Anl├Ąsslich des Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November 2012 erinnert der Bundesverband Kinderhospiz e.V. erneut daran, die Rechte von lebensverk├╝rzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu st├Ąrken. Politik und Krankenkassen m├╝ssen st├Ąrker als bisher ber├╝cksichtigen, dass Kinderhospizarbeit in Deutschland dringend gef├Ârdert werden muss.

Kinderhospizarbeit ist noch immer auf Spenden angewiesen, nur rund 50 Prozent der laufenden Kosten werden von den Kostentr├Ągern erstattet. Nach wie vor eine unbefriedigende Situation, weil es den Einrichtungen und der gesamten Bewegung auf Dauer schaden wird. In den Bundesl├Ąndern gibt es auch mit der neuen Gesetzeslage keine einheitliche Kostenerstattung: je nach Land und Krankenkasse werden viele Aufenthalte nicht als Hospizaufenthalte bewilligt. ÔÇ×Kranke Kinder haben das Recht auf einen w├╝rdigen TodÔÇť, so Sabine Kraft, Gesch├Ąftsf├╝hrerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V.

Auch dieses Jahr erhebt der Bundesverband Kinderhospiz e.V. seine Stimme f├╝r die Kinder und macht auf die bestehenden Defizite aufmerksam. ÔÇťMein Wunsch ist es, dass die Familien auf ihrem schwerem Weg begleitet werden, dass Trauerarbeit mit dem Tod des Kindes nicht aufh├Âren darf und die gesetzlich festgeschriebene Palliativversorgung endlich umgesetzt wirdÔÇť, so die Bitte von Kraft an die Politik und Krankenkassen.

Kinderhospize begleiten Kinder mit unheilbaren Erkrankungen gemeinsam mit ihren Familien bis zum Tode des erkrankten Kindes und in der Trauerzeit. Sie sorgen f├╝r Unterst├╝tzung und Entlastung auf diesem schweren Weg. Das Leben der betroffenen Familien ├Ąndert sich mit der Diagnose radikal. Sie stehen pl├Âtzlich vor der kaum l├Âsbaren Aufgabe, das Unbegreifliche zu begreifen und dabei gleichzeitig den Alltag organisieren und eine neue Lebensperspektive entwickeln zu m├╝ssen. Zudem wachsen Geschwisterkinder angesichts dieser Situation in einem Spannungsfeld zwischen Beh├╝tetsein und Auf-sich-selbst-gestellt-sein auf.

Allein ist niemand einer solchen Belastung gewachsen. Die Eltern nicht, die Kinder nicht, die ganze Umgebung dieser Betroffenen nicht. Der "Internationale Tag der Kinderrechte" ist daher ein Tag, an all die Kinder und ihre Helfer zu denken und ihnen Kraft zu w├╝nschen ÔÇô und Mahnung zugleich, die so wichtigen Rahmenbedingungen der Kinderhospizarbeit auf bundesweit einheitliche Bedingungen zu konzentrieren. ÔÇ×Dass an die Rechte f├╝r unheilbar kranke Kinder erinnert werden muss, ist leider eine traurige Realit├ĄtÔÇť, so Kraft und erinnert daran, dass fl├Ąchendeckende palliative Begleitung von Kindern noch l├Ąngst nicht erreicht ist.