Mitgliederversammlung in Wilhelmshaven

Irene Müller, Hospizleitung des Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospizes Joshuas Engelreich, wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 3. Mai 2016 in den Vorstand des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. gewählt. Gemeinsam mit Petra Hohn, Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e. V., Jürgen Schulz, Kinderhilfe e. V., Christine Bronner, Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München, und Marion Werner, Hospizleitung Kinderhospiz Mitteldeutschland, vervollständigt sie das Gremium.

Die Mitgliederversammlung mit rund 30 Teilnehmern fand in diesem Jahr im Kinderhospiz in Wilhelmshaven statt. Irene Müller freute sich sehr über ihre Wahl: „Im Bundesverband habe ich hervorragende Kollegen, mit denen ich nun noch aktiver an der Verwirklichung unserer Ziele arbeiten kann. Daher freue ich mich sehr auf meine neue Aufgabe.“ Zu den Zielen des Bundesverbandes Kinderhospiz gehört u. a. die Umsetzung einer eigenen Rahmenvereinbarung für Kinder- und Jugendhospize, die Vernetzung der Kinderhospize untereinander sowie die Entwicklung und Sicherung gemeinsamer Qualitätsstandards.

Bei der vorangegangen Fachtagung am 2. Mai 2016 wurden neue Entwicklungen und Strukturen im Verband diskutiert. „Die Diskussion verlief kontrovers, aber konstruktiv“, sagte Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e. V. Außerdem wurde über den Erfolg des im Juni 2015 eingerichteten Oskar-Sorgentelefons berichtet. Angehörige eines Kindes mit einer lebensverkürzenden Krankheit haben hier die Möglichkeit, zu jeder Tageszeit Unterstützung zu bekommen. „Dies wird von den Betroffenen sehr gut angenommen“, so Kraft weiter. Es handelt sich hierbei um das erste Kinderhospiz-Sorgen- und Infotelefon, das rund um die Uhr kostenlos erreichbar ist.

Die Ergebnisse der Fachtagung wurden gleich mit in die Mitgliederversammlung am Dienstag genommen. Diese, so Kraft, sei die wichtigste Veranstaltung des Bundesverbandes im Jahr: „Es ist wichtig, dass die einzelnen Mitglieder hinter den Entscheidungen stehen und wir mit einer Stimme sprechen.“