Daniel Schumann Prinzessinnen und Fussballhelden - Lebensbedrohlich erkrankte Kinder

Für sein Buchprojekt Prinzessinnen und Fußballhelden hat Daniel Schumann Familien porträtiert, die ein Kind mit einer lebensbedrohenden Krankheit haben. Die Fotografie ist häufig ein Dokument der Erinnerung. Das gilt in besonderem Maße dort, wo ein Familienporträt die fragile Balance zwischen dem Wunsch nach Normalität und der Bedrohung durch Krankheit und Tod beschreibt.

Wie begegnen wir der Endlichkeit unseres Lebens? Seit seinem Zivildienst in einem Hospiz ist die Auseinandersetzung mit dieser Frage für Daniel Schumann zu einem zentralen Thema seiner fotografischen Arbeit geworden. Für die Realisation dieses Buches erhielt der Fotograf ein Stipendium der Kunststiftung NRW. Darüber hinaus wurde er für "Prinzessinnen und Fußballhelden" mit dem Foreign Artist Award des China Pingyao International Photography Festival 2010 ausgezeichnet.

Die Bundesstiftung Kinderhospiz hat dieses Buch mit einer Förderung unterstützt.

Autoren: Daniel Schumann, Judy Machiné, Thomas Macho Künstler: Daniel Schumann

Festeinband 24,5 x 20,5 cm 112 Seiten 35 Farbabb. Deutsch in Vorbereitung ISBN 978-3-86828-187-3 29,80 2010

Spannender Ausflug zur Autostadt Wolfsburg

Mit der Unterstützung der Autostadt und auf Einladung von Frau Dr. Maria Schneider, besuchten Kinder, deren Gesundheitszustand es erlaubte am 27. und 28. November 2010 mit ihren Eltern die Autostadt in Wolfsburg. Sie erlebten einen ereignisreichen und spannenden Tag. Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes und die künstlerische Aufführung eines Weihnachtsmärchens aus "1001 Nacht" auf dem Eis waren neben der Übernachtung im 5-Sternehotel die Höhepunkte ihres Ausfluges. Die Familien wurden so für kurze Zeit aus ihrem oft anstrengenden Alltag entführt. Um 14 Uhr begrüßte Frau Dr. Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt GmbH, die Gäste auf der Piazza und gab ihnen einen Einblick in die Entstehungsgeschichte und Philosophie der Autostadt geben. Frau Dr. Maria Schneider ist Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz im Rahmen der "52 Wochen – Aktion".  

Anschließend besuchten die Kinder den Workshop „Solar mobil“ mit den Mitarbeitern der Pädagogischen Betreuung der Autostadt. Die Besonderheit: Die Kinder gestalteten eigene Solarmobile. Dabei modellieren sie aus einem Hartschaumkern ein Gestell, in das ein Solarmotor eingesetzt wird. Mit Zahnrädern, Achsen und Rädern ausgestattet, entsteht so ein voll funktionsfähiges Fahrzeug. Energie erhält der Motor durch eine Solarzelle, die durch ein Kabel mit dem Solarobjekt verbunden ist. Die Eltern nutzten die Möglichkeit einer VIP Führung durch die Autostadt. Anschließend genoss man gemeinsam im Restaurant "Pizza AMano“ das Abendessen. Kinder können hier ihre Pizza selbst zusammen stellen, belegen und dabei zusehen, wie diese durch den Ofen läuft.      

Um 19:00 war es dann soweit: "1000 und eine Nacht": Die diesjährige Winterinszenierung der Autostadt verhieß märchenhafte Begegnungen mit der Welt des Orients und mit einer der vielfältigsten Kulturen der Erde. Nicht nur mit der Premiere der Eistanzshow "Aladin und die Wunderlampe" werden Wünsche wahr, auch die Winteroase "Das Goldene Kamel" und der orientalisch anmutende Wintermarkt bieten exotische Schätze des Morgenlandes. Zauberhaft erstrahlt der Park dabei in weihnachtlichem Lichterglanz, während die Eislauffläche verheißungsvoll glitzert: "Sesam, öffne dich!"          

Der Tag endete dann mit dem Besuch des Wintermarktes der Autostadt und mit einem schönen Kommentar eines Vaters: "Hätten wir nicht Fotos gemacht, hätten wir gedacht, wir hätten nur geträumt. Wir wurden liebevoll empfangen, die Führung, die Eisshow, das Hotel alles war super. Die Kinder haben Solar betriebene Autos gebaut . Unser Sohn war einfach nur begeistert."  

  

Weitere Bilder in der Bildergalerie auf www.bundesstiftung-kinderhospiz.de finden Sie hier.

Bahr holt Ärzte in die Legalität

Schwer kranken Menschen helfen und Schmerzen lindern: Für Palliativärzte ist das bislang ein Spagat - zwischen medizinischem Anspruch und Strafbarkeit. Eine Gesetzesänderung soll sie jetzt vor dem Besuch des Staatsanwalts bewahren.

 

Ab Februar sollen Ärzte Schmerzmittel abgeben dürfen

Das Bundesgesundheitsministerium plant eine Änderung der Apothekenbetriebsordnung, die voraussichtlich Anfang Februar 2012 in Kraft treten wird. Danach wird es Ärzten erlaubt sein, unheilbar kranken Patienten bei der Betreuung zuhause dringend benötigte Schmerzmittel zu geben. Bislang dürfen Medikamente in Deutschland nur durch Apotheken verkauft werden, während der Arzt allenfalls ein Rezept ausstellen kann. Palliativ- und Schmerzmediziner hatten bereits in der Vergangenheit die Notwendigkeit einer Änderung angemahnt, da besonders an Wochenenden und Feiertagen, wenn Apotheken nur einen Notdienst fahren, die Versorgung mit Arzneimitteln bei Todkranken problematisch ist.

Versorgungskonzept für eine bundesweite Umsetzung der SAPV

Konzeptgrundlage

Jede in der Bundesrepublik ansässige Person hat ein Grundrecht auf ein Sterben in Würde. Dieses folgt unmittelbar aus Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes.
Der Bundestag hat sich anlässlich der Verabschiedung des § 37b SGB V ausdrücklich zu diesem Grundrecht bekannt. Wie sich aus der Verlautbarung der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung vom 21. Januar 2011 ergibt, steht der Schutz der Würde des sterbenden Menschen ebenfalls im Zentrum der darin formulierten ärztlichen Standesethik für die ärztliche Sterbebegleitung.
In Würde zu sterben heißt, als Mensch in der von ihm gewünschten Umgebung in seinem Dasein bis zuletzt wahrgenommen und angenommen zu werden. Die Vertragspartner bekennen sich zu diesen ihnen vorgegebenen rechtlichen und ethischen Normen.

Download des Konzeptes