Fachtagung zur Kinder- und Jugendtrauerbegleitung am 07.10.2017

grenz erfahrung

Liebe Interessierte am Thema Kinder- und Jugend-Trauerbegleitung, 

wir freuen uns sehr, Sie zu einer ganz besonderen Fachtagung einladen zu können: Am Samstag, 7. Oktober 2017, widmen wir uns in Karlsruhe einen ganzen Tag dem wichtigen Thema Kinder- und Jugendtrauer.
Veranstalter sind der Bundesverband Kinderhospiz e.V. in Zusammenarbeit mit Hospiz in Karlruhe. Als Referenten konnten wir Detlef Bongartz gewinnen, den Gründer von "Merlinos - Lehre und Begleitung der kindlichen Seele". Schirmherr unserer Fachtagung ist Bernd Gnann, Schauspieler und Entertainer, der nicht nur den Fachtag eröffnet, sondern diesem auch mit einer abendlichen Einladung in sein Theaterstück "Himmel und Erde" einen besonderen Rahmen schafft.
Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme an diesem Fachtag, an einer gemeinsamen Weiterentwicklung des Themas im Rahmen der Workshops, auf viele Impulse, die uns alle in unserer täglichen Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen bereichern.


Programmablauf

09:30 Ankommen
10:00 Begrüßung durch Schirmherr Bernd Gnann
10:15 Vortrag Detlef Bongartz
11:15 Kaffeepause
11:30 Workshop Phase I
13:00 Mittagspause und Kaffee
14:00 Workshop Phase II
15:30 Zusammenfassung der Ergebnisse, Abschluss
16:00 Ende
20:00 Theaterbesuch im Theater K2: „Himmel und Erde“


Angebotene Workshops:
 
1. Detlef Bongartz - Wie Kinder und Jugendliche Grenzen nach einem Verlust wahrnehmen und akzeptieren lernen
2. Christine Bronner - Hilfe fern der Heimat. Trauma und Trauer in der interkulturellen Arbeit der Kinderhospizarbeit
3. Martina Görke-Sauer - Rituale an der Grenze
4. Infocenter Hauptfriedhof Karlsruhe - Führung über die „Kinderwelten“
5. Karin Wenz - Kleisterbilder – sinnliches Erfahren und Ausdrücken, wenn Worte an ihre Grenzen kommen
6. Hanne Shah - Trauer und Trauma – Abgrenzung

Im Rahmenprogramm der Fachtagung werden sich verschiedene Fachgruppen und Fachverbände präsentieren und es wird eine Auswahl an aktueller Literatur angeboten.

 

Die Teilnahme an der Fachtagung kostet 74 Euro pro Person (Kaffee und Getränke, Mittagessen und Theaterbesuch sind enthalten); BVKH-Mitglieder bezahlen 64 Euro. Bitte melden Sie sich mit angefügtem Formular bis zum 11. September 2017 verbindlich an.
Die Veranstaltung findet im Sozialdiakonischen Zentrum Karlsruhe, Luisenstraße 53, 76137 Karlsruhe statt. Gerne sind wir behilflich, eine Übernachtungsmöglichkeit für Sie zu finden, bitte geben Sie uns ggf. Bescheid.

 

Zum vollständigen Programm der Fachtagung

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Zur Anmeldung der Fachtagung als PDF

Zu den Teilnahmebedingungen

 

Interview mit dem neuen OSKAR-Botschafter Cem Özdemir

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Das Sorgen- und Infotelefon OSKAR richtet sich ja an Familien mit schwerstkranken Kindern, die absehbar sterben. Kinder und Tod – das ist kein leichtes Thema. Warum setzen Sie sich als OSKAR-Botschafter ausgerechnet dafür ein?

Cem Özdemir: Für mich als Vater zweier Kinder ist es eine Herzensangelegenheit, dass Familien, die mit einem derartigen Schicksal konfrontiert sind, die größtmögliche Unterstützung erhalten. Niemand darf alleine gelassen werden, der von einer lebensverkürzenden Erkrankung betroffen ist oder sein Kind, die Schwester oder den Bruder, einen Freund oder eine Freundin verlieren wird. Deshalb setze ich mich als OSKAR-Botschafter dafür ein, dass jede*r ein offenes Ohr und eine kompetente wie einfühlsame Beratung erhalten kann.

Bekommen Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern in Deutschland aus Ihrer Sicht genügend Unterstützung?

Cem Özdemir: Ende 2015 hat die Bundesregierung endlich ein Hospiz- und Palliativgesetz beschlossen in dem auch auf Druck meiner Fraktion im Bundestag wichtige Verbesserungen für Kinder und Jugendliche erreicht werden konnten: Die finanzielle Förderung ambulanter Hospizdienste wurde verbessert um endlich die Trauerbegleitung der betroffenen Familien zu stärken. Wir hoffen, dass diese Neuregelungen ihre Wirkung schnell entfalten können. Zudem müssen nun künftig gesonderte Rahmenvereinbarungen für Kinderhospize getroffen werden, um den besonderen Bedürfnissen schwerstkranker Kinder und Jugendlicher besser gerecht zu werden. Eine gesonderte Rahmenvereinbarung für Kinderhospize würde bedeuten, dass schwerstkranke Kinder und Jugendliche nicht mehr mit Erwachsenen gleichgesetzt werden und eine gezieltere Versorgung ermöglicht würde, da Kinderhospizarbeit konzeptionell anders aufgebaut werden könnte als Erwachsenenhospizarbeit.

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Warum braucht Deutschland Ihrer Meinung nach das Sorgen- und Infotelefon OSKAR?

Cem Özdemir: Oskar ist immer für einen da: egal zu welcher Uhrzeit. Wenn man bei OSKAR anruft muss man nachts um 3 keine Angst haben, jemanden aus dem Bett zu klingeln, wenn man wach liegt und reden möchte. Betroffene Kinder und Angehörige wollen vielleicht ihr Umfeld nicht zusätzlich mit ihren Sorgen belasten. Oder sie haben Fragen zu lebensverkürzenden Krankheiten. Für all das ist das Sorgen- und Infotelefon OSKAR die erste Anlaufstelle: Seine Mitarbeiter*innen können trösten, zuhören, ermutigen oder einfach informieren.

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Sehen Sie politischen Handlungsbedarf, um die Lebenssituation, den Alltag lebensverkürzend erkrankter Kinder und ihrer Angehörigen zu verbessern? Wenn ja: welchen genau?

Cem Özdemir: Der Wunsch der Kinder und ihren Familien nach möglichst viel gemeinsamer und selbstbestimmter Zeit muss im Vordergrund der Versorgung stehen. Die allgemeinen wie auch spezialisierten ambulanten Palliativversorgungen haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, jedoch sind wir immer noch weit von einer flächendeckenden Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen entfernt. Deswegen wollen wir Grüne auch weiterhin den Ausbau der ambulanten Palliativversorgung engagiert und zügig voranzutreiben und die Kostenträger und Leistungserbringer darin bestärken und unterstützen.

 

Besondere Biker - "Jail Riders Freiburg" spenden 2000 € für Kinderhospizarbeit

jail riders

Harte Schale, weicher Kern - an dieses Sprichwort muss denken, wer den "Jail Riders" aus Freiburg begegnet. Die Motorradgruppe, die zum Teil aus Personal der Justizvollzugsanstalt besteht, hat dem Bundesverband Kinderhospiz einen Scheck über 2000 Euro überreicht! Die motorradfahrenden Wohltäter sind über eine betroffene Familie, die vom BVKH betreut wird, auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam geworden. Sven Stöcks als Vertreter der Biker übergab den Scheck an die stellvertretende Geschäftsführerin des BVKH, Corinna Fürste. Die Spendensumme wurde beim 17. Motorradtreffen der Justiz gesammelt, bei dem Biker aus Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz vertreten waren.Vielen herzlichen Dank für diese großartige Unterstützung!

Hummelfreunde - Kinderbuch-Autor Heiko Baumann spendet 3000 Euro an den Bundesverband Kinderhospiz

hummel holly

Lenzkirch – Eine kleine Hummel erweist sich für den Bundesverband Kinderhospiz als Glücksbringer: „Die Abenteuer von Hummel Holly“ heißt das Kinderbuch, das Autor Heiko Baumann geschrieben hat. In Reimen und mit liebevollen Illustrierungen versehen erleben kleine Leser  in fünf Kapiteln die Erlebnisse der kleinen Hummel mit – und erfahren im Anschluss nicht nur etwas über diese nützlichen Insekten, sondern auch etwas über die Kinderhospizarbeit. Vom Verkauf jedes Buches spendet Heiko Baumann 1,50 € an den Bundesverband Kinderhospiz, der dieses Geld einsetzt, um den über 40.000 Familien in Deutschland zu helfen, die ein lebensverkürzen erkranktes Kind haben. 3000 Euro hat Heiko Baumann nun an BVKH-Geschäftsführerin Sabine Kraft übergeben können – mit dabei seine Kinder, die natürlich auch ganz große Hummelfreunde sind. Vielen Dank für dieses wunderbare Engagement!

Bildtext: Aaron, Janis und Elias mit Mama Natascha und Vater Heiko Baumann freuten sich genauso wie BVKH-Geschäftsführerin Sabine Kraft über die stattliche Summe, die die kleine Hummel Holly für die Kinderhospizarbeit möglich gemacht hat.

Aktiv und engagiert

katholische frauengemeinschaft haeusern

Die katholische Frauengemeinschaft Häusern hat sich wieder einmal kräftig ins Zeug gelegt: die Gruppe setzt sich sehr aktiv für soziale Projekte ein; und diesmal durfte sich der Bundesverband Kinderhospiz e.V. (BVKH) mit Sitz in Lenzkirch über dieses Engagement freuen. 750 Euro überreichten die „Häuserner Frauen“ an Corinna Fürste, stellvertretende Geschäftsführerin des BVKH, die den Scheck strahlend entgegen nahm: "Mit dem Geld können wir den vielen betroffenen Familien helfen, die ein sterbenskrankes Kind haben und die sich an uns wenden, weil sie Hilfe brauchen." 40.000 Familien in Deutschland gibt es, die ein Kind haben, das wegen einer unheilbaren Krankheit nicht einmal erwachsen werden wird. Der BVKH finanziert seine Hilfe für die Betroffenen ausschließlich über Spenden. Unter anderem betreibt der Bundesverband das "Oskar Sorgentelefon" für Betroffene, das rund um die Uhr erreichbar ist und von speziell ausgebildeten, ehrenamtlichem Beraterinnen betrieben wird. Als Dachverband der deutschen Kinderhospize setzt sich der BVKH für die Belange der deutschen Kinderhospizeinrichtungen auch auf politischer Ebene ein.

Bildtext: Monika Kaiser (links) und Heike Pfeifer konnten stolz den Scheck der katholischen Frauengemeinschaft Häusern an Corinna Fürste vom BVKH (Mitte) überreichen.
Foto: Liebwein