Am 1. und 2. M├Ąrz 2010 fand in Wuppertal die j├Ąhrlich stattfindende Mitgliederversammlung des Bundesverband Kinderhospiz e.V. statt. Viel stand auf dem Programm. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Dialogs. Neben dem grunds├Ątzlichen Einsatz f├╝r die Ausweitung der Kinderhospizarbeit diskutierten die Mitglieder des Verbandes Beispiele f├╝r Tageshospize, bzw. teilstation├Ąre Einrichtungen. Dabei wurden zwei Konzepte vorgestellt: das ÔÇ×KinderlebenÔÇť in Hamburg und ein geplantes teilstation├Ąres Angebot in Brandenburg. Die Mitgliedsorganisationen beschlossen die Aufnahme der beiden Einrichtungen in den Bundesverband und trafen somit eine Grundsatzentscheidung.

Eine grunds├Ątzliche Erh├Âhung des Bekanntheitsgrades in der ├ľffentlichkeit und die Wege dorthin pr├Ąsentierte Rainer Rettinger, der seit Dezember des letzten Jahres f├╝r Marketing und Fundraising zust├Ąndig ist. Ein von den Mitgliedern verabschiedetes Leitbild soll die Professionalit├Ąt der Arbeit des Bundesverband Kinderhospiz e.V. festschreiben. Es besagt unter anderem, dass im Mittelpunkt der Kinderhospizarbeit die W├╝rde und Lebensqualit├Ąt lebensverk├╝rzt erkrankter Kinder, Jungendliche und junge Erwachsene steht. Einstimmig wurde das Leitbild von allen Organisationen verabschiedet.

Der Tag endete mit einem Vortrag von Dr. Eckhard Becker, UVM Consulting, der ├╝ber die Qualit├Ątsentwicklung der Kinderhospizarbeit referierte.

Der zweite Tag begann mit einem Expertenappell: Dem Tod ein ÔÇ×DuÔÇť gegen├╝berstellen, ein Rat des Gie├čener Soziologie-Professors Reimer Gronemeyer, ist beim Bundesverband Kinderhospiz e.V. auf offene Ohren gesto├čen. Es gen├╝ge nicht nur, dem Lebensende von unheilbar erkrankten Kindern als Organisation mit einem Qualit├Ątssiegel zu begegnen, sondern es brauche auch ein gro├čes St├╝ck Menschlichkeit und Idealismus.

Ver├Ąnderungen im Vorstand

Verena H├Âlken verl├Ąsst nach f├╝nf Jahren den Vorstand des Bundesverbands Kinderhospiz e.V. Die Diplomkauffrau und Gesch├Ąftsf├╝hrerin des Dominikus Krankenhaus D├╝sseldorf hatte sich aus beruflichen Gr├╝nden nicht mehr zur Wahl gestellt. Zur Wahl stellten sich R├╝diger Barth vom Kinderhospiz Balthasar aus Ople, S├índor H├Âhn vom Kinderhospiz B├Ąrenherz in Leipzig und Margret F├╝chsle vom Kinderhospiz Stuttgart, Herr J├╝rgen Schulz (Kinderhospiz Sonnenhof, Berlin), Herr Prof. Dr. Christian Loffing (Georg-Gottlob-Stiftungsprofessur an der Hochschule Niederrhein), Christine Ettwein-Friehs vom Ambulanten Kinderhospizdienst in Karlsruhe. Neu gew├Ąhlt wurden Margret F├╝chsle und R├╝diger Barth. Mit der Wahl als Vorstand best├Ątigt wurden J├╝rgen Schulz, Christian Loffing und Christine Ettwein-Friehs.

J├╝rgen Schulz nutzte mit herzlichen Worten die Gelegenheit Verena H├Âlken f├╝r die gro├čartige Arbeit im Vorstand zu danken.