Internationaler Frauentag am 8. März 2014 – pflegende Mütter sind die VERGESSENEN!

Lenzkirch/Berlin, 8. März 2014 – Am 8. März wird der Internationale Frauentag gefeiert. Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. macht in diesem Zusammenhang auf die Situation von pflegenden Angehörigen eines lebensverkürzend erkrankten Kindes aufmerksam.

Die Diagnose, dass das eigene Kind das Erwachsenenalter wohl nicht erreichen wird, ist wie ein Schock. Der gewohnte Alltag der Familie verändert sich grundlegend und richtet sich auf die Bedürfnisse und den Gesundheitszustand des erkrankten Kindes aus. Für Geschwisterkinder bleibt weniger Zeit, Freizeitbeschäftigungen und Freunde haben kaum noch Raum  und der finanzielle Druck belastet die Familie schwer. Oft  sind es die Mütter, die ihren Job und einen Großteil ihres sozialen Umfeldes für die Pflege und Betreuung des kranken Kindes aufgeben. „Besonders alleinerziehende Mütter leisten hier unter Dauerbelastung fast Unmenschliches, oft unbemerkt und isoliert“, merkt Frau Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz, an. „Wir müssen unsere Aufmerksamkeit besonders auch auf jene Frauen lenken, die über Jahre hinweg ihr krankes Kind pflegen. Sie brauchen besondere Hilfen für den Wiedereinstieg in den Beruf, Fortbildungsmöglichkeiten von zuhause aus und Entlastung während der Pflege“.

Der "Internationale Frauentag" ist daher ein Tag, an all die pflegenden Mütter zu denken und ihnen Kraft zu wünschen – und Mahnung zugleich, die so wichtigen Rahmenbedingungen von pflegenden Angehörigen zu verbessern, damit auch sie wieder einen gerechten Zugang zurück in unsere Gesellschaft haben.

Bundesverband Kinderhospiz e.V. unterstützt und berät
Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. informiert über Kinderhospizangebote. Kinderhospizdienste unterstützen die Familien zuhause, damit die Familien einmal ‚Atem‘ holen können und in den stationären Kinderhospizen können alle Familienmitglieder Kraft schöpfen für den weiteren schweren Weg. Kinderhospize sind ab der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung für sie da – kostenlos – auch zwischendurch – immer wieder – sie sind vor allem eine ‚Lebensbegleitung‘ und nicht, wie so oft gedacht, nur für das ‚Sterben und Trauern‘ da.

Internationaler Frauentag
Seit 1921 wird in vielen Ländern am 8. März der internationale Frauentag gefeiert, dessen Einrichtung auf einen Vorschlag der Politikerin Clara Zetkin zurückgeht. Ob als gesetzlicher Feiertag oder nicht – im Mittelpunkt stehen die Frauen. Ursprünglich war der Frauentag ein Tag, an dem unter anderem für das Frauenwahlrecht gekämpft wurde. In neuerer Zeit wird am 8. März mit dem Weltfrauentag der Vereinten Nationen darauf hingewiesen, dass die Gleichstellung der Frau in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen noch nicht voll erreicht ist.

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