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Der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) und Serviceplan Health & Life haben am diesjährigen Welthospiztag, dem 10. Oktober 2015, auf berührende Art und Weise auf die Belange schwerstkranker und sterbender Kinder sowie die Arbeit von Kinderhospizeinrichtungen aufmerksam gemacht.

Diese Aktion des Bundesverbands Kinderhospiz (BVKH) zum Welthospiztag am vergangenen Samstag, den 10. Oktober, ging vielen Hörern des rheinland-pfälzischen Radiosenders RPR1 sehr nahe: Während der Sendung „Endlich Samstag“ hörten sie, wie ein kleiner Junge am Studiotelefon der Moderatorin Sabine Koppers ganz unvermittelt von seiner schweren Erkrankung erzählte. Denn der neunjährige Sebastian leidet an spinaler Muskelatrophie (kurz: SMA), einer unheilbaren degenerativen Erkrankung des zentralen Nervensystems, und sitzt deshalb im Rollstuhl. Wenn die anderen Fußball spielen, so sagt Sebastian zum Beispiel, könne er nicht mitlaufen. Und am Ende des Gesprächs fragt der Junge: „Warum lässt Gott zu, dass ich so eine schwere Krankheit habe und dass ich daran sterbe?“ Eine Antwort darauf kann ihm die Moderatorin nicht geben. Stattdessen herrscht Stille.

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Mit der Aktion wollten der BVKH und Serviceplan Health & Life Aufmerksamkeit schaffen für die Arbeit des Verbandes und der Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche beim Sterben begleiten: „Sebastian ist leider kein Einzelfall. In Deutschland leben etwa 40.000 Familien, deren Kinder an einer unheilbaren Krankheit leiden, 5.000 Kinder sterben jedes Jahr. Bei den Betroffenen besteht natürlich ein großes Bedürfnis nach Unterstützung. Wir wollen ihnen nicht nur im Kinderhospiz die bestmögliche Pflege und Unterstützung bieten, sondern sind auch rund um die Uhr über unser Sorgentelefon OSKAR erreichbar. Ohne Spendengelder in Millionenhöhe wäre all das aber nicht möglich. Deshalb hoffen wir, dass wir auf diese Weise einige Hörer aufrütteln und für unsere Sache gewinnen konnten“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des BVKH.

Für Christoph Bohlender, Creative Director Text bei Serviceplan Health & Life, ist es eine Herzensangelegenheit, den BVKH zu unterstützen: „Ich engagiere mich als Botschafter ehrenamtlich für den BVKH und mir ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen für die Arbeit von Kinderhospizen sensibilisiert werden. Der Anruf hat einige Hörer vielleicht geschockt, weil sie nicht damit gerechnet haben – und weil Sterben immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist. Aber genau das muss sich ändern. Wenn einige von ihnen sich im Anschluss an die Sendung mit dem Thema beschäftigt haben und für den BVKH spenden, haben wir mit der Aktion viel erreicht.“

Zum Pressemitteilung (PDF)

Mitschnitt von RPR1