160331 Bitzenberger

Wo handwerkliches Geschick auf soziales Engagement trifft, da kann Großes entstehen. Wir schreiben das Jahr 1977, als Erich Bitzenberger und seine Frau Elisabeth eine Bäckerei mit angegliedertem Café in Feldberg-Bärental übernehmen und es „Café zum g‘scheiten Beck“ nennen. Nicht zuletzt seiner Brennkunst, die er sich bereits im Alter von 13 Jahren bei seinem Vater abschaut, ist es zu verdanken, dass ich das Café wachsender Beliebtheit erfreut, denn vor über 20 Jahren erweiterte Bitzenberger sein Geschäft um eine Schnapsbrennerei. „Wir haben viel Glück im Leben gehabt“, betont der Unternehmer und führt aus, dass er sich nicht zuletzt aus Dankbarkeit seit jeher sozial engagiert. Als Bitzenberger die erste Informationsveranstaltung des Bundesverband Kinderhospiz in Lenzkirch besuchte und kurz darauf das lebensverkürzend erkrankte Kind, das sich ebenfalls auf der Veranstaltung befand, starb, bewegte ihn dies tief: „Mein Bruder ist seit jungen Jahren erkrankt, sodass ich eine hohe Affinität zu diesem Thema entwickelt habe.“ Mit verschiedensten Aktionen, angefangen mit einer Spendenbox in seinen Räumlichkeiten, Abgabe eines Euros pro verkaufter Flasche Schnaps, einer Sonderedition und vielem mehr wird so Euro um Euro gesammelt. Zwei runde Geburtstage im Hause Bitzenberger wurden dazu verwendet, um Spenden zu sammeln: „Wer vernünftig ist, der macht sowas – wir haben doch alles.“ Jüngst konnten dem Bundesverband Kinderhospiz daher 8000 Euro überreicht werden. Insgesamt hat Bitzenberger seit dem Jahr 2011 somit bereits 11 000 Euro gespendet. Mit diesem Geld wird derzeit auch eine Familie im Hochschwarzwald unterstützt.