Es ist mittlerweile mehr als nur eine liebgewordene Tradition: Zur Weihnachtszeit unterstützt die FriedWald GmbH erneut das Engagement des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. Im Heidelberger Altstadt-Gasthaus „Hackteufel“ hat das Unternehmen für Bestattungen in der Natur am vergangenen Freitag dem Verband im Beisein zweier betroffener Familien eine Spende in Höhe von 5.000 Euro übergeben.

Gemütlich und vorweihnachtlich geht es im „Hackteufel“ zu. Sabine Kraft verteilt kleine, liebevoll eingepackte Geschenke auf den Tischen. Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz ist voller Vorfreude, zwei ihrer Schützlinge wieder zu sehen: Sina und Laura-Jane, die beide an Muskelatrophie leiden – einer Erkrankung, die fortschreitenden Muskelschwund nach sich zieht. Die beiden Mädchen wurden mit ihren Familien vom Bundesverband Kinderhospiz zu einer Spendenübergabe der FriedWald GmbH nach Heidelberg eingeladen. Denn von den 5.000 Euro, die FriedWald auch in diesem Jahr dem Bundesverband zukommen lässt, sollen auch Sina und Laura-Jane unterstützt werden.

Pünktlich um 15 Uhr öffnet sich die Gasthaustür. „Ich freue mich riesig, dass ihr da seid“, begrüßt Sabine Kraft die beiden Familien – Familie Wolf und Familie Behre, für die das Treffen ebenfalls etwas Besonderes ist. „Ich habe meinen Freunden extra gesagt, dass ich heute außer Haus bin“, erzählt die zehnjährige Sina. Auch ihre kleine Schwester Amelie ist mitgekommen, obwohl sie später noch einen Turnauftritt hat. Turnen – das ist für Sina aufgrund ihrer Erkrankung, die sie an einen Rollstuhl bindet, nicht möglich. Aber dafür hat die Zehnjährige andere Fähigkeiten: „Ich höre sehr gerne Musik und denke mir dabei Tanzschritte für meine Schwester Amelie aus, die sie mir dann vortanzt“ erzählt Sina stolz.

Die Familien von Sina und Laura-Jane sind zwei von vielen betroffenen Familien, die vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. finanziell unterstützt werden. Mit einem Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro möchte auch die FriedWald GmbH einen kleinen Beitrag leisten. „Die Aufgabe, schwerkranke Kinder und ihre Familien zu begleiten und zu entlasten, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Deshalb unterstützen wir sehr gerne auch in diesem Jahr die Arbeit des Bundesverbandes Kinderhospiz“, so Michael Bachmann. Von dem Geld sollen nicht nur betroffene Familien, sondern auch Kinderhospizdienste in Deutschland profitieren.

Das Sterben von Kindern ist noch immer ein Tabuthema, ein Thema mit Berührungsängsten. Um so mehr ist es erforderlich, schwerkranken Kindern und deren Angehörigen die notwendige Unterstützung zu geben und deren Interessen und Belange verstärkt zu vertreten. Dies ist das Ziel des Bundesverband Kinderhospiz e.V. Dass die Kinderhospizarbeit neben öffentlichen Zuschüssen und Geld von Krankenkassen auch Eigenmittel - etwa aus Spenden - aufbringen muss, ist für den Bundesverband selbstverständlich. „Wir sind FriedWald sehr dankbar für diese wunderbare Kooperation und Unterstützung und freuen uns sehr darüber“, so Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V.