Gemeinsam stark fĂĽr hilfsbedĂĽrftige Kinder

Gemeinsam stark für hilfsbedürftige Kinder Förderverein Aktion Kinderträume e.V. unterstützt den Bundesverband Kinderhospiz e.V. (Rheda-Wiedenbrück, 10. Juni 2008)

Zwei Vereine – ein gemeinsames Ziel: das Engagement für Kinder in Not. Vergangene Woche trafen sich Margit und Clemens Tönnies (als Vertreter des gemeinnützigen Vereins „Aktion Kinderträume e.V.“) mit der Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V., Sabine Kraft, um gemeinsame Aktivitäten und Hilfsprojekte zu planen. Durch verschiedene Aktionen soll auf die Arbeit der Kinderhospize aufmerksam gemacht werden. Bei dem Gespräch mit dabei: Der Rheda-Wiedenbrücker Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren Dr. Jens Daniel. Als neues Vorstandsmitglied von Aktion Kinderträume unterstützt er zukünftig ehrenamtlich die Projekte des Fördervereins.

Sich mit vereinten Kräften stark machen für hilfsbedürftige Kinder, das möchten in Zukunft die beiden Vereine „Aktion Kinderträume e.V.“ und der „Bundesverband Kinderhospiz e.V.“ in gemeinsamen Projekten. Aktion Kinderträume – Verein der deutschen Fleischwirtschaft e.V., wie der vollständige Name lautet, wurde vor vier Jahren im Rahmen der ersten Deutschen Zerlegemeisterschaft in Rheda-Wiedenbrück ins Leben gerufen. Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist es, Geldspenden zu sammeln und diese ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen. Die Spenden dienen der Förderung von Institutionen zur Erziehung, Betreuung und Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen, wie z. B. Kinderheime, Schulen, Waisenhäuser und Krankenhäuser. „In den vergangen Jahren haben wir bereits einige Benefiz-Events, wie beispielsweise die Blau-Weiße Nacht organisiert und Projekte zum Wohle notleidender und kranker Kinder unterstützt“, erklärt Margit Tönnies. So entstand auch der Kontakt zum Bundesverband Kinderhospiz. Nach ersten telefonischen Gesprächen lud Margit Tönnies vergangene Woche die Geschäftsführerin des Verbands, Sabine Kraft, zu einem persönlichen Kennenlernen nach Rheda-Wiedenbrück ein. Die Bundesstiftung als Dachorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, für eine verbesserte finanzielle Situation der Kinderhospize und Kinderhospizdienste einzutreten und eine flächendeckende, bedarfsgerechte Versorgung von Betroffenen umzusetzen. Bislang sind 30 stationäre und ambulante Kinderhospize in Deutschland an den Verband angeschlossen. „Immer noch denken viele Menschen, ein Kinderhospiz sei nur für die Finalphase da“, erläutert Sabine Kraft, „Kinderhospize, ob ambulant oder stationär, bieten der gesamten Familie unterstützende Begleitung ab der Diagnose von lebenslimitierenden Erkrankungen bei Kindern an.“ In den stationären Hospizen beispielsweise werden betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Angehörigen begleitet, gepflegt und entlastet. Die Hospize bieten professionelle Pflege, palliativmedizinische Versorgung, psychosoziale und seelsorgerische Begleitung ebenso wie pädagogische Arbeit mit den Geschwisterkindern. Sterben von Kindern ist noch immer ein Tabuthema, ein Thema mit Berührungsängsten. Um so mehr ist es erforderlich, schwerkranken Kindern und deren Angehörigen die notwendige Unterstützung zu geben und deren Interessen und Belange verstärkt zu vertreten. „Wir planen in Zukunft verschiedene Aktionen in Kooperation unser beider Vereine durchzuführen, um noch effektiver helfen zu können und die Menschen auf unser Tun aufmerksam zu machen“, erklärt der zweite Vorsitzende von Aktion Kinderträume, Clemens Tönnies. Unterstützung bei der Prüfung und Umsetzung der Projekte erhält der Förderverein durch sein neues Vorstandsmitglied Dr. Jens Daniel. Der Rheda-Wiedenbrücker Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren wird ab sofort sein fachliches Know-how und persönliches Engagement dem Verein ehrenamtlich zur Verfügung stellen und zukünftige Aktivitäten mit betreuen.

Kinder auf Schalke

Lebensbegrenzt erkrankte Kinder und Jugendliche: Balljungen bei Schalke - Glasgow Rangers

Großer Tag für zwölf Kinder und Jugendliche mit lebensbegrenzen- den Erkrankungen aus Nordrhein- Westfalen: Das Freundschafts- spiel von Schalke 04 gegen die schottischen Glasgow Rangers (Endstand 1:0) verfolgten sie in der Arena „Auf Schalke" als Balljungen und -mädchen vor 28'350 Zuschauern aus nächster Nähe. Vor ihrem Einsatz schlüpften die 6- bis 17-Jährigen in ihren neuen königsblauen Dress, den sie als Andenken mit nach Hause nehmen durften. Nach ihrem Einsatz an der Seitenauslinie wartete ein weiterer Höhepunkt: Schalke04-Kicker Gerald Asamoah gab Autogramme und ließ sich gerne mit allen Kindern und Jugendlichen fotografieren.

In Kooperation mit der Stiftung „Aktion Kindertäume - Verein der deutschen Fleischwirtschaft e.V." und dem Bundesverband Kinderhospiz e.V. hat der FC Schalke 04 diesen Erlebnistag geplant und durchgeführt. Die Kinder und Jugendlichen wurden vom Bundesverband Kinderhospiz eingeladen und den Tag über im Stadion begleitet. Geschäftsführerin Sabine Kraft: „Einfach grossartig, wie eine solche Aktion Kinderherzen höher schlagen lässt und Augen zum Glänzen bringt.“ Melanie van Dijk, Dipl. Sozialpädagogin vom Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf, betonte die Bedeutung dieser Einladung. "Als die Kinder und Jugendlichen davon hörten, war dies Dauerthema bei uns. Die Freude war einfach riesengroß und wird sicher noch lange anhalten.“

 

Curriculum

Es wurde ein Curriculum fĂĽr die Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden in ambulanten Kinderhospizdiensten verabschiedet. Die Zertifikate werden vom Bundesverband gegengezeichnet. Somit ist eine bundesweite Anerkennung unter den Mitgliedern garantiert.

Siegel

Durch die Einführung eines Siegels für stationäre Kinderhospize wird die Einhaltung bundesweiter Standards ermöglicht.

Neues Vorstandsmitglied

Prof. Dr. Christian Loffing ist neues Vorstandsmitglied des Bundesverband Kinderhospiz. Der 37-Jährige wurde anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverband Kinderhospiz im Februar 2008 in Berlin als neues Mitglied gewählt. Der Vorstand besteht somit aus vier Personen. Dipl.-Psychologe und Dipl.-Betriebsökonom Christian Loffing ist seit 2004 verantwortlich für den Lehrstuhl Pflege- und Versorgungsmanagement an der SBA der Steinbeis-Hochschule Berlin. Seit 2008 hat Loffing die Georg-Gottlob-Stiftungsprofessur an der Hochschule Niederrhein inne. Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind die psychosoziale Interventionen in Handlungsfeldern der Prävention und Rehabilitation.