Bad Rappenau. (osch) Bereits zum 14. Mal finden sie wieder statt: Die Hospizwochen, die der kirchlich ambulante Hospizdienst Kraichgau veranstaltet. Angefangen in einem eher beschaulichen Kreis, zieht die Vortragsreihe mittlerweile einen großen Interessentenkreis an. 100 und mehr Besucher aus der gesamten Region waren in den letzten Jahren keine Seltenheit. Eine angestammte Riege hochkarätiger Referenten mit vielfältig wechselnden Themen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Darüber, was vor Jahren noch vielfach als Tabuthema gehandelt wurde, wird mittlerweile zunehmend öffentlicher gesprochen: Sterben und Abschiednehmen in seinen vielfältigen Formen und Lebensfeldern. Die neueste Auflage der Hospizwochen beschäftigt sich dieses Jahr auch mit besonders sensiblen Bereichen wie der Kinderhospizarbeit.

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am Mittwoch, 15. Februar, um 19 Uhr in der evangelischen Stadtkirche. Unter anderem gestalten die Pfarrer Daniel Fritsch (Siegelsbach) und Karin Frasl (Kirchardt) sowie Mitarbeiter des kirchlich ambulanten Hospizdienstes Kraichgau und der Sozialstation Bad Rappenau - Bad Wimpfen den Gottesdienst. Am Montag, 27. Februar, befasst sich Ulrike Schmid (Stuttgart) mit dem barocken Ausdruck "Memento mori": "Gedenke dass Du sterben musst".

Begriff und Bedeutung stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Bilder, Symbole, die die Menschen durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder an ein endliches Leben erinnern. Mit Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz steht am Montag, 5. März eine neue Referentin am Rednerpult. "Kinderhospizarbeit - noch immer ein Tabu?" fragt sie und stellt Aufgaben in der ambulanten und stationären Kinderhospizarbeit vor. Mit einem Filmbeitrag erhalten die Besucher die Möglichkeit, sich behutsam diesem Thema zu nähern und Einblicke in die Kinderhospizarbeit zu gewinnen.