Kinderpalliativmedizin ist ein grundlegendes Menschenrecht!

Der Welthospiztag am 12. Oktober 2013 bietet f├╝r den Bundesverband Kinderhospiz e.V. Anlass, gegen die Tabuisierung des Themas anzugehen und f├╝r die Interessen der betroffenen Kinder und Familien einzutreten. Handlungsbedarf sieht der Verband vor allem in der grundlegenden Finanzierung von Kinderhospizarbeit in Deutschland.

ÔÇ×Kinderpalliativversorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht und dies weltweitÔÇť, betont Sabine Kraft, Gesch├Ąftsf├╝hrerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V. Als Vizepr├Ąsidentin der ICPCN, International Children┬┤s Palliative Care Network mit Sitz in S├╝dafrika, erkl├Ąrt sie, dass die Versorgung in den Hospizen nur funktioniert, wenn sie auf viele Schultern verteilt ist. Dies, so Kraft weiter, gilt ebenso f├╝r so manche falsche Vorstellung, wenn es um Palliativversorgung geht, gerade im Bereich Kinder.

Eindrucksvoll unterstreicht dies die Geschichte von Godfrey. Er zeichnet gerne, vor allem das Sunflower House, das Kinderhospiz, wo er seit einiger Zeit lebt und das ihm wie ein Zuhause geworden ist. In letzter Zeit malt Godfrey vor allem Autos und bunte Busse. Vielleicht ein Zeichen daf├╝r, dass Godfrey sich auf seine letzte Reise begibt. Kaplan Keith, der Seelsorger des Kinderhospizes, verbringt viel Zeit mit ihm, beantwortet Fragen, h├Ârt zu und nimmt ihm in vielen Gespr├Ąchen die Angst vor dem Tod. Wenige Tage sp├Ąter stirbt Godfrey. Ein Tod, der so schnell nicht vorhersehbar war und viele im Kinderhospiz ├╝berrascht. Godfrey wurde 11 Jahre alt, war an HIV erkrankt und wurde palliativmedizinisch versorgt. So konnte er bis zuletzt f├╝r ein paar Stunden, mit unterst├╝tzender Sauerstoffversorgung, jeden Tag die Schule besuchen.

Kinder wie Godfrey haben ein Recht auf Palliativversorgung, die ihnen hilft, schmerzfrei leben zu k├Ânnen. Sie haben auch ein Recht auf einen friede- und w├╝rdevollen Tod. Einen Tod ohne Schmerzen. So will die ICPCN, und der Bundesverband Kinderhospiz e.V. unterst├╝tzt diese Aktion, falsche Vorstellungen ├╝ber Kinderpalliativversorgung aus den K├Âpfen verbannen und mit konkreten Hinweisen aufkl├Ąren.