Im Rahmen einer Feierstunde in Schloss Waldthausen vergab der DKSB RLP e.V. den „Kinderschutzpreis“ in diesem Jahr an das Kinderhospiz Sterntaler e.V., Mitglied des Bundesverband Kinderhospiz e.V., in Dudenhofen. Die Einrichtung ist das erste und bisher einzige stationäre Kinderhospiz in Rheinland-Pfalz. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert, die der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz gestiftet hat.

"Der Kinderschutzbund freut sich, mit Sterntaler eine Einrichtung auszuzeichnen, deren Mitarbeiter mit hohem Einsatz Kindern und ihren Familien in einer existenziell bedrohlichen Situation intensiv beistehen", so Christian Zainhofer, 1. Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Kinderschutzbundes bei der Überreichung des Preises.

Als Schirmherr der Auszeichnung betonte Ministerpräsident Kurt Beck in seinem Grußwort: "Kaum etwas bewegt uns mehr als das Leiden und Sterben von Kindern. Die professionelle Begleitung der Familien durch die ambulanten Pflegedienste und die ehrenamtliche Hospizarbeit sind daher besonders wichtig. Sterntaler ist mit dem stationären Kinderhospiz, als Ergänzung zu ihrer häuslichen und ambulanten Pflege, für die schwerstkranken Kinder und ihre Familien, die eine Auszeit aus der täglichen Routine und Belastung brauchen, ein gutes Angebot." Mit einem sehr persönlichen Erlebnisbericht verdeutlichte der Ministerpräsident, wie wichtig es ist gerade an solchen Orten eine einfühlsame und würdevolle Atmosphäre zu erleben und lobte die Sterntaler für ihr diesbezügliches Engagement und gratulierte ihnen zu der erfolgreichen Umsetzung ihrer vielschichtigen Arbeit und dem dafür erhaltenen Preis.

"Sterntaler widmet sich einer Aufgabe, die viel Kraft und Ausdauer erfordert. Und Sterntaler zeigt, dass mit der Initiative einiger engagierter Menschen Großes bewegt werden kann", würdigte Beate Läsch-Weber, Präsidentin des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, den Preisträger.

Sterntalerbotschafter Laith Al Deen kam eigens angereist, um seine Sterntaler musikalisch zu unterstützen. Er unterstrich die Philosophie des Kinderhospizes mit seinem stimmungsvollen Song: "Sicher sein". Poet Al Deen kennt das Kinderhospiz und die Sterntalerfamilien von seinen Besuchen gut und wusste genau, wovon er sprach und wofür er sang. Es war nicht nur seine Darbietung unplugged, sondern auch die ganze Atmosphäre, die er erzeugte.

Daran fĂĽgte sich ebenso beseelt die Laudatio von Schauspieler und Sterntalerbotschafter Peter Schell. Auch er ging auf die Besonderheit von Dudenhofen und die dort herrschende Geborgenheit und das liebevolle Miteinander ein, schilderte seine EindrĂĽcke und BerĂĽhrtheit und wĂĽrdigte seine Sterntaler fĂĽr ihr wichtiges Engagement.

Christian Zainhofer vom Kinderschutzbund überreichte den Preis gemeinsam mit Ministerpräsident Kurt Beck und Präsidentin Beate Läsch-Weber im Rahmen der Feierstunde. In der Begründung für die Verleihung des Kinderschutzpreises an das Kinderhospiz Sterntaler heißt es: "Das stationäre 'Kinderhospiz Sterntaler' in Dudenhofen erhält den Kinderschutzpreis für seinen wichtigen Beitrag bei der Begleitung und Betreuung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien. Als Ort der Erholung, des Rückzugs sowie der Begegnung mit anderen Betroffenen kann es den Kindern und ihren Familien zu mehr Lebensqualität verhelfen, eine Auszeit vom Alltag schaffen und ihnen das Gefühl vermitteln, in einer schweren Lebensphase nicht allein gelassen zu sein." Ursula Demmer, Geschäftsführerin des Kindershospizes Sterntaler, dankte dem Kinderschutzbund, den Sparkassen und dem Land für diese Anerkennung. Sie nahm die Auszeichnung als Bestätigung und Aufforderung für alle stationären wie ambulanten Kinderhospize in ganz Deutschland an, diese wichtige Aufgabe mit unverminderter Kraft weiter zu erfüllen.

Hintergrundinformation: Seit 1968 ist der Deutsche Kinderschutzbund, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. (DKSB RLP e. V.) die Lobby für Kinder in Rheinland-Pfalz: Über 1500 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und über 100 Menschen hauptamtlich in 23 Orts- und Kreisverbänden. Über 3000 Mitglieder helfen – unabhängig von weltanschaulichen, konfessionellen oder parteipolitischen Interessen – mit, dass die in der 1989 vereinbarten UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte von Kindern Realität werden.