OpiumSchwer kranken Menschen helfen und Schmerzen lindern: Für Palliativärzte ist das bislang ein Spagat - zwischen medizinischem Anspruch und Strafbarkeit. Eine Gesetzesänderung soll sie jetzt vor dem Besuch des Staatsanwalts bewahren.

Niedergelassene Ärzte dürfen womöglich bald Betäubungsmittel an ihre Patienten abgeben. Entsprechende Pläne bestätigte am Wochenende eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) der "Ärzte Zeitung".

Damit würde das historische Abgabemonopol der Apotheker zumindest in einigen Ausnahmen aufgeweicht werden.

Hintergrund sind Forderungen vor allem von Palliativmedizinern, schwerkranken Patienten mit starken Schmerzen zur Unzeit kurzfristig Opioide überlassen zu dürfen. Bislang machen sich Ärzte damit strafbar.

Nach Informationen der "Ärzte Zeitung" soll im Rahmen der anstehenden Novellierung Paragraf 17 der Apothekenbetriebsordnung geändert werden, in dem das "Inverkehrbringen" von Arzneien geregelt ist.

Die Beratungen dazu seien in der Endabstimmung, hieß es. Anfang Februar soll die Verordnung durch das Kabinett. Zustimmen muss dann noch der Bundesrat.

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Foto: Sinnbild des Opiats - Mohnblüte auf einer polnischen Postkarte.
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