Bundesverdienstkreuz für Sabine Kraft

190923 Sabine Kraft

Heute haben wir Post vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann bekommen: mit einer ganz besonders guten Nachricht! Für ihre außergewöhnlichen Verdienste für die Kinderhospizarbeit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Sabine Kraft das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen!

Als Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz setzt sich Sabine Kraft seit Jahren leidenschaftlich und engagiert für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern ein. Die Ehrung hatte der baden-württembergische Ministerpräsident vorgeschlagen und gratulierte unserer wunderbaren Chefin in seinem Schreiben mit den Worten: „Ihre herausragenden Leistungen für das Gemeinwesen haben damit die verdiente Anerkennung gefunden“. Wir, die wir täglich miterleben, mit welch großherziger Begeisterung, welch tiefer Leidenschaft, welch wilder Entschlossenheit und mit welch beharrlicher Ausdauer sich unsere Geschäftsführung für die Kinderhospizarbeit in Deutschland einsetzt, können uns dem nur anschließen!

Wir freuen uns sehr darauf, Sabine Kraft bei der anstehenden Überreichung für ihren Einsatz und die vielen Erfolge zu feiern, die sie in ihrem mittlerweile jahrzehntelangen, oft auch kräftezehrenden Einsatz für unseren Verband erreichen konnte!
Herzlichen Glückwunsch, liebe Sabine!
Dein stolzes BVKH-Team in Lenzkirch

 

 

Stellungnahme zum Referentenentwurf „Stärkung Rehabilitation und Intensivversorgung (RISG)"

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Der Bundesverband Kinderhospiz begrüßt, dass die Bundesregierung mit dem neuen RISG das Leistungsrecht zur medizinischen Rehabilitation und zur außerklinischen Intensivpflege neu regeln möchte. Diese Reform fördert den Gedanken der Rehabilitation und sieht vor, die Eigenbeiträge bei stationären Pflegeaufenthalten zu senken. Damit wird deutlich, dass es für Menschen, die auf außerklinische Intensivpflege angewiesen sind, kein Kriterium ist, dass die Versorgung zuhause günstiger wäre als in einem Heim. Damit wird sicherlich erreicht, dass die ‚Betroffenen‘ sich frei von finanziellen Erwägungen für die bestmögliche Versorgung entscheiden können.

Den aktuellen Referentenentwurf halten wir allerdings für ungeeignet, dieses Ziel zu erreichen. Vielmehr stellt der Entwurf in wichtigen Teilen einen Rückschritt dar. Aus Sicht des Bundesverbands Kinderhospiz werden wichtige Kriterien zur Sicherung des Wohles von Menschen, ganz besonders jedoch von Familien mit schwer erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht beachtet.

Zur vollständigen Stellungnahme

 

Wir trauern um unseren Botschafter Ingo Kantorek

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Nach dem Unfalltod des Schauspielers: Nachruf auf einen wunderbaren Unterstützer der Kinderhospizarbeit


Wenn wir an Ingo Kantorek denken, erinnern wir uns vor allem an viele gemeinsame Jahre Sommer Open Air in Groß-Gerau. Mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit war Ingo für uns der ideale Moderator dieser Konzertevents, der es verstand, das ausgelassene Feiern mit den musikalischen Stars mit dem sensiblen Thema der Kinderhospizarbeit zu verknüpfen. So haben wir Ingo erlebt – als jemanden, der mit Leichtigkeit und guter Laune durchs Leben geht, dabei aber nicht oberflächlich ist. Wer sich für Kinderhospizarbeit engagiert, der setzt sich bewusst mit der Endlichkeit des Lebens auseinander. In unseren vielen Begegnungen mit Ingo Kantorek und vielen tiefgreifenden Gesprächen waren wir uns stets einig: Man weiß nie, wie viel Zeit einem bleibt. Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz ist tief erschüttert über den Unfalltod von Ingo Kantorek und seiner Frau Suzana. „Ingo und Suzana waren Menschen, die in ihrem Leben soziales Engagement in den Vordergrund gestellt haben.“

 

 

Mast und Baehrens im Dialog mit pflegenden Eltern: "Wer rund um die Uhr pflegt, muss entlastet werden"

190815 Katja Mast

Gemeinsam mit der Pflegebeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion Heike Baehrens hat Katja Mast zu einem Fachgespräch "Pflegende Eltern" in der Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen eingeladen. Ziel war der gemeinsame Austausch darüber, wie Eltern von schwerst pflegebedürftigen Kindern entlastet werden können.

Die Pflege eines schwerst-mehrfachbehinderten Kindes beansprucht Eltern voll und ganz. Denn egal, ob tagsüber oder nachts: Das Kind braucht laufend Unterstützung. Wenn die Pflege zum dominierenden Bestandteil des Lebens wird, bleiben Selbstbestimmtheit und Freizeit auf der Strecke. Auch Geschwisterkinder erleben eine besondere Kindheit.

„Wir haben größten Respekt vor der Leistung dieser Eltern und Familien", so Mast und Baehrens.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion wies deshalb darauf hin, dass pflegende Eltern vor allem Entlastung erfahren müssten. Mast findet wichtig, dass die Energie und Zeit der betroffenen Familien nicht für Papierkrieg mit den Kostenträgern aufgebraucht werde. Baehrens ergänzt, dass bei den Anstrengungen und Berichterstattungen zum Thema Pflege der Fokus häufig auf der Altenpflege liege. Die Pflege behinderter Kinder rücke dabei in der öffentlichen Debatte in den Hintergrund. „Dies müssen wir ändern“, findet die Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion.

Entlastungen können betroffene Familien bereits vom geplanten Angehörigenentlastungsgesetz der Bundesregierung erwarten. Durch das Angehörigenentlastungsgesetz werden Pflegende in finanzieller Hinsicht profitieren: Eltern beziehungsweise Kinder pflegebedürftiger Menschen werden in Zukunft erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro für die Kosten mit herangezogen. Zudem sorge das Gesetz für mehr Inklusion in der beruflichen Bildung und fördere damit den Ausbau des inklusiven Arbeitsmarkts, so Mast und Baehrens.

Beide Abgeordnete würdigten besonders die Arbeit der Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen um Gründerin und Initiatorin Karin Eckstein. Hier werde phantastische Arbeit geleistet, um Familien einem intensiv pflegebedürftigen Kind einen gemeinsamen zu ermöglichen.

Doch den beteiligten Eltern geht es um mehr. Sie wollen weniger bürokratischen Aufwand bei der Beantragung und Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche. Denn immer wieder neu zu beantragende oder nicht genehmigte Hilfsmittel belasten die familiäre Situation zusätzlich.
Auch beim Thema Absicherung im Alter fühlen sich die Familien allein gelassen. Das berichteten die betroffenen Mütter, Frau Niethammer und Frau Hoffmann, die eigens für das Gespräch angereist waren. „Endlich hört uns mal jemand zu", hieß es aus den Reihen der Betroffenen.

Am Gespräch nahmen außerdem Karin Eckstein (Familienherberge Lebensweg), Sabine Kraft (Bundesverband Kinderhospiz e.V.), Anna Lammer (Landesstelle Palliative Care für Kinder und Jugendliche), der MDK, Helmut Keller von der AOK und natürlich die beiden Behinderten- bzw. Inklusionsbeauftragten aus Pforzheim und dem Enzkreis, Mohamed Zakzak und Anne Rouviére-Petruzzi, teil.

Die beiden Bundestagsabgeordneten Mast und Baehrens versprachen, sich der Themen anzunehmen und nach Lösungen für die Familien zu suchen.

 

Familienfest für die Kinderhospizarbeit

190802 Familienfest Lenzkirch

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. veranstaltet am Sonntag, 18.08.2019 sein Familienfest im Lenzkircher Kurpark:
Musik, Kinderflohmarkt, Glitzertattoos, Besuch vom SC-Freiburg-Füchsle, DFB-Mobil, Spendenlauf, Tombola, leckeres Essen und Trinken und vieles mehr erwartet die Besucher.
Egal ob groß oder klein, alt oder jung, ob mit gesunden oder mit kranken Kindern – alle sind herzlich willkommen bei unserem Familienfest!

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