Angehörige werden entlastet

190815 Mast

Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Katja Mast:

Angehörige werden entlastet, Inklusion vorangebracht
Mast: „Eine überfällige Entlastung für Angehörige“

"Das #Angehörigenentlastungsgesetz kommt. Damit gibt es bald spürbare Verbesserungen in der Sozialhilfe und bei der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Heute hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf von Hubertus Heil beschlossen.

Diese Entlastung für Angehörige war überfällig. Viele Angehörige werden vom Sozialamt in Anspruch genommen, wenn ihre Eltern oder Kinder Sozialhilfe beziehen, zum Beispiel weil sie pflegebedürftig sind. Das ist für viele eine große Belastung. Wir stärken ihnen den Rücken, damit sie sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können. Dafür hat das Kabinett heute den Weg frei gemacht.

Das Angehörigenentlastungsgesetz sieht vor, dass Angehörige künftig erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro vom Sozialamt in Anspruch genommen werden — und zwar in der gesamten Sozialhilfe. Bisher galt diese Regelung nur bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Für Angehörige von volljährigen Menschen mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe nach dem Bundesteilhabegesetz erhalten, fällt dieser sogenannte Unterhaltsrückgriff in Zukunft sogar vollständig weg.

Das Gesetz ist gerade für Menschen mit Behinderungen eine gute Nachricht: Wir werden nämlich die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung als festen Baustein der Inklusion verankern und mit mehr Geld ausstatten.

Seit 2018 fördert der Bund diese Beratungsstellen, in denen Menschen mit Behinderungen vor allem von Menschen mit Behinderungen beraten werden. Auf Augenhöhe und kostenlos können sie sich über Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern und die zuständigen Anlaufstellen informieren. Bisher war die Beratung bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Künftig wird es dieses Angebot dauerhaft geben, und es wird auch mit zusätzlichen Bundesmitteln versehen.

Darüber hinaus wird mit dem Angehörigenentlastungsgesetz ein Budget für Ausbildung eingeführt. Dieses ermöglicht Menschen mit Behinderungen, außerhalb von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eine betriebliche Ausbildung aufzunehmen.

Mit dem Gesetz haben wir ein Paket geschnürt, das Inklusion ein großes Stück voranbringt und Angehörige gezielt unterstützt!"

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Mast und Baehrens im Dialog mit pflegenden Eltern: "Wer rund um die Uhr pflegt, muss entlastet werden"

190815 Katja Mast

Gemeinsam mit der Pflegebeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion Heike Baehrens hat Katja Mast zu einem Fachgespräch "Pflegende Eltern" in der Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen eingeladen. Ziel war der gemeinsame Austausch darüber, wie Eltern von schwerst pflegebedürftigen Kindern entlastet werden können.

Die Pflege eines schwerst-mehrfachbehinderten Kindes beansprucht Eltern voll und ganz. Denn egal, ob tagsüber oder nachts: Das Kind braucht laufend Unterstützung. Wenn die Pflege zum dominierenden Bestandteil des Lebens wird, bleiben Selbstbestimmtheit und Freizeit auf der Strecke. Auch Geschwisterkinder erleben eine besondere Kindheit.

„Wir haben größten Respekt vor der Leistung dieser Eltern und Familien", so Mast und Baehrens.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion wies deshalb darauf hin, dass pflegende Eltern vor allem Entlastung erfahren müssten. Mast findet wichtig, dass die Energie und Zeit der betroffenen Familien nicht für Papierkrieg mit den Kostenträgern aufgebraucht werde. Baehrens ergänzt, dass bei den Anstrengungen und Berichterstattungen zum Thema Pflege der Fokus häufig auf der Altenpflege liege. Die Pflege behinderter Kinder rücke dabei in der öffentlichen Debatte in den Hintergrund. „Dies müssen wir ändern“, findet die Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion.

Entlastungen können betroffene Familien bereits vom geplanten Angehörigenentlastungsgesetz der Bundesregierung erwarten. Durch das Angehörigenentlastungsgesetz werden Pflegende in finanzieller Hinsicht profitieren: Eltern beziehungsweise Kinder pflegebedürftiger Menschen werden in Zukunft erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro für die Kosten mit herangezogen. Zudem sorge das Gesetz für mehr Inklusion in der beruflichen Bildung und fördere damit den Ausbau des inklusiven Arbeitsmarkts, so Mast und Baehrens.

Beide Abgeordnete würdigten besonders die Arbeit der Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen um Gründerin und Initiatorin Karin Eckstein. Hier werde phantastische Arbeit geleistet, um Familien einem intensiv pflegebedürftigen Kind einen gemeinsamen zu ermöglichen.

Doch den beteiligten Eltern geht es um mehr. Sie wollen weniger bürokratischen Aufwand bei der Beantragung und Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche. Denn immer wieder neu zu beantragende oder nicht genehmigte Hilfsmittel belasten die familiäre Situation zusätzlich.
Auch beim Thema Absicherung im Alter fühlen sich die Familien allein gelassen. Das berichteten die betroffenen Mütter, Frau Niethammer und Frau Hoffmann, die eigens für das Gespräch angereist waren. „Endlich hört uns mal jemand zu", hieß es aus den Reihen der Betroffenen.

Am Gespräch nahmen außerdem Karin Eckstein (Familienherberge Lebensweg), Sabine Kraft (Bundesverband Kinderhospiz e.V.), Anna Lammer (Landesstelle Palliative Care für Kinder und Jugendliche), der MDK, Helmut Keller von der AOK und natürlich die beiden Behinderten- bzw. Inklusionsbeauftragten aus Pforzheim und dem Enzkreis, Mohamed Zakzak und Anne Rouviére-Petruzzi, teil.

Die beiden Bundestagsabgeordneten Mast und Baehrens versprachen, sich der Themen anzunehmen und nach Lösungen für die Familien zu suchen.

 

Familienfest für die Kinderhospizarbeit

190802 Familienfest Lenzkirch

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. veranstaltet am Sonntag, 18.08.2019 sein Familienfest im Lenzkircher Kurpark:
Musik, Kinderflohmarkt, Glitzertattoos, Besuch vom SC-Freiburg-Füchsle, DFB-Mobil, Spendenlauf, Tombola, leckeres Essen und Trinken und vieles mehr erwartet die Besucher.
Egal ob groß oder klein, alt oder jung, ob mit gesunden oder mit kranken Kindern – alle sind herzlich willkommen bei unserem Familienfest!

Zum Veranstaltungsflyer

 

Alltag im Ausnahmezustand

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Unsere Geschäftsführerin Sabine Kraft erläutert in einem Fernsehbeitrag des WDR den belastenden Alltag von Familien mit einem unheilbar kranken Kind und die wertvolle Arbeit der stationären Kinderhospize.

Zum Film in der WDR-Mediathek

 

Engel kann es nicht genug geben!

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Familienministerin Franziska Giffey besucht Bundesverband Kinderhospiz beim Kirchentag

Mit einem ganz besonders netten Gruß hat sich Bundesfamilienministerin beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund an unserer "Engel für Dich"-Akton beteiligt: die Ministerin besuchte das BVKH-Team am Stand in der Westfalenhalle und machte ein Bild mit unserem "Angel". Mit der Botschaft "Engel kann es nicht genug geben!" würdigte Giffey die Arbeit des Bundesverbands Kinderhospiz, der sich als Dachverband der stationären und ambulanten Kinderhospize in Deutschland für Familien stark macht, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben.

Die Aktion "Engel für Dich" ist nicht nur auf dem Kirchentag ein Erfolg  - auch online kann man mit dem BVKH Engel als besondere Grußbotschaften verschicken:

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