988 wird jährlich am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen. Weltweit erinnern an diesem Tag verschiedenste Organisationen an diese Pandemie und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit Infizierten und Kranken zu zeigen. Der Welt- AIDS-Tag dient aber auch dazu, den Verantwortlichen in Politik, Medien und Gesellschaft in Erinnerung zu rufen, dass die Tod bringende Krankheit noch keineswegs besiegt ist.

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Kinderkommission des Deutschen Bundestages fordert Umsetzung gesetzlicher Verbesserungen

Berlin (ALfA) - Anlaesslich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages eine schnelle Umsetzung der verbesserten Gesetze fuer Kinderhospize gefordert. Mit der Gesundheitsreform seien die gesetzlichen Rahmenbedingungen fuer die Palliativversorgung von Kindern zwar verbessert worden. So mussten bislang Kinderhospize zehn Prozent ihrer Kosten durch Spenden und ehrenamtliches Engagement selbst aufbringen. Seit April 2007 betraegt der Eigenanteil nur noch fuenf Prozent. Auch wurde festgelegt, dass in der stationaeren und ambulanten Hospizarbeit die besonderen Belange von Kindern zu beruecksichtigen sind. Fuer diese Aenderung hatte sich die Kinderkommission besonders eingesetzt. In der Praxis seien die gesetzlichen Vorgaben jedoch noch nicht angekommen, so das Gremium. Die Kinderkommission habe deswegen bereits beim Bundesministerium fuer Gesundheit nachgefragt, wie dieser Zustand behoben werden kann. "Ein Kind ist nicht bloss ein kleiner Erwachsener. Kinder haben besondere Beduerfnisse in der palliativen Pflege und Betreuung", erklaerte die Vorsitzende der Kinderkommission, Ekin Deligoez, in einer Pressemitteilung vom 9. Februar. "Die gesetzlichen Vorgaben muessen schnellstmoeglich umgesetzt werden, damit die Lebensqualitaet von sterbenden Kindern und ihrer Familien verbessert wird", so Deligoez.

Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mahnte Verbesserungen an.
"Schwerstkranke sterbende Kinder und ihre Familien brauchen Anteilnahme und Hilfe. Sie benoetigen nicht nur Mitgefuehl, sondern auch Engagement und Unterstuetzung. Ich fordere die Kassen auf, die Finanzierung der Hospizarbeit zu verbessern. Sterbenskranke Menschen sollen auf eigenen Wunsch hin auch zu Hause betreut werden koennen, ohne auf eine gute Palliativversorgung verzichten zu muessen", erklaerte Schmidt in einer Pressemitteilung. Der Rechtsanspruch auf diese ambulante Palliativversorgung bestehe seit fast zwei Jahren und doch gebe es noch kaum Vertraege zwischen den Kassen und den so genannten Palliativ-Care-Teams. Die ambulante Versorgung sterbenskranker Menschen muesse jetzt zuegig umgesetzt werden, forderte die Ministerin.

 

Pressemitteilung - Kinderkommission zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Unheilbar schwer erkrankte Kinder und deren Familien stehen vor vielen emotionalen, aber auch organisatorischen Problemen, die kaum bewältigbar erscheinen. In dieser Situation helfen die Kinderhospize. Am 10. Februar jeden Jahres steht die wertvolle Arbeit der Kinderhospize im Mittelpunkt. Den vielen, auch zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt für ihren engagierten Einsatz für die vom Schicksal so hart Getroffenen Anerkennung und Dank.

Die Kinderkommission unterstützt die Kinderhospize in Deutschland. So hat sie sich in der Vergangenheit erfolgreich dafür engagiert, dass die finanziellen Bedingungen für die Familien erleichtert wurden. Im vergangenen Jahr haben sich Mitglieder der Kinderkommission bei einem Besuch des Kinderhospizes Sonnenhof in Berlin über die konkrete Arbeit vor Ort informiert.

Die Vorsitzende der Kinderkommission, Nicole Bracht-Bendt, erklärt: „Finanzielle Unterstützung ist eine wichtige Säule, Solidarität der Gesellschaft eine weitere. Es gibt viele Wege, Eltern oder Geschwistern beizustehen. Sterben darf kein Tabu-Thema sein.“

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Bundesverband Kinderhospiz e.V. drängt auf Verbesserung der finanziellen Situation

Am Mittwoch, dem 28. September 2011 besuchte die Kinderkommission des Deutschen Bundestages das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin-Niederschönhausen. Zu dem Termin eingeladen hatte der Bundesverband Kinderhospiz e.V. als Dachverband für Kinderhospize und ambulante Kinderhospizdienste. Einrichtungen wie das Hospiz Sonnenhof begleiten Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien auf ihrem schweren Weg. Sie sorgen für Unterstützung, Entlastung und Verständnis und helfen den Familien, den Alltag zu organisieren und eine neue Lebensperspektive entwickeln.

"Tod – Tabu für Kinder?" Öffentliches Expertengespräch der Kinderkommission

Kinder stehen am Anfang ihres Lebens. Sie sollen unbeschwert und frei von Kummer aufwachsen. Was aber, wenn sich diese Erwartung nicht erfüllen lässt? Auch Kinder und Jugendliche sind von Tod und Trauer betroffen. Sei es durch den Tod eines geliebten Menschen, der sie trauern lässt oder weil sie selbst dem Tod entgegensehen. Diese schwierige Thematik wird in der Gesellschaft vielfach tabuisiert.

Die Kinderkommission möchte sich in dieser öffentlichen Sitzung insbesondere darüber informieren, wie trauernden Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann und an welchen Stellen die Politik den Ausbau von Hilfen für trauernde Kinder und Jugendliche unterstützen kann. Sie hat hierzu Experten aus der Kinder- und Jugendtrauerarbeit eingeladen.

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